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Handball-Goalie Paul Bar: Auf den Rückschlag soll ein Titel folgen

Der HC Kriens-Luzern empfängt am Samstag (18.00) den RTV Basel zum ersten NLA-Heimspiel der Saison. Goalie Paul Bar freut sich auf seinen ehemaligen Konkurrenten.
Stephan Santschi
Paul Bar, Torhüter des HC Kriens-Luzern. (Bild: PD)

Paul Bar, Torhüter des HC Kriens-Luzern. (Bild: PD)

Der eine hatte eine Abwehrquote von 43 Prozent und war massgeblich am 28:25-Sieg seiner Mannschaft beim TV Endingen beteiligt. Der andere stand auf verlorenem Posten, wehrte bei der 27:36-Niederlage gegen St. Otmar St. Gallen nur 13 Prozent der Bälle ab. Die Rede ist vom Krienser Goalie Paul Bar und seinem Antipoden beim RTV Basel, André Willimann.

Beide standen die letzten beiden Jahre gemeinsam beim HC Kriens-Luzern unter Vertrag und waren damit interne Konkurrenten. Heute Samstag (18.00) treffen sie in der zweiten NLA-Runde als Gegner aufeinander, wenn die Basler in der Krienser Krauerhalle gastieren. «Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis zueinander», erklärt Paul Bar. «Während dem Spiel werde ich das aber ausblenden.»

Kurz nach dem Geburtstag reisst das Kreuzband

Für ihn, den bald 29-jährigen Deutsch-Polen, ist es auch ohne dieses Wiedersehen ein besonderer Tag. Erstmals seit fast einem Jahr wird sich Bar wieder seinem Heimpublikum in einem Ernstkampf präsentieren können. Erst letzte Woche gab er sein NLA-Comeback nach einer schweren Knieverletzung. Passiert war es am 15. September 2018, nur zwei Tage nach seinem 28. Geburtstag. Beim Auswärtsspiel gegen Suhr Aarau verdrehte er sich bei einer Abwehraktion das Knie. Die Diagnose: Kreuzbandriss und angerissener Meniskus. Zwei Wochen später wurde er operiert.

Noch nie in seiner Karriere fiel Paul Bar so lange aus, «zu Beginn war ich deshalb schon niedergeschlagen». Er habe sich aber bald an Sportlern orientiert, die nach einer erzwungenen Auszeit noch stärker zurückkamen. Als Beispiel nennt er den deutschen Rechtsaussen Marius Steinhauser, bei dem sogar zweimal das Kreuzband riss und der anschliessend mit den Rhein-Neckar Löwen und Flensburg-Handewitt vier Meistertitel in Serie gewann. Bar:

«Körperlich fühle ich mich fitter als vor meiner Verletzung.»

Titel gewinnen − mit dieser Absicht stiess Paul Bar im Jahr 2016 eigentlich von GC Amicitia Zürich nach Kriens. «Etwas Grosses» wolle er mit diesem Team erreichen, sagte er damals. Geklappt hat es bisher nicht, letzte Saison musste Kriens-Luzern sogar in die Abstiegsrunde. «Wir hatten viele Wechsel, mit Heiko Grimm einen spontanen Trainerabgang und mit dessen Nachfolger Goran Perkovac einen neues Konzept einzustudieren. Darunter litt die Stimmung in der Mannschaft.» Nun aber sei die Ausgangslage gegeben, um erfolgreich zu sein. «Ich möchte in den Playoff-Final und den Cup gewinnen.»

Den eigenen Vater aus dem Tor verdrängt

Hierzu soll der 1,88 Meter grosse Paul Bar mit seinen Paraden einen wichtigen Teil beitragen. Das Gefühl, das er in Endingen gehabt habe, sei gut gewesen, allerdings habe er noch viel Potenzial nach oben.

Der Werdegang von Paul Bar zum Topgoalie ist speziell: Bis ins Alter von 18 Jahren spielte er im Rückraum und nur ab und zu im Tor. Dann wechselte er in die vierte deutsche Liga nach Altensteig und bildete dort mit seinem Vater das Torhütergespann. «Nach drei Spielen hatte ich ihn als Nummer eins verdrängt», erzählt Paul Bar und lacht. Mittlerweile ist er selber Vater, mit der zweijährigen Emma und seiner Partnerin Rebecca lebt er in Horw. «Alles ist tipptopp», sagt er. Auch, weil er endlich wieder wettkampfmässig zwischen den Pfosten stehen kann.

Handball NLA Männer, 2. Runde. Samstag, 18.00: Kriens-Luzern – RTV Basel. – Sonntag, 16.00: Suhr Aarau – Kadetten Schaffhausen. – 17.00: St. Otmar St. Gallen – GC Amicitia Zürich. – Am Donnerstag: BSC Bern – Endingen 28:24. – Am Mittwoch: Wacker Thun – Pfadi Winterthur 24:25.

Rangliste: 1. BSV Bern 2/3. 2. Pfadi Winterthur 2/3. 3. St. Otmar St. Gallen 1/2. 4. Kadetten Schaffhausen 1/2. 5. Suhr Aarau 1/2. 6. Kriens-Luzern 1/2. 7. GC Amicitia Zürich 1/0. 8. RTV Basel 1/0. 9. Wacker Thun 2/0. 10. Endingen 2/0.

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