Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

ADLIGENSWIL: Ein Sieg auf der ganzen Linie

Der FC Ad­ligenswil hat jahrelang für einen neuen Fussballplatz gekämpft. Am Wochenende wurde der Platz eröffnet – mit einem sportlichen Sieg gegen ehemalige Nati-Cracks.
Der FC Adligenswil (gelb) beim Spiel gegen die Suisse Legends. Von links: Stéphane Chapuisat, Georges Bregy und Milaim Rama. (Bild Roger Grütter)

Der FC Adligenswil (gelb) beim Spiel gegen die Suisse Legends. Von links: Stéphane Chapuisat, Georges Bregy und Milaim Rama. (Bild Roger Grütter)

Stephan Santschi

Am Samstag um 17.20 Uhr war es so weit: Adligenswils Gemeindepräsidentin Ursi Burkart übergab Stefan Rieder, dem Präsidenten des Fussballclubs, einen Ball und ein Stück Kunstrasen. Es war der symbolische Eröffnungsakt für das neue Spielfeld. «Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass wir in der Vergangenheit immer einer Meinung gewesen wären. Doch letztlich haben wir alle Gemeinsinn bewiesen», sagte Rieder.

Volk sprach Machtwort

Bekanntlich war der Realisierung des neuen Fussballplatzes eine lange Diskussion vorangegangen, vornehmlich wegen der knappen Gemeindefinanzen. Nach langen und teils emotionalen Debatten sprach schliesslich das Volk ein Machtwort – und dies gleich zweimal: 2013 sprach sich eine grosse Mehrheit der Gemeindeversammlung für den Kunstrasen aus, der Entscheid wurde 2014 nochmals bestätigt.

An den Kosten von rund 1,8 Millionen Franken beteiligen sich Adligenswil (1,3 Millionen), Udligenswil (100 000 Franken), der FC Adligenswil (250 000 Franken) und der Swisslos-Sportfonds (80 000 Franken). Um den eigenen Anteil stemmen zu können, organisierte der FC Adligenswil am Wochenende ein zweitägiges Fest zu seinem 30-Jahr-Jubiläum. Auf dem Kunstrasenplatz fanden verschiedene Spiele statt, darunter ein Kräftemessen der Politprominenz aus Adligenswil und Udligenswil. Mit von der Partie war auch Nationalrat Peter Schilliger (FDP). Der ehemalige Gemeindepräsident von Udligenswil leistete mit einer feinen Einzelleistung seinen Beitrag zum 2:0-Erfolg seiner Farben. Hinterher verteilte er den unterlegenen Kon­kurrenten Taschentücher. «So konnten sie sich die Tränen trocknen. Ich bin immer siegessicher», sagte der FDP-Politiker grinsend.

Den Höhepunkt des Sportprogramms bildete das Spiel des FC Adligenswil gegen die Suisse Legends. In deren Reihen fanden sich ehemalige Topstars wie Stéphane Chapuisat, Georges Bregy, Heinz Hermann, Andy Egli oder Ruedi Elsener. Insgesamt brachten sie 640 Länderspiele auf den Platz.

Stars sind in die Jahre gekommen

Vor allem die Schlitzohrigkeit Chapuisats, die Übersicht Bregys und die Sprintstärke Hottigers sorgten unter den rund 2000 Zuschauern für nos­talgische Gefühle. Letztlich war aber unübersehbar, dass die Suisse Legends, die meisten mit Bauchansatz, in die Jahre gekommen sind – sie verloren mit 3:6. «Für uns sind das schöne Herausforderungen. Und bei den Leuten sorgen wir für Erinnerungen», sagte Bregy, der immer wieder auf sein sensationelles Freistoss-Tor an der WM 1994 gegen Gastgeber USA angesprochen wird.

Duell mit dem einstigen Idol

Für die Adligenswiler Fussballer war dieses Duell ein Karriere-Highlight. Vor allem für jene, welche die Legenden noch selber spielen sahen. Wie beispielsweise Mauro Odermatt. «Es war genial, gegen Chapuisat, mein früheres Idol, zu spielen», sagte der 28-jährige Buchrainer Seklehrer. Der Schnappschuss mit Chapuisat und Bregy nach dem Spiel durfte da nicht fehlen.

Für den FC Adligenswil bedeutet der neue Kunstrasenplatz eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen für die jährlich 700 Spiele und 2300 Trainings seiner 23 Mannschaften.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.