AKTIENGESELLSCHAFT: Der HC Kriens ist jetzt eine Aktiengesellschaft

Der Handballclub Kriens heisst neu «HC Kriens-Luzern AG» und ist jetzt ein KMU mit einem Budget gegen 1 Million Franken.

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Spielszene mit dem Krienser Daniel Schmid (l.) am Ball. (Bild Maria Schmid/Neue LZ)

Spielszene mit dem Krienser Daniel Schmid (l.) am Ball. (Bild Maria Schmid/Neue LZ)

Der Handballclub Kriens hat in seiner weiteren Entwicklung Nägel mit Köpfen eingeschlagen. Per 1. Juni 2009 hat der Verein die Aktiengesellschaft «HC Kriens-Luzern AG» gegründet und sie ins Handelsregister eintragen lassen. Die AG wird im Auftrag des Vereins in erster Linie den Leistungssport-Bereich abdecken und die Rahmenbedingungen optimieren für die sportliche Entwicklung der Nationalliga A-Mannschaft (ab kommender Saison als HC Kriens-Luzern gemeldet).

Durch die Abdeckung des Leistungssport-Bereichs über die Aktiengesellschaft strahlt der HC Kriens unverkennbar das Signal aus, dass er sich vom traditionsreichen «Dorfverein» in den vergangenen Jahren zum verantwortungsbewussten KMU mit einem Budget von gegen 1 Million Franken entwickelt hat. Als KMU will sich der Verein den gesunden Gesetzmässigkeiten der Wirtschaftlichkeit stellen.

Das voll einbezahlte Aktienkapital steht nicht für den Leistungssport zur Verfügung und ist damit auch kein Finanzierungsinstrument. Der finanziell gesunde HC Kriens will mit der Gründung einer Aktiengesellschaft vielmehr für arbeitsrechtliche, steuer- und versicherungstechnische Fragen klare Verhältnisse schaffen. Zudem soll der HC Kriens als Gesamtverein mit der AG-Gründung vom betriebswirtschaftlichen Risiko entlastet und damit auch nachhaltig geschützt werden.

Der Verwaltungsrat der Aktiengesellschaft hat seine Arbeit mit der Planung der kommenden Saison bereits aufgenommen. Präsident des Verwaltungsrates ist Urs Dickenmann. Der ehemalige Zürcher Spitzenfussballer wohnt selber seit vielen Jahren in Kriens, war während 9 Jahren selber Präsident des und ist seit seinem Rücktritt im Jahr 2002 Ehrenmitglied des HC Kriens. Der Bankfachmann leitet die Geschicke der HC Kriens-Luzern AG mit einem Team, in dem sich betriebswirtschaftliches Denken, Verantwortungsbewusstsein für die Aufgaben des Gesamtvereins und handballerisches Knowhow vereinigen.

Der Vorstand des HC Kriens ist an der AG beteiligt und besitzt mit Finanzchef Stefan Buchli und Vorstandsmitglied Marcel Achermann zwei Sitze. Weiter zum Verwaltungsrat gehören der sportbegeisterte, in Kriens wohnhafte Betriebswirtschafter und dipl. Wirtschaftsprüfer Silvan Felder (Gründer und Inhaber der Verwaltungsrat Management AG in Luzern), der Treuhänder Remo Meier (ehemaliger Junior des HC Kriens, Inhaber des Treuhandunternehmens FM Group AG Hergiswil). Ebenfalls im Verwaltungsrat sitzt der Zuger Martin Hotz. Der frühere Spitzenhandballer (Schweizermeister mit Borba und Amicitia, Spieler der Schweizer Handball-Nationalmannschaft) ist heute Partner des Baarer Marketingunternehmens Fuhrer und Partner (Analysen und Marketing-Konzepte für den Detailhandel). Delegierter des Verwaltungsrates ist Nick Christen, seit zwei Jahren Geschäftsführer des HC Kriens.

Fest steht nun auch, dass der HC Kriens sein NLA-Team für die kommende Saison unter dem Namen HC Kriens-Luzern melden wird. Der neue Name taucht bereits in den jetzt veröffentlichten Spielplänen der Saison 09/10 auf. Der Namenszusatz dient einzig der Ausstrahlung der «Marke HCK», die sich aufgrund der Budgetentwicklung in den letzten Jahren zusehends auch am nationalen Markt orientiert. Der HC Kriens bleibt aber in Kriens verwurzelt.

Benedikt Anderes/HC Kriens