AMICITIA ZÜRICH - KRIENS 34:25: Dezimierter HC Kriens ist chancenlos

Wunder passieren im Sport selten. Und wenn, dann muss man sie sich verdienen. Das muss auch der HC Kriens nach einer Serie von Erfolgserlebnissen erfahren.

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Der Krienser David Nyffenegger (in Schwarz) gegen Daniel Fellmann und Andy Schmid von Amicitia. (Bild EQ)

Der Krienser David Nyffenegger (in Schwarz) gegen Daniel Fellmann und Andy Schmid von Amicitia. (Bild EQ)

Ohne den wegen Schmerzen am Samstag abend hospitalisierten Dani Schmid unterlag das Krienser Kader im abschliessenden Spiel gegen Meister Amicitia mit 25:34 (11:18). Die «ehrenvolle» Niederlage nützte aber nichts: Weil sowohl Pfadi als auch Wacker Thun ihre Spiele gewannen, muss der HC Kriens zusammen mit dem RTV Basel in der Abstiegsrunde antreten.

Zu viel lief schief in Zürich. Das zeigte sich schon mit Spielbeginn. 0:4 lag der HC Kriens hinten, als ihm das erste Tor gelang. Bis dahin hatte der HCK noch keinen Abschlussversuch geschafft, sondern hatte sich verhaspelt oder den Ball verloren. Grund dafür war wohl, dass Improvisieren angesagt war. Denn mit Dani Schmid war eine der wirkungsvollsten Krienser Aufbauer nicht mehr einsetzbar. Sein «Stellvertreter» Boris Stankovic machte seine Sache zwar recht, konnte die entstandene Lücke aber nicht über 60 Minuten auffüllen. Dazu kam, dass auch viele andere Krienser nicht in Bestform aufliefen. Okan Yalciner liess seine Möglichkeiten nur phasenweise aufblitzen, womit im Rückraum zu viel auf den Schultern von David Nyffenegger lastete.

Realistischerweise konnte aber auch nicht mit einem Punktgewinn gegen Ami gerechnet werden. Deshalb platzte für den HC Kriens der Finalrundentraum auch nicht im Spiel gegen Ami, sondern viel früher.

Jetzt steht das Team vor der Abstiesgrunde. Es hat genügend Charakter, um diese mit Glanz hinter sich zu bringen. Ein Ziel gibt es noch diese Saison: Sieger der Abstiegsrunde zu werden. Das würde auch heissen, den RTV Basel zu bezwingen und damit den «Fluch» zu besiegen, mit dem der Fall in die Abstiegsrunde nach dem Unentschieden in der Krauerhalle eigentlich begann. Weil die Punkte aus der Qualifikation mitgenommen werden, startet der HC Kriens mit 23 Punkten – GC weist als Tabellenelfter deren 5 auf. Würde GC alle Spiele der Abstiegsrunde gewinnen, müsste Kriens aus den 10 Spielen der Abstiegsrunde noch drei Punkte holen, um auch rein rechnerisch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Diese «Messlatte des Minimalismus» aber kann, darf und wird für den HCK nicht gelten.

Jetzt gilt es bereits, mit Blick auf die kommende Saison einen Schritt nach vorne zu machen. Und das kann das Team auch in der Abstiegsrunde. Denn jetzt kann man vom Team Erfolge erwarten, in der Finalrunde hätte man ihm wohl Niederlagen verziehen...

Benedikt Anderes/HC Kriens

Amicitia Zürich - HC Kriens 34:25 (18:11)
Saalsporthalle Zürich – 150 Zuschauer – SR Wyss/Zowa.

Torfolge: 4:0, 6:2, 8:4, 11:5, 12:6, 14:8, 17:10, 18:11; 23:11, 23:13, 25:14, 27:15, 28:16, 30:16, 21:19, 32:21, 33:2:2, 34:24, 34:25.

Strafen: Kriens 2, Ami 1 x 2 Minuten.

Amicitia: Vaskevicius/Bringolf (31.); Fellmann (1), Löke, Hess (2), Schmid (8/2), Basic (11/1), Vukelic (2), Buri, Hüsser, Stranovsky (3), Svajlen (2), Behrends (5), Antl.

HC Kriens: Schelbert/Portmann (14.-41.), Müller, Mitrovic (1), Schlegel, Nyffeneger (4), von Deschwanden (1), Tschannen (3), Stankovic (5), Yalciner (4), Bislimi (3), Willisch (3), Zimmermann.

Bemerkungen: Kriens ohne Dani Schmid (Spitaleinlieferung wegen Schmerzen, Grund noch nicht bekannt). Zimmermann verletzt nicht eingesetzt. Pascal Willisch (HCK) als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet.