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ALTSTADT CLASSIC: Laufcoach Andy Vögtli mit einer Punktlandung

Die Laufcoach-Legende Andy Vögtli zeigt am Stadtlauf die eigene Fitness – und kommt zu einem überraschenden Schaulaufen.
Jörg Greb
Eine Klasse für sich: Andy Vögtli. (Bild: Roger Zbinden)

Eine Klasse für sich: Andy Vögtli. (Bild: Roger Zbinden)

Jörg Greb

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Den Stadtlauf so erleben, das sei einzigartig, sei wunderschön, strahlte Andy Vögtli nach den 3,870 Kilometern. Als Sieger der Kategorie Männer 60 lief der einstige Coach von 800-Meter-Weltmeister André Bucher und aktuell unter anderen der Schöpfer-Gebrüder ein. «Das hatte ich nicht vorgesehen, war aber natürlich genial», sagte er nach einigen Augenblicken des Durchatmens. Der 62-Jährige hatte sich für den schnellsten Block angemeldet, landete aber aus für ihn unerklärlichen Gründen im zweiten Block. Das ermöglichte ihm das Laufen an der Spitze ohne Positionskämpfe, ohne Ellbogengerangel, ohne Stolpergefahr. Und im Fokus des Publikums.

In herausragender Verfassung

«Es ist Jahr für Jahr so schön», sagte ­Vögtli und sprach im Zusammenhang mit dem Stadtlauf lachend von «fast einem Müssen, einem grandigen Müssen». Mitunter zeigte sich dies in Zahlen: 14 Minuten und 31 Sekunden benötigte er für die Distanz auf den nicht ganz einfachen Pflastersteinen und mit den zahlreichen Richtungswechseln. Seine Alterskategorie gewann er mit einem Vorsprung von 28 Sekunden – eine halbe Ewigkeit. Und Vögtli lachte: «Mein einziger Begleiter hielt einen Kilometer lang mit, aber er war vier Altersklassen tiefer unterwegs.»

In Relation gesetzt mit allen Läufern über diese Distanz waren lediglich 35 schneller als Vögtli – 14 der Kategorie M20, 9 bei den M30, 7 bei den M40 und 5 bei den M50. Die herausragende Verfassung Vögtlis kommt nicht von ungefähr. Unter Trainieren und Anleiten in der LR Beromünster versteht er nach wie vor auch Mittrainieren. Mit den drei Schöpfer-Brüdern, Emanuel Schönbächler, Silvan Lang, Dominik Lang und weiteren Läufern verfügt er über hochkarätige Begleiter. Das führte zur erstaunten Aussage eines Kollegen am Streckenrand: «Du bist ja beinahe vor dem Führungsvelo gerannt.» Es war in der Tat ein vorzügliches Rennen von Vögtli.

Mit 58 Primarschülern in Luzern dabei

Generell führt Vögtlis Trainingsumfeld, vor allem aber seine eigene Freude zu einer solchen Leistungsfähigkeit. Da lässt sich auch verschmerzen, dass die kurzfristige Vorbereitung nicht ideal war. Präsent am Anlass, stets auf den Beinen, war er nämlich bereits während des ganzen Nachmittags. Vögtli hatte nicht weniger als 58 Primarschüler der Schule Beromünster zum Mitmachen motiviert, und diese galt es nun zu betreuen. «Diese Tradition dauert nun auch schon bald 40 Jahre», sagt er nicht ohne Stolz.

Dazu trägt auch die Entwicklung bei: Nachdem der anfängliche (Bucher-)Boom abflachte, ist in den letzten Jahren das Interesse wieder sprunghaft gestiegen. Es handelt sich um eine Entwicklung, die ebenso für die LR Beromünster gilt. «Wir müssen eine Warteliste führen», verdeutlicht Vögtli. Und ihn freut dies gewaltig. Das lässt sich unschwer feststellen.

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