Alle Corona-Tests bei Xamax sind negativ: Der FCL wird wie geplant am Sonntag zu Hause gegen Lugano antreten

Obwohl beim FC Zürich mehrere Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, finden die restlichen Spiele an diesem Wochenende statt. Der FC Luzern empfängt am Sonntag (16 Uhr) den FC Lugano.

Daniel Wyrsch
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Der Luzerner Marvin Schulz (links) und Luganos Numa Lavanchy treffen am Sonntag in der Swisspor-Arena aufeinander wie hier im Bild zuletzt am 24. Juni 2020 im Cornaredo.

Der Luzerner Marvin Schulz (links) und Luganos Numa Lavanchy treffen am Sonntag in der Swisspor-Arena aufeinander wie hier im Bild zuletzt am 24. Juni 2020 im Cornaredo.

Bild: Martin Meienberger/Freshfocus

Wie Medienchef Markus Krienbühl gegenüber unserer Zeitung sagte, bezieht sich der FC Luzern auf eine Aussage von Philippe Guggisberg, Kommunikationschef der Swiss Football League (SFL), vom Samstagmittag gegenüber Nau.ch. Dem Nachrichtenportal sagte Guggisberg: «Sicher ist, dass dieses Wochenende noch gespielt wird.» Heisst aus Sicht des FCL: «Wir werden am Sonntag das Heimspiel gegen Lugano wie geplant austragen, sollte nicht noch etwas dazwischenkommen.» Krienbühl dachte dabei in erster Linie an positive Corona-Tests bei Xamax.

Die Neuenburger waren am Dienstag beim 1:1-Unentschieden zu Hause gegen Zürich der letzte Gegner des infizierten Verteidigers Mirlind Kryeziu und acht anderen nicht bekanntgegebenen, aber ebenfalls positiv getesteten Spielern (5) und Staffmitgliedern (3) des FCZ. Nach Bekanntgabe des Falls Kryeziu mussten die Xamaxiens am Freitag ebenfalls zum Coronatest.

Entwarnung durch Xamax am Samstagabend

Neuchâtel Xamax hat am Samstagabend informiert – und Entwarnung geben können: «Alle durchgeführten Tests bei den Xamaxiens sind negativ.» Damit steht der Durchführung der Partie vom Samstag um 20.30 Uhr zwischen dem FC Basel und dem Leader YB nichts mehr im Weg. Der Tabellenletzte aus Neuenburg spielt am Sonntag um 16 Uhr auswärts im Abstiegsduell gegen Thun, gleichzeitig empfängt der FC Luzern den FC Lugano und Servette in Genf den Co-Tabellenführer FC St. Gallen.

Mit dem FC Zürich in Quarantäne bis zum 17. Juli steht die Beendigung der Meisterschaft trotzdem auf wackligen Beinen. Der Spielplan ist in den nächsten drei Wochen mit sieben ausstehenden Runden so eng, dass kaum freie Matchtermine zu finden sind. Die zwei verschobenen Partien des FCZ gegen Sion (am Samstag) und in Basel (am Dienstag) müssten wohl nach dem geplanten Saisonende am 2. August nachgeholt werden. Am 5./6. August sind zudem noch drei Cup-Viertelfinalpartien geplant. Unter anderem Luzern gegen die Young Boys.

Bis am 3. August müssen die Schweizer Vertreter der Qualifikation zur Champions League und Europa League der Uefa gemeldet werden. Eine andere Variante wäre deshalb, die ausstehenden Spiele in einem Blitzturnier an einem Austragungsort durchzuführen.

Sitzung des SFL-Komitees am Montag

Die SFL wird sich kategorisch gegen einen Abbruch der Meisterschaft entscheiden, so lange es realistische Möglichkeiten gibt, die Saison auf dem Rasen zu beenden. Wie Philippe Guggisberg sagte, wird sich das Komitee der SFL am Montag in Bern zu einer Sitzung treffen und über das weitere Vorgehen in der Super League und Challenge League beraten. Im Gremium sitzen unter anderem FCL-Präsident Philipp Studhalter und der Präsident des SC Kriens, Werner Baumgartner.

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