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AUFSTEIGER: Michael Budmiger, ein bescheidener Topskorer

Die Vorfreude beim FC Perlen-Buchrain ist gewaltig. Denn erstmals in der 96-jährigen Geschichte des Vereins schaffte man den Aufstieg in die 2.-Liga-inter. Auch dank eines kaltschnäuzigen Ausnahmetalentes.
Ruedi Vollenwyder
Michael Budmiger erzielte in sechs Vorbereitungsspielen 13 Tore. (Bild Dominik Wunderli)

Michael Budmiger erzielte in sechs Vorbereitungsspielen 13 Tore. (Bild Dominik Wunderli)

Der Name des Perler Erfolgsgaranten: Michael Budmiger. Beruflich ist der bescheidene 36-jährige als technischer Administrator «in der Welt des sauberen Wassers» (Picatech Huber AG, Horw) engagiert, auf dem Fussballplatz zeichnet er für «pickfeine Tore» verantwortlich. In den letzten drei 2.-Liga-Saisons (dreimal Torschützenkönig) traf der eher schmächtig gebaute, aber laufstarke und ehrgeizige Topskorer für den FC Perlen-Buchrain sage und schreibe 73 Mal ins gegnerische Netz. Und dass er nichts von seiner Torgefährlichkeit eingebüsst hat, bewies er in den sechs Vorbereitungsspielen (fünf Siege, ein Unentschieden), in denen er 13 Mal ins gegnerische Tor traf.

Ein grosses Vorbild

«Keine Frage, Michael Budmiger ist für mein Team ein wichtiger, vielleicht etwas grösserer Mosaikteil im gesamten Mannschaftsgefüge. Seine Tore sind Teil unseres Erfolges», weiss Perlens Trainer Saba Velic, der in der dritten Saison den Aufsteiger betreut. «Sicher, sein Torinstinkt ist einmalig. Um aber erfolgreich zu sein, braucht auch der Ausnahmekönner die konsequente Unterstützung des ganzen Teams.»

Der Perler Captain lernte das Fussball-Abc beim FC Hochdorf, wechselte zum FC Schötz (1. Liga), ehe er seine Torgefährlichkeit in der NLB (SC Kriens/SC Cham) unter Beweis stellte. «Ich habe aber schnell gemerkt, dass die NLB für mich in der sportlichen Leiter die höchste Sprosse ist», blickt Michael Budmiger auf seine Karriere zurück. Hat er denn in seiner Planung etwas falsch gemacht? «Aus meiner Sicht nicht. Es fehlte halt das Quäntchen Glück, das es braucht, um vorwärts zu kommen. Ich habe es versucht. Aber jetzt bin ich beim FC Perlen um so glücklicher», sagte er mit einem Schmunzeln im Gesicht. «Und wenn ich einmal ins zweite Glied zurücktreten werde, wir mir einiges fehlen.» So erwähnt er den sensationellen Teamgeist, die Besuche von Bundesligaspielen oder die stimmungsvollen Skiweekends. Doch ans Aufhören denkt der Topskorer noch nicht. «Ich war vor einem Saisonstart noch nie so fit wie gerade jetzt.» Und dieser Fitnessstand ist eine Warnung an die Adresse der gegnerischen Torhüter. Gibt es ein Rezept für Budmigers Torgefährlichkeit? «Nein, nein! Ich gehe in jedem Spiel eben dorthin, wo es weh tut. Im ­Grunde genommen bin ich als Mittelstürmer schon ‹eine arme Sau› und muss körperlich viel einstecken. Aber das ist mein Spiel. Ich will immer das Beste für mein Team herausholen.» Seine Geduld, sein Ehrgeiz und seine Bereitschaft, auch heute immer noch etwas dazuzulernen, machen den Ausnahmekönner in Sachen Toreschiessen zum Teamleader.

Trainer Saba Velic ist denn auch des Lobes voll über sein «erfolgreichstes Pferd im Stall». «Er ist eine wichtige Stütze im Team. Als Captain und auch als Mensch. Die jungen Spieler schauen bewundernd zu ihm hinauf. Mit seinem Einsatz ist er für die Youngsters ein grosses Vorbild im Verein.»

Keine finanziellen Abenteuer

Trotz des doch etwas überraschenden Aufstiegs in die 2. Liga inter ist man beim FC Perlen «auf dem Boden» geblieben. Sportchef Kurt Wiederkehr: «Diese erstmalige Promotion wird für uns Vereinsverantwortliche und auch für die Spieler zu einem Abenteuer.» Ein Abenteuer, bei dem sich der FC Perlen-Buchrain nicht in die Irre führen lässt. «Nachdem der Aufstieg feststand, war uns von vorneherein klar, dass wir uns aus finanzieller Sicht auf keine Risiken einlassen», sagt der langjährige, erfahrene Sportchef. «Wir stellen uns der neuen, mit hohen Hürden gespickten Herausforderung, sind aber auch nicht ‹zu Tode betrübt›, wenn das Abenteuer 2. Liga inter nach nur einer Saison zu Ende gehen würde.»

Sportanlagen abgenommen

Eine der hohen Hürden hat man beim FC Perlen schon übersprungen. Der schmucken Sportanlage Hinterleisibach wurde vom Verband für diese erste 2.-Liga-inter-Saison die Tauglichkeit zugesprochen. Jetzt liegt es am Team vom akribisch arbeitenden Trainer Saba Velic, diese Tauglichkeit auch sportlich zu untermauern. «Wir sind physisch parat, die Stimmung im Team ist sensationell. Jetzt freuen wir uns auf den ersten Match. Dass wir die 2.-Liga-inter-Premiere zudem mit einem Heimspiel gegen den FC Eschenbach starten können, ist umso erfreulicher.» Das Derby gegen den FC Eschenbach wird am Samstag um 17 Uhr angepfiffen.

Ruedi Vollenwyder

Zuzüge: Cornel Keller (Ägeri), Nicola Egli (Kriens II), Dario Wiederkehr (Perlen III), Nicolas Marlin (Ibach), Piero Ricci (Hergiswil II), Janik Bachmann (Junioren), Philipp Rigert (Adligenswil).

Abgänge: Simon Achermann (Senioren), Xhevat Shabani (Pause), Karl Feuchter (Senioren), Fabio Reinert (Pause), Beni Torlic (Pause), Daniel Ziswiler (Dietwil), Yanik Julen (Cham II), Dominik Gehrig (Perlen III).

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