Alles, was Sie zum Bundesliga-Re-Start wissen müssen: Vorhang auf für die Geisterliga

Am Samstag nimmt die deutsche Bundesliga wieder Fahrt auf. Als Leckerbissen wartet das Revierderby. Das sagen die Schweizer Fussballer zur Fortführung der Meisterschaft.    

Raphael Gutzwiller
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Bilder an die man sich gewöhnen kann: Kölns Mark Uth schlägt im leeren Stadion einen Eckball.

Bilder an die man sich gewöhnen kann: Kölns Mark Uth schlägt im leeren Stadion einen Eckball. 

Roland Weihrauch / DPA

Das Neuste auf einen Blick

Warum die Bundesliga wieder startet

  • Am 6. Mai hat Angela Merkel der Bundesliga und der 2. Bundesliga grünes Licht zum Re-Start gegeben – ohne Zuschauer.
  • Die Akteure müssen sich an ein strenges Schutzkonzept halten.
  • Die Vereine wollten den Re-Start unbedingt, weil nur so die letzte Tranche der TV-Gelder ausbezahlt werden. 
  • Ohne die TV-Gelder hätten 13 der 36 Profivereinen die Insolvenz noch in dieser Saison gedroht.
  • In der Bundesliga gelten als finanziell besonders gefährdet Schalke 04, Union Berlin und der SC Paderborn.
Schalkes Rückkehrer Ralf Fährmann trägt eine Schutzmaske.

Schalkes Rückkehrer Ralf Fährmann trägt eine Schutzmaske. 

Martin Meissner / AP

Warum es nur ein Start auf Bewährung ist

Die Tribünen bleiben verwaist.

Die Tribünen bleiben verwaist.

Martin Meissner / AP

Warum der Re-Start in Deutschland für die Sportwelt wichtig ist

  • Die ganze Sportwelt schaut nach Deutschland, weil es der Re-Start einer grossen Liga ist.
  • Funktioniert das Schutzkonzept in Deutschland, ist das auch ein gutes Zeichen für die anderen grossen Fussballligen und die amerikanischen Profiligen.
  • Mit der Schweizer Liga ist das Schutzkonzept allerdings nicht vergleichbar, da die strengen Quarantänen-Vorschriften hier kaum umsetzbar wären und hier laut SFL keine Tests nötig wären.
  • Scheitert die Bundesliga, sind auch alle Pläne von anderen Ligen gefährdet.
Solche Jubelsszenen wie hier mit den Gladbacher-Spielern sind gemäss Schutzkonzept nicht erlaubt.

Solche Jubelsszenen wie hier mit den Gladbacher-Spielern sind gemäss Schutzkonzept nicht erlaubt.

Roland Weihrauch / DPA

Was die Schweizer zum Re-Start sagen

  • Admir Mehmedi (Wolfsburg): «Die Gesundheit hat immer höchste Priorität, aber unter Einhaltung sämtlicher Vorgaben, Massnahmen und Regeln halte ich die Wiederaufnahme des Spielbetriebs trotz einiger positiv ausgefallener Tests für absolut vertretbar.»
  • Michael Lang (Bremen): «Trotz der Corona-Fälle in Köln und Dresden habe ich keine Angst vor einer Ansteckung.»
  • Roman Bürki (Dortmund): «Es werden viel mehr TV-Zuschauer unsere Partien verfolgen – im Rampenlicht wird aber auch jede Nuance wahrgenommen. Es liegt an uns, dieser Vorbildrolle zu 100 Prozent gerecht zu werden.»
  • Nicht dabei beim Re-Start ist Denis Zakaria (Gladbach), der sich am Knie operieren musste und voraussichtlich bis Ende Saison ausfällt.
  • Nur noch bis Ende Saison dabei ist dafür Gelson Fernandes (Frankfurt), der den Rücktritt bekannt gegeben hat.
Tritt nach der Saison zurück: Gelson Fernandes.

Tritt nach der Saison zurück: Gelson Fernandes.

Laurent Gillieron / KEYSTONE

Was sich auf dem Transfermarkt getan hat

  • Mit Bruno Labbadia (Hertha) steht ein neuer Trainer an der Linie.
  • Der ebenfalls neue Heiko Herrlich (Augsburg) fehlt, weil er die Quarantäne-Regeln nicht eingehalten hat.
  • Bayern München hat mit Trainer Hansi Flick bis 2023 verlängert, mit Offensivspieler Thomas Müller ebenfalls.
  • Die Vertragsverlängerung mit Manuel Neuer fehlt noch, ebenfalls diejenige von Roman Bürki bei Borussia Dortmund.
  • Leipzig-Star Timo Werner hat einen Wechsel zu Bayern dementiert, wird aber mit Liverpool in Verbindung gebracht.
Ist begehrt: Leipzig-Star Timo Werner.

Ist begehrt: Leipzig-Star Timo Werner.

Patrick Seeger / EPA
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