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Ambri-Piotta spielt gegen einen Meister, der aufsteigen will

Ligaqualifikation Das erste Spiel hat der HC Ambri-Piotta gewonnen. Nicht aber den Stresstest. Da in Langenthal nach dem Titelgewinn am Dienstag eine Freinacht folgte, wird die heutige Samstagspartie im Eisstadion Schoren (20.15, RSI II) aussagekräftiger sein.

In der ersten Partie in der Ligaqualifikation trat der NLB-Meister SC Langenthal mit ungleich weniger «Saft» auf als noch in den sieben Finalduellen gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers. So, als wäre der Stecker gezogen, ein «Unplugged»-Auftritt.

Dies mit Ansage – die Vorgeschichte: Das siebte Spiel im NLB-Final endet dienstags um 22.15 Uhr. 46 Stunden vor dem Puckeinwurf in der Ligaqualifikation. Der SCL hat sein Saisonziel erreicht. Aus dem Ziel Top 4 wurde Rang 1, aus dem Erreichen des Halbfinals der NLB-Titel. Entsprechend ist dienstags um 22.30 Uhr nicht Bettruhe angesagt. Gefeiert wird zunächst auf dem Eis an einer eigens dafür aufgestellten Bar. Ungefähr um 1.10 Uhr nachts fährt der Mannschaftsbus die Equipe zum Sekretariat des Clubs mitten in der Stadt. Das Team grüsst kurzum gutgelaunt von der Dachterrasse, geleitet von Pyros, Böller und Feuerwerk. Einzeln werden die Athleten noch einmal als NLB-Schweizer-Meister vorgestellt.

Ambri-Piotta braucht Leistungssteigerung

Schlicht hätte die Biancoblù die Truppe von Trainer Jason O’Leary an die Wand fahren müssen. Als Ausrufe- und Lebenszeichen. Denn beim Auftakt in Ambri haushaltete das Berner Team mit dem Restbestand der Kraft, die nach dem Genuss der Meisterfeier noch vorhanden war. Doch das Spektakel macht einen entsprechend weiten Bogen um die Eishalle Valascia.

Die beiden ersten Treffer der Leventiner gleicht Langenthal nach 114 respektive 130 Sekunden postwendend aus. Zuletzt gewinnt Ambri 4:2. Beim offiziellen Schussverhältnis liegt der SCL sogar mit 33:29 vorne; einzig in der ersten Hälfte des Mitteldrittels kann sich die Heimmannschaft deutlich vom Kontrahenten abheben (in dieser Phase werden 6:2 Schüsse für die Südschweizer gewertet). Entsprechend gelöst zeigt sich das Gästeteam anschliessend. SCL-Goalie Marco Mathis: «So kurz nach dem bisher Erreichten angetreten, haben wir uns gut verkauft. Wenn wir zurück zu unserem Hockey kommen, ist vieles möglich.» Er freue sich schon auf das nächste Spiel, blickt Langenthal-Stürmer Marc Kämpf nach vorne: «Diesmal zeigten wir noch nicht unser bestes Spiel. Mit etwas mehr Energie können wir gegen Ambri etwas holen. Und wir werden mehr Energie haben.»

Mike Küng meint: «Ambri ist nervös»

Mit Nico Dünner und Mike Küng werden seitens des SC Langenthal zwei Luzerner eingesetzt. Unumwunden sagt Küng schmunzelnd: «Man merkt, dass wir noch etwas müde sind. Wir haben nicht unser bestes Hockey gezeigt.»

Den vorangegangenen Showdown gegen Rapperswil bezeichnet er als «Nervenkribbeln pur». «Und den Titel kann uns niemand mehr wegnehmen.» Aber Langenthal kann Ambri etwas wegnehmen, nämlich den Platz in der NLA. Mike Küng: «Am Samstag geben wir alles für den ersten Sieg. Und am Dienstag für den zweiten. Wir merkten, dass sie nervös waren, besonders dann, als wir jeweils ausgeglichen haben. Das wollen wir ausnützen.»

Heute Samstag dürfte also ein ungleich packenderer Fight auf das Hockeypublikum warten. Ambri dank ein wenig mehr Vertrauen nach dem ersten Sieg und Langenthal, weil das «Unplugged»-Set vorbei und das Team wieder mit Strom unterwegs ist.

Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

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