ALLMEND: Die besten Unterwasser-Rugby-Spieler in Luzern

Am Samstag geht in London der WM-Rugby-Final über die Bühne. Auch in Luzern treffen sich die besten Rugby-Spieler – unter Wasser und mit Liveübertragung der Partien für die Zuschauer.

Merken
Drucken
Teilen
Kampf um den Ball: Am Samstag können Besucher erstmals live das Spiel auf Bildschirmen verfolgen. (Bild zvg / Ralf Klein)

Kampf um den Ball: Am Samstag können Besucher erstmals live das Spiel auf Bildschirmen verfolgen. (Bild zvg / Ralf Klein)

Am Samstag, 31. Oktober, findet der internationale Unterwasser-Rugby-Wettkampf «Wasserturmcup» im Hallenbad Luzern statt. Das renommierte Turnier lockt acht Teams mit über 100 Spielern aus Griechenland, Spanien, Italien und Deutschland nach Luzern. Damit sind spannende Spiele vorprogrammiert.

Liveübertragung für Zuschauer

Wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft Sektion Luzern in einer Mitteilung schreibt, kommen Zuschauer erstmals in den Genuss, den Kampf via Liveübertragung auf einem Grossbildschirm direkt vor Ort mitzuerleben.

Der Luzerner Wasserturmcup findet zum 33. Mal statt. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft Sektion Luzern gehört laut eigenen Angaben zu den Pionieren des Unterwasserrugbysports in der Schweiz und im deutschsprachigen Europa.

Unterwasserrugby – so funktionierts

Die Faszination dieses Mannschaftssportes liegt unter anderem in der Dreidimensionalität des Spielfeldes und der Bewegungsfreiheit im Element Wasser. Das Ballspiel wird in einem Becken von 15 x 10 m, bei 3.5 – 5 m Tiefe gespielt. Auf dem Beckenboden befinden sich auf jeder Seite zwei basketballgrosse Metallkörbe (Tore). Gespielt wird mit einem handballgrossen Ball, der mit Salzwasser gefüllt ist und somit sinkt. Eine Mannschaft besteht aus 6 Spielern im Wasser und 5 Auswechselspielern, die sich fliegend auswechseln. Ziel des Spieles ist es, den Ball in das gegnerische Tor zu legen. Die offizielle Spieldauer beträgt je nach Turniermodus zwischen 10 Minuten und 2 x 15 Minuten. In der Schweiz wird in gemischten Mannschaften gespielt. Beim Spiel werden viele verschiedene Fähigkeiten gefordert: Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Lungenvolumen, Geschicklichkeit, Wendigkeit, Orientierungsfähigkeit und Teamfähigkeit.

Wie sieht die Ausrüstung aus?

Freitauch-Ausrüstung: Taucherbrille, Schnorchel und Flossen. Zur Mannschaftsidentifizierung trägt jeder Spieler eine weisse bzw. blaue Kappe mit Ohrenschutz und einen weissen bzw. blauen Badeanzug.

Die wichtigsten Regeln

Im Gegensatz zum Rugby an Land darf nur derjenige Spieler gehalten werden, der im Ballbesitz ist. Gibt er den Ball ab oder verliert er ihn, so muss der Spieler augenblicklich losgelassen werden. Der Ball darf nicht über die Wasseroberfläche kommen. Verboten ist auch die Ausrüstung anzugreifen, unnötig hartes Spiel, v.a. im Kopfbereich, würgen, schlagen, treten, beissen etc. Die Spieler dürfen sich nicht am Tor festhalten oder verkeilen oder mit den Flossen das Tor abdecken. Zwei Unterwasser-Schiedsrichter (mit Tauchgeräten) und ein Spielleiter am Beckenrand überwachen das Spiel mit einer Hupanlage mit Unterwasser-Lautsprechern.

pd/rem

Ziel ist es, den Ball im roten Tor (unten) zu platzieren. (Bild zvg / Ralf Klein)

Ziel ist es, den Ball im roten Tor (unten) zu platzieren. (Bild zvg / Ralf Klein)