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Lüthi fährt auf Rang 2 und beantwortet offene Fragen

Tom Lüthi fährt beim Saisonstart in Katar im besten Rennen seiner Karriere auf Platz 2. Nun ist der Berner ein Kandidat für den WM-Titel in den Moto2-Klasse.
Klaus Zaugg
Freut sich über sein geglücktes Comeback im ersten Moto2-GP seit eineinhalb Jahren: Tom Lüthi. (Bild: Noushad Thekkayil/EPA (Doha, 10. März))

Freut sich über sein geglücktes Comeback im ersten Moto2-GP seit eineinhalb Jahren: Tom Lüthi. (Bild: Noushad Thekkayil/EPA (Doha, 10. März))

Die Sonne geht unter, und Tom Lüthis Stern geht auf. «Ich wusste, dass ich bei kühleren Temperaturen besser bin. Als ich spürte, dass es kühler wird, kehrte die Selbstsicherheit zurück. Vor dem Rennen setzte ich mir kein konkretes Ziel. Ich wollte völlig unbelastet fahren und so ein Maximum herausholen. Ich denke, das ist mir gelungen.»

Lüthi (32) ist das beste Rennen seiner Karriere gefahren. Das will etwas heissen. Immerhin ist es sein 268. Grand Prix und der 136 in der Moto2-Klasse. 11 davon hat er gewonnen. «Das beste Rennen? Vielleicht bin ich zu wenig emotional für eine solche Beurteilung …» Nun, es ist so. Denn die Umstände waren gegen Lüthi. Nie hat es vor einer Saison so viele bange Fragen gegeben. Wie hat er das schwierige letzte Jahr (keine MotoGP-Punkte) verarbeitet? Kommt er mit der Intensität der Moto2-Klasse gleich zurecht? Und wie reagiert er auf den starken Teamkollegen Marcel Schrötter, der ihm im Training auf und davongefahren ist?

Die Arbeit mit dem Mentaltrainer

Alle offenen Fragen sind beantwortet. Lüthi braust vom 11. bis auf den zweiten Platz vor, in der letzten Runde holt er den führenden Lorenzo Baldassarri ein, in der drittletzten Kurve wagt er noch einmal eine furiose Attacke und verliert schliesslich das Rennen um bloss 26 Tausendstel. Das ist weniger als eine Maschinenlänge. Dreimal unterbietet Lüthi den Rundenrekord. Keiner ist so schnell. Am Ende erntet er die Früchte seiner Arbeit.

Er sagt, er habe sich im Winter noch nie so umfassend vorbereitet. «Es war ihm nach der schwierigen letzten Saison bewusst, dass es viel braucht» sagt sein Freund und Manager Daniel M. Epp. «Er war noch nie so professionell wie im letzten Winter.» Dazu gehört auch die intensive Arbeit mit seinem Mentaltrainer. «Ich habe gleich nach Saisonschluss mit der Aufarbeitung der letzten Saison begonnen», sagt Lüthi. «An meinem Talent habe ich nie gezweifelt. Aber ich war mir bewusst, dass ich mich Stück für Stück wieder nach vorne arbeiten muss.»

Tom Lüthi war bereits im ersten Rennen nach der Rückkehr aus der Königsklasse der wahre, der bestmögliche Tom Lüthi. Das bedeutet: Er kann um den WM-Titel fahren.

Grand Prix Katar

Losail. MotoGP (22 Runden à 5,380 km/118,36 km): 1. Dovizioso (ITA), Ducati, 42:36,902 (166,6 km/h). 2. Marquez (ESP), Honda, 0,023 zurück. 3. Crutchlow (GBR), Honda, 0,320. 4. Rins (ESP), Suzuki, 0,457. 5. Rossi (ITA), Yamaha, 0,600.

Moto2 (20 Runden/107,6 km): 1. Baldassarri (ITA), Kalex, 39:56,109 (161,662 km/h). 2. Tom Lüthi (SUI), Kalex, 0,026. 3. Schrötter (GER), Kalex, 2,123. Ferner: 14. Jesko Raffin (SUI), NTS, 18,916. 18. Dominique Aegerter (SUI), MV Agusta, 26,904.

Moto3 (18 Runden/96,84 km): 1. Toba (JPN), Honda, 38:08,887 (152,3 km/h). 2. Dalla Porta (ITA), Honda, 0,053. 3. Canet (ESP), KTM, 0,174.

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