Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

AMBRI - LAGNAU 1:2: In 97 Sekunden den Glauben an den Sieg verloren

Gestern musste Ambri eine bittere Niederlage einstecken. Die SCL Tigers liessen keine taktischen Schneckentänze zu und liefen mit dem starken Torhüter Damiano Ciaccio zur Bestorm auf.
Chris DiDomenico der SCL Tigers (rechts) verteidigt das Tor gegen Ambris Paolo Duca in der Illfishalle in Langnau. (Bild: Marcel Bieri / Keystone)

Chris DiDomenico der SCL Tigers (rechts) verteidigt das Tor gegen Ambris Paolo Duca in der Illfishalle in Langnau. (Bild: Marcel Bieri / Keystone)

Ambri kza. Bittere Niederlage für Ambri. Denn ein Aussenseiter, der in die Playoffs will, muss solche Spiele gewinnen. Was am Dienstag in Biel (6:3) ein Spiel war, wurde gegen Langnau harte, mühselige Arbeit und endete mit einer 1:2-Pleite: nicht weil Trainer Hans Kossmann die falsche Taktik verordnete oder seine Spieler versagten, sondern weil der Gegner, anders als Biel, keine spielerischen und taktischen Schneckentänze zuliess.

Hochstehendes Goalie-Duell

Die SCL Tigers sind inzwischen in der NLA angekommen. Auf eigenem Eis zelebrieren sie zur Freude der Fans (zum sechsten Mal ausverkauft!) ein intensives, gut strukturiertes Rumpelhockey, dem selbst schon Titanen wie Davos (6:0) zum Opfer gefallen sind. Kein Vergleich zu Biel, das längst resigniert und sich mit der Position am Tabellenende abgefunden hat. Kossmann sagt: «Wir wussten, wie hart Langnau spielen würde. Obwohl Langnau am Vorabend ein Spiel hatte (2:4 in Kloten – die Red.) und wir nicht, vermochten wir Langnau erst im letzten Drittel unter Druck zu setzen. Wir waren nicht gut genug.» Und heute wird es gegen Servette nicht einfacher: Die Genfer spielen ähnlich wie Langnau.

Ambri scheiterte in erster Linie an Torhüter Damiano Ciaccio. Er ist inzwischen so etwas wie Langnaus neuer Martin Gerber geworden. In den Bewegungsabläufen nicht so geschmeidig wie der ebenfalls tadellose Sandro Zurkirchen auf der anderen Seite. Aber ein kampfstarker, stilistischer Nonkonformist. Er pariert gegen 96 Prozent der Schüsse. Sandro Zurkirchens Abwehrquote liegt bei 93,30 Prozent. Ciaccio gewinnt ein Torhüterduell auf sehr hohem Niveau.

Zanatta will Helbling holen

Die Entscheidung fiel früh, schon gegen Ende des zweiten Drittels. Langnaus Titanen Ville Koistinen und Chris DiDomenico sassen während 97 Sekunden gemeinsam auf der Strafbank. Wenn jetzt kein Tor gelang, wann dann? Der Ausgleich zum 2:2 fiel nicht, und wie Nebel über der Ilfis schlichen sich nun die Dämonen der Resignation in Ambris Herzen. In diesen 97 Sekunden verlor Ambri ein intensives, gutes Spiel.

Der tapfere, aber letztlich vergebliche Kampf auf dem Eis ähnelt durchaus den Bemühungen von Sportchef Ivano Zanatta um Erhalt der spielerischen Schlagkraft bei gleichzeitiger Schonung der Klubkasse. Verteidiger Benjamin Chavaillaz, der für nächste Saison bei Gottéron unterschrieben hat und nicht mehr erwünscht ist (gestern nicht eingesetzt), könnte ab sofort in der österreichisch-italienischen Liga spielen. Bozen, der SC Bern Italiens, würde ihn bis Saisonende übernehmen. Zanatta sagt: «Aber er will nicht, da können wir nichts machen. Es wäre eine gute Lösung gewesen. Er hätte Spielpraxis bekommen und wir etwas in die Kasse.»

Er arbeitet auch intensiv am Team für nächste Saison. Nationalverteidiger Timo Helbling wird in Bern keinen neuen Vertrag mehr bekommen. «Ich kenne ihn gut, und an ihm sind wir interessiert» so Zanatta. Er wird ihm ein Angebot machen. Die Chancen stehen nicht so schlecht. Helbling war schon an vielen Orten (Lugano, Zug, Kloten, Gottéron), und dorthin kehrt er nicht zurück. Am Ende werden wohl nur zwei Klubs echtes Interesse haben: Ambri und Biel.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.