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Andy Schmid will es nochmals wissen

Nach einem Jahr Pause kehrt Spitzenhandballer Andy Schmid (34) zurück in die Schweizer Nationalmannschaft. Sein Ziel: Die junge Mannschaft zu unterstützen und seine internationale Karriere mit einem Happy-End beschliessen.
Cyril Aregger
Handball-Nationalspieler Andy Schmid in der Bossard-Arena, wo am 12. Juni das Rückspiel der WM-Playoffs gegen Norwegen stattfinden wird. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 16. Mai 2018))

Handball-Nationalspieler Andy Schmid in der Bossard-Arena, wo am 12. Juni das Rückspiel der WM-Playoffs gegen Norwegen stattfinden wird. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 16. Mai 2018))

Seit 2010 spielt Andy Schmid bei den Mannheimer Rhein-Neckar-Löwen in der Bundesliga. In den letzten vier Jahren wurde der Luzerner jeweils zum wertvollsten Spieler der Liga gekürt. Für die beiden WM-Playoff-Spiele gegen Norwegen (Hinspiel am 9. Juni in Stavanger, Rückspiel am 12. Juni in der Zuger Bossard-Arena) kehrt Schmid ins Nationalteam zurück – nicht für ein kurzes Gastspiel, sondern als längerfristiges Engagement, wie er und Nationaltrainer Michael Suter am Mittwoch an einer Medienkonferenz in der Bossard-Arena betonten.

Andy Schmid, nach einem Jahr Pause spielen Sie wieder in der Nationalmannschaft. Weshalb?

Zum einen wegen der im Herbst beginnenden Qualifikation für die EM 2020 in Österreich, Schweden und Norwegen, wo erstmals 24 Nationen teilnehmen werden. Da haben wir wieder eine realistische Chance auf eine Qualifikation – und ich möchte meine internationale Karriere mit einem Happy-End abschliessen. Ausserdem werde ich für den Verband als Markenbotschafter tätig sein können – das wird mir Blicke hinter die Handball-Kulissen erlauben.

Was werden Sie als Botschafter für Aufgaben haben?

Das ist noch nicht alles klar definiert. Es gibt sicher repräsentative Aufgaben, dazu werde ich vielleicht bei Sponsoring-Gesprächen mit dabei sein oder junge Spieler bei ihrem Wechsel ins Ausland unterstützen. Ich werde Erfahrungen sammeln können, die mir nach dem Abschluss der aktiven Karriere helfen können.

Beim HC-Kriens -Luzern hofft man darauf, dass Sie in die Zentralschweiz zurückkehren. Muss der HCK seine Hoffnungen nun beerdigen?

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Mein Vertrag bei den Löwen läuft noch bis 2020. Danach möchte ich noch ein, zwei Jahre weiterspielen – und mit meiner Frau und den zwei Kindern zurück nach Luzern ziehen.

In einem Interview sagten Sie kürzlich, dass Ihre Präsenz die anderen Nati-Spieler gar etwas bremsen könnte.

Gerade junge Spieler haben noch zu viel Respekt, spielen den Ball lieber zu mir, als selber etwas zu versuchen. Doch ich bin überzeugt: Je mehr ich dabei sein werde, desto weniger werden die Spieler blockiert sein. Ich werde zusammen mit Trainer Michael Suter die richtige Rolle für mich in unserem Spiel finden.

Wie könnte diese Rolle aussehen?

Die jungen Wilden gehen voran – ich laufe hinten nach. Ich will meine Erfahrung einbringen und das junge Team in den schwierigen Phasen unterstützen.

Vor der EM-Quali kommen noch die Playoff-Spiele für die WM 2019 gegen Norwegen, das 2017 Vizeweltmeister wurde und dieses Jahr an der EM nur knapp die Halbfinals verpasste.

Norwegen ist seit einigen Jahren Weltklasse. Aber wir haben schon bewiesen, dass wir auch gegen starke Teams mitspielen können.

Das Rückspiel findet in der Bossard-Arena statt, es wird Ihr erster Auftritt in Ihrer Heimat seit fast zehn Jahren. Ein spezielles Erlebnis?

Auf jeden Fall, ich freue mich sehr darauf. Endlich kann ich wieder einmal ein Spiel vor meinen Freunden bestreiten.

Im Klub läuft es Ihnen diese Saison wieder sehr gut. Mit den Löwen sind Sie dieses Jahr erstmals Pokalsieger geworden – im elften Anlauf.

Im Klub herrschte grosse Erleichterung, dass dieser Makel endlich getilgt wurde. Ich hoffe, der Titel gibt uns für die Meisterschaft den nötigen Schub.

Es sind noch vier Spiele zu absolvieren, Ihr Team liegt mit zwei Verlustpunkten Vorsprung an der Spitze. Folgt nach dem ersten Pokalsieg nun gleich das Double?

Ich hoffe es. Die deutsche Meisterschaft steht über allem.

Und Sie persönlich könnten zum fünften Mal in Folge zum wertvollsten Spieler der Liga gekürt werden.

Das zählt für mich nicht besonders viel. Diesen Titel gebe ich liebend gerne ab, wenn wir dafür die Meisterschaft gewinnen.

Zwei Topspiele in der Region

(ca) Premiere in der Zuger Bossard-Arena: Wo sonst die EVZ-Profis übers Eis gleiten, wird am 12. Juni (18.15 Uhr) zum ersten Mal Handball gespielt. Im WM-Playoff-Rückspiel gegen Norwegen geht es für die Schweizer Männer-Nationalmannschaft um ein Ticket für die WM 2019 in Deutschland und Dänemark. 7200 Zuschauer – so viel wie bei einem Eishockeyspiel – können das Spiel gegen Vizeweltmeister Norwegen besuchen. 1500 Tickets sind bereits verkauft, gab der Schweizerische Handballverband am Mittwoch an einer Medienkonferenz in der Bossard-Arena bekannt.

Schweizerinnen vor dem grossen Coup?

Das grosse Spiel der Schweizer Handballfrauen findet bereits am 30. Mai (20 Uhr) in der Stadthalle Sursee statt: Mit einem deutlichen Sieg gegen die Kroatinnen könnten sich die Schweizerinnen zum ersten Mal überhaupt für eine EM-Endrunde qualifizieren. Gewinnen Sie gegen die Kroatinnen, fahren die Schweizerinnen im Dezember nach Frankreich.

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