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FCL-Spieler Marvin Schulz fühlt sich auf der neuen Position zu Hause

Marvin Schulz zieht im Luzerner Mittelfeld die Fäden. Als Innenverteidiger wurde er oft kritisiert, in der offensiven Rolle wird er immer besser. Schulz zeigt, warum Lucien Favre einst von ihm schwärmte.
Raphael Gutzwiller
Je länger er in Luzern spielt, desto besser wird er: Marvin Schulz (links). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))

Je länger er in Luzern spielt, desto besser wird er: Marvin Schulz (links). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 25. November 2018))

Auch Marvin Schulz hatte noch die Chance auf dem Fuss gehabt. Nach einem Freistoss von Pascal Schürpf, der an die Latte geknallt war, landete der Ball in der 92. Minute vor seinen Füssen. Doch auch Schulz, der bis zur U18 noch als Stürmer gespielt hatte, erzielte das fällige 1:1 nicht. Sein Versuch strich am Sittener Tor vorbei. Am Ende lautete das Resultat am Samstag zwischen Sion und Luzern 2:0 für die Gastgeber.

Trotz der Niederlage zeigte der FCL eine gute Leistung. Sehr aufsässig und spielstark agierten die Innerschweizer, die eigentlich fast alles richtig gemacht haben – ausser das Toreschiessen. Vor allem in der ersten Halbzeit überzeugte der FCL spielerisch, was auch an demjenigen lag, der im Mittelfeld erneut die Fäden zog: Marvin Schulz. Seit seinem bärenstarken Auftritt Anfang Oktober bei den Berner Young Boys (3:2), als er seine Topleistung mit einem Tor krönte, agiert der einstige Innenverteidiger im Mittelfeld. Trotz mehreren verletzten Verteidigern ist der 23-Jährige nicht mehr aus dem Luzerner Mittelfeld wegzudenken. «Es macht einfach Spass dort zu spielen», sagt Schulz dazu. «Mir kommt es entgegen, dass ich mich mehr in die Offensive einschalten kann.» Tatsächlich überzeugt der Deutsche aus Mülheim an der Ruhr in Nordrhein-Westfalen immer mehr. Seine zahlreichen Kritiker zu Beginn seiner Zeit in Luzern sind inzwischen verstummt.

Lucien Favre: «Merken Sie sich den Namen»

Schlagzeilen machte der Name Marvin Schulz bereits bevor er je einen Ernstkampf mit den Profis bestritten hatte. Der damalige Gladbach-Trainer Lucien Favre schwärmte 2015 öffentlich vom jungen Eigengewächs. «Merken Sie sich diese Namen», sagte Favre in der «Süddeutschen Zeitung». Er zählte auf: Marvin Schulz, Mahmoud Dahoud, Andreas Christensen und Nico Elvedi. Dahoud spielt heute bei Dortmund, Christensen bei Chelsea, Elvedi ist bei Gladbach gesetzt und spielt in der Schweizer Nationalmannschaft. Nur der Name von Marvin Schulz hat man sich im deutschen Fussball nicht dauerhaft gemerkt.

Als der FC Luzern im Sommer 2017 Marvin Schulz verpflichtete, war das Talent von damals schon fast vergessen. Dabei war Schulz erst 22-jährig. Nur auf acht Bundesligaspiele, ein Cupspiel und zwei Champions-League-Einsätze hatte er es bei Borussia Mönchengladbach gebracht. Nach seinem Debüt im August 2015 im deutschen Cup gegen den FC St. Pauli spielte er sich zwar rasch in die Bundesliga-Startelf in der Innenverteidigung, doch sein Trainer und Förderer Lucien Favre trat nach einer Niederlagenserie zurück. Dessen Nachfolger André Schubert setzte nicht mehr auf Schulz. Es kam sogar noch schlimmer: Zuerst fehlte er wegen einem grippalen Infekt für mehrere Partien, später wegen einer Adduktorenverletzung für eine ganze Saison. Nach auskurierter Verletzung kam Schulz 2017 nach Luzern, um endlich wieder Spielpraxis zu sammeln. Und seine Leistungen gleichen einem Steigerungslauf, je länger er in Luzern spielt, desto besser wird er.

Auch wenn Schulz kein Geheimnis daraus macht, dass er irgendwann auf eine Rückkehr in die Bundesliga hofft, sagt er: «Hier lässt es sich gut leben. Ich fühle mich in Luzern sehr wohl.» Auf Instagram posiert der Hip-Hop-Fan mit den Luzerner Rappern Marash & Dave oder auf einem Boot auf dem Vierwaldstättersee. Wie gut es ihm bei Luzern gefällt, zeigt Schulz derzeit auch auf dem Platz.

Marvin Schulz posiert auf dem Vierwaltstättersee. (Quelle: Instagram)

Marvin Schulz posiert auf dem Vierwaltstättersee. (Quelle: Instagram)

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