Interview

Angezählter FCL-Trainer Häberli: «Ich weiss, in welcher Situation ich bin»

Thomas Häberli hat erstmals nach der scharfen Kritik von FCL-Sportchef Remo Meyer an seiner Arbeit Stellung bezogen. Häberli wirkte am Montag nach dem Training gefasst und zielorientiert.

Daniel Wyrsch
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FCL-Trainer Thomas Häberli zur Zusammenarbeit mit Sportchef Remo Meyer: «Wir haben immer alles offen besprochen.»  (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Zürich, 30. Oktober 2019)

FCL-Trainer Thomas Häberli zur Zusammenarbeit mit Sportchef Remo Meyer: «Wir haben immer alles offen besprochen.»  (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Zürich, 30. Oktober 2019)

Wie fühlen Sie sich eine Woche nach dem vielbesprochenen Interview von Sportchef Remo Meyer und fünf Tage vor dem nächsten Spiel am Samstag auswärts gegen den FC Zürich?

Thomas Häberli: Ich bin mit der Mannschaft auf dem Platz gewesen, wir haben trainiert und freuen uns auf den Match gegen Zürich. Das ist Fussball, das nächste Spiel ist immer das wichtigste. Und es ist alles kommentiert worden, da muss ich nichts mehr dazu sagen.

Die sehr scharfe Kritik wirkte wie eine Demontage des Trainers. Was denken Sie über dieses Interview?

Wie bereits erwähnt, ich muss dieses Interview (mit Zentralplus; Anm. der Red.) nicht weiter interpretieren oder kommentieren - es wurde dazu alles gesagt.

Die Arbeit mit der Mannschaft ist für Sie vergangene Woche und nun zu Beginn der zweiten Woche der Länderspielpause normal weitergegangen?

Genau.

Hat es nach dieser Geschichte harte Worte im Vieraugengespräch mit dem Sportchef gegeben?

Wir haben das Interview angesprochen, das ist auch richtig. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Aber Sie haben Remo Meyer schon offen Ihre Meinung kundgetan?

Das macht Remo, das mache ich - das ist eigentlich immer so und nicht aussergewöhnlich. Ob wie jetzt ein Interview gewesen ist oder nicht, wir haben immer alles offen besprochen. Das war auch jetzt der Fall.

Ist die Partie in Zürich gegen den FCZ ein Schicksalsspiel für Sie?

Nein. Es sind, so sehe ich es, sieben Mannschaften, die nicht zufrieden sind. Dazu gehören auch wir. Dann gibt es in der Tabelle noch die ersten drei Teams, die bis jetzt zufrieden sein dürfen. Sieben Klubs haben sich mehr erwartet, wir natürlich auch. Jetzt kommt das nächste Spiel, dann das übernächste. Anschliessend geht's weiter.

Glauben Sie, wenn der kommende Match gegen den FCZ misslingt, dass es noch ein übernächstes Spiel für Sie gibt?

Diese Frage stellt sich mir überhaupt nicht.

Positiv gesehen könnte es am Samstag im Letzigrund auch einen Befreiungsschlag geben.

Ich nehme Spiel für Spiel. Ich weiss, in welcher Situation ich bin. Ich weiss, dass das nächste Spiel wichtig ist. Am Samstag fahren wir nach Zürich, eine Woche später kommt St. Gallen zu uns.