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Interview

Roger Federer nach engem Spiel: «Als würde ich gegen mein Spiegelbild spielen»

Titelverteidiger Roger Federer (37) steht nach einem 7:6, 7:6, 6:3 gegen den Briten Dan Evans (ATP 189) in der dritten Rund der Australian Open. Gegner dort ist der Amerikaner Taylor Fritz (21, ATP 50).
Simon Häring
Roger Federer im Spiel gegen Daniel Evans. (Bild: Lukas Coch / EPA)

Roger Federer im Spiel gegen Daniel Evans. (Bild: Lukas Coch / EPA)

Roger Federer, das war ein hartes Stück Arbeit, woran lag es?

Roger Federer: Ich konnte nicht davonziehen. Aber Dan spielte sehr gut, ich auch. Die Brise, die Umstellung darauf, am Tag zu spielen, das machte es schwierig. Es war ein Katz-und-Maus-Spiel. Und weil er sehr ähnlich spielt wie ich, fühlte es sich ein wenig an, als würde ich gegen mein Spiegelbild spielen. Darum habe ich mir überlegt, wie ich damit umgehen würde.

Sie sind 37 Jahre alt, passen Sie sich da in der Vorbereitung an?

Nicht unbedingt. Man geht Ende Jahr in die Ferien, arbeitet hart und kommt verjüngt zurück. Anfang Jahr ist es für alle gleich: Jeder ist bereit und frisch. Sicher mache ich mehr Pausen und trainiere mal einen Tag nicht, was frühernie der Fall war. Aber ich habe das Vertrauen, dass ich auch in zwei, drei Tagen noch Tennis spielen kann. Hätte ich das nicht herausgefunden, wäre ich heute sicher nicht mehr auf der Tour.

In diesem Jahr wird mit neuen Bällen gespielt, was halten Sie davon?

Im ersten Moment dachte ich: ‹Oh Gott, oh je.› Logisch hätte ich lieber die alten Bälle, wenn Sie mich so fragen. Doch dann habe ich beim Hopman Cup sehr gut mit den neuen gespielt. Wir leben manchmal ein bisschen in der Vergangenheit und denken an die Beläge von früher. Damals ging es ab wie ein Zäpfli, wenn es heiss war. Ich denke, du kannst mit diesem Ball ein bisschen weniger Spin kreieren. Aber ich finde nicht, dass der Unterschied extrem ist.

Sie treffen nun auf den Amerikaner Taylor Fritz. Was erwarten Sie?

Er ist ein Junger, der spürt, dass dies sein grosser Durchbruch sein könnte. Ich habe einmal in Stuttgart gegen ihn gespielt. Doch das ist keine echte Referenz, weil es dort so schnell geht und du kaum einen Rhythmus hast. Er spielt so, wie alle in dieser Generation: Hart von der Grundlinie, immer das gleiche. Es liegt an mir, das mit Variation ein bisschen aufzulockern.

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