AUSTRALIAN OPEN: Sensationeller Wawrinka schlägt Nadal

Grossartig: Mit einer herausragenden Leistung schlägt Stanislas Wawrinka Rafael Nadal in 4 Sätzen und holt damit seinen ersten Grand-Slam-Titel. Der Schweizer ist mit diesem Erfolg neu die Nummer drei der Tenniswelt.

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Stanislas Wawrinka spielt ene der besten Forehands auf der Tour. (Bild: Keystone)

Stanislas Wawrinka spielt ene der besten Forehands auf der Tour. (Bild: Keystone)

Emotionale Siegerehrung für den neuen Grand-Slam-Champion. Stanislas Wawrinka ist der erste Spieler, der in einem Grand-Slam-Turnier gegen Novak Djokovic und Rafael Nadal gewinnen konnte. Ein von seinen Gefühlen übermannter Wawrinka: «Ich weiss nicht ob ich am Träumen bin oder nicht, morgen weiss ich mehr.»

Was für ein Spiel – was für ein fantastischer Wawrinka! In seinem ersten Grand-Slam-Final holt sich der Romand gleich seinen ersten Sieg. Er bezwingt die Welt Nummer eins, Rafael Nadal, hochverdient mit 6:3, 6:2, 3:6 und 6:3. Wawrinka dominierte den Spanier über weite Strecken der Partie, liess sich lediglich durch das Medical Time Out des Spaniers kurzzeitig aus der Fassung bringen.

Wawrinka gewinnt das Australian Open 2014! (Bild: Keystone)
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Stanislas Wawrinka triumphiert in Melbourne. (Bild: Keystone)
Nadal ist sichtlich geschlagen. (Bild: Keystone)
Stanislas Wawrinka triumphiert in Melbourne. (Bild: Keystone)
Wawrinka gewinnt das Australian Open 2014! (Bild: Keystone)
Rafael Nadal gratuliert Stanislas Wawrinka nach dem Match. (Bild: Keystone)
Wawrinka wird mt dem Sieg die Weltnummer 3. (Bild: Keystone)
Rafael Nadal leidet während des Finals. (Bild: Keystone)
Nadal muss sich behandeln lassen. (Bild: Keystone)
Nadal ist angeschlagen. (Bild: Keystone)
Stanislas Wawrinka beim Finalspiel. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
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Rafael Nadal beim Aufschlag. (Bild: Keystone)
Rafael Nadal leidet während des Finals. (Bild: Keystone)
Rafael Nadal während des Finals. (Bild: Keystone)
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Rafael Nadal leidet während des Finals. (Bild: Keystone)
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Der Waadtländer wird mt dem Sieg die Weltnummer 3. (Bild: Keystone)
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Rafael Nadal während des Finals. (Bild: Keystone)
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Rafael Nadal während des Finals. (Bild: Keystone)

Wawrinka gewinnt das Australian Open 2014! (Bild: Keystone)

Und noch einmal ein Re-Break. Stanislas Wawrinka führt mit 5:3 im vierten Satz und schlägt zu seinem ersten Grand-Slam-Sieg auf.

Das darf nicht wahr sein. Rafael Nadal findet die richtige Antwort und holt sich umgehend das Re-Break zum 3:4. Der Spanier lässt sich einfach nicht unterkriegen. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit für den Schweizer.

Endlich! Stansilas Wawrinka nutzt wieder einmal eine seiner zahlreichen Brea-Chancen und geht mit 4:2 im vierten Satz in Führung.

Die Verletzung von Rafael Nadal scheint wie weggeblasen. Wer Böses denkt könnte davon ausgehen, dass sein Medical-Time-Out im zweiten Satz in Tat und Wahrheit ein taktisches Time-Out war. So oder so: Wawrinka ist wieder im Spiel und führt im vierten Satz mit 3:2.

Stansislas Wawrinka findet wieder ins Spiel zurück. Den Verlust des dritten Satzes mit 3:6 kann er allerdings nicht verhindern. Wenn Wawrinka sich nicht weiterhin von Nadals (scheinbaren) Problemen ablenken lässt, besitzt er nach wie vor beste Chancen auf seinen ersten Gran-Slam-Titel.

Angeschlagene Spieler sind am gefährlichsten. Diese alte Weisheit muss nun auch Stanislas Wawrinka am eigenen Leib erfahren. Ohne zu brillieren schafft der Spanier das Break zur 2:0-Führung im dritten Satz. Wawrinka liess sich durch die Verletzung Nadals offenbar aus dem Rhythmus bringen und ist völlig von der Rolle. Der Spanier führt im dritten Satz mit 3:0-

Auch der zweite Satz ist eine sichere Beute von Stanislas Wawirika. Er gewinnt den Durchgang klar mit 6:2. Nadal scheint nun wirklich grosse körperliche Probleme zu haben und lässt sich erneut vom Physiotherapeuten behandeln. Eine Aufgabe scheint für den Spanier aber (noch) kein Thema zu sein.

Zweites Break zum 4:1 im zweiten Satz für Stanislas Warinka. Der Schweizer ist klar der Chef in der Rod Laver Arena. Doch der Spanier scheint körperliche (möglicherweise aufgrund des starken Spiels von Wawrinka auch mentale) Probleme zu haben. Wawrinka lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken und führt mit 5:1 im zweiten Satz.

Nach einer knappen Stunde Spielzeit nimmt sich Rafael Nadal beim Stand von 2:1 für den Schweizer ein Medical Time-Out und verlässt gemeinsam mit dem Physiotherapeuten den Center Court. Wawrinka verlangt vom Schiedsrichter den Grund für die Auszeit, weil er vermutet, dass Nadal lediglich Zeit schindden will, um sich zu erholen. Doch der Schiedsrichter gibt, den Regeln durchaus entsprechend, dem Schweizer keine Auskunft. Wawrinka würde gut daran tun, sich aufs Geschehen auf dem Platz konzentrieren und sich nicht in einen verbalen Disput mit dem Schiedsrichter aufreibt.

Und wieder drei Break-Bälle für Wawrinka zu Beginn des zweiten Satzes. Und gleich den ersten nutzt er zur 1:0-Führung. Es ist schlicht unglaublich, was der Schweizer bislang in der Rod Laver Arena abliefert. Hoffentlich kann er dieses hohe Niveau durchhalten.

Absolute Weltklasse! Das ist die einzige Beschreibung, die der Vorstellung von Stanislas Wawrinka in diesem ersten Satz gerecht wird. Er dominierte Rafael Nadal (fast) nach Belieben und holt sich den ersten Durchgang hochverdient mit 6:3. Kaum zu Glauben: Wawrinka hat sogar noch etwas Luft nach ober, den nur jeder 3. seiner ersten Aufschläge kommen ins Feld. Wenn er diese Quote noch ein wenig verbessern kann, ist für den Schweizer alles möglich.

Stanislas Wawrinka startet gut in die Partie. Vor allem auf seine stärkste Waffe, die Vorhand, kann sich der Schweizer verlassen. Im vierten Spiel kommt Wawrinka denn auch prompt zu seinen ersten Breakbällen. Und gleich den ersten verwandelt er zur 3:1-Führung im ersten Satz.

Mit grossartigen Leistungen und Siegen über Novak Djokovic im Viertelfinal und Tomas Berdych im Halbfinal steht der Schweizer Tennisspieler Stanislas Wawrinka vor dem grössten Erfolg seiner Karriere. Zum Gewinn seines ersten Grand-Slam-Titel steht ihm mit Rafael Nadal allerdings die denkbar grösste Hürde ihm Weg.

Der Spanier ist aktuell die Nummer 1 der Welt und genau so präsentiert er sich derzeit auch auf dem Tennis-Court. Und obwohl er noch keinen direkten Vergleich mit Nadal für sich entscheiden konnte, geht Stanislas Wawrinka durchaus nicht chancenlos in diese Auseinandersetzung. Der Romand spielt in Melbourne in der Form seines Lebens, ist vor allem im Kopf stärker geworden und weiss genau, dass er jeden Spieler dieser Welt in die Knie zwingen kann.

Ernst Zimmerli / luzernerzeitung.ch