Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

AUTOMOBIL: Der letzte Rockstar

Am Sonntag, 25.03., ist die Formel 1 im australischen Melbourne in die neue Saison gestartet. Im Fokus steht Weltmeister Lewis Hamilton. Nicht nur wegen seines sportlichen Könnens.
Sascha Reuter
Liebt es, aufzufallen und sich auch ausserhalb der Rennstrecken in Szene zu setzen: Lewis Hamilton. (Bild: Clive Mason/Getty (Melbourne, 22. März 2018))

Liebt es, aufzufallen und sich auch ausserhalb der Rennstrecken in Szene zu setzen: Lewis Hamilton. (Bild: Clive Mason/Getty (Melbourne, 22. März 2018))

Sascha Reuter

«It’s Hammertime, Lewis!» Ein Funkspruch, der in der Formel 1 elektrisiert. Schliesslich wissen Fans und Konkurrenten, was er bedeutet: Hamilton darf es krachen lassen. Die Reifen müssen nicht mehr geschont werden, die Begrenzung der Motorleistung wird aufgehoben – er kann zeigen, wozu er in der Lage ist. Und das ist an guten Tagen nichts anderes als Perfektion. In solchen Momenten kann Lewis Hamilton (33) kein Konkurrent das Wasser reichen. Er ist ein Ausnahmekönner.

Doch nicht nur sein Talent unterscheidet ihn von den Kollegen. Auch sein Lebensstil ist aussergewöhnlich. Anders als beispielsweise Sebastian Vettel frönt Lewis Hamilton dem Jetset-Leben. Egal, ob es eine spontane Feier mit Kumpel Neymar in London ist, seine On-Off-Beziehung mit Sängerin Nicole Scherzinger oder das Tennisturnier in Wimbledon. Und er liebt es aufzufallen. Das sieht man auch an seinem Kleidungsstil. Die traditionell konservativen Wimbledon-Organisatoren verfielen 2015 in Panik, als Hamilton zum Final aufkreuzte – in einem mutig bunt gemusterten Hemd, grauer Hose und mit einem Strohhut. In der ­königlichen Loge, in die er geladen war, besteht Jackett- und Krawattenpflicht. Hamilton musste draussen bleiben.

Doch so präsentierte sich Hamilton nicht immer. In seiner Jugend wurde er als glatt und zurückhaltend beschrieben. Zwei Eigenschaften, die man heute nicht mehr mit dem Rockstar der Formel 1 in Verbindung bringen würde. Der Wandel kam im Laufe der Zeit. Zwei entscheidende Veränderungen waren dabei die Abnabelung von Vater Anthony – und der Wechsel von McLaren zu Mercedes.

McLaren hatte dem Briten den ­Einstieg in die Formel 1 ermöglicht. Am ­Anfang dieser Partnerschaft steht eine legendäre Geschichte aus Hamiltons Kindheit. Auf einer Automobilausstellung ging der zehnjährige Lewis auf den damaligen McLaren-Boss Ron Dennis zu und kündigte an: «Ich werde bald für Sie Rennen in der Formel 1 fahren. Und ich werde für Sie Weltmeister.» Gesagt, getan. 2007 debütierte er bei McLaren, wurde auf ­Anhieb WM-Zweiter, punktgleich vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso – dem Weltmeister der Jahre 2005 und 2006. Im Jahr darauf wurde Hamilton in São Paulo durch ein Überholmanöver in der letzten Kurve erstmals Weltmeister.

Hamilton will eine Show bieten

2013 verliess Hamilton seine Komfortzone, wechselte von seinem «Fa­milienteam» McLaren zu Mercedes und ­genoss die Freiheiten, die ihm das neue Team gewährte. Besonders gerne zeigt er sich bei Modeschauen und deutet immer wieder an, eines Tages selbst schöpferisch tätig zu werden. «Ich hasse es, das Gleiche zu tragen oder das Gleiche zu tun wie alle anderen», sagte der Brite einmal über sich selbst.

Trotzdem schafft er es immer wieder, auf den Punkt konzentriert zu sein. Dadurch konnte er 2014 und 2015 zwei weitere Male die WM gewinnen. Einzig 2016 wirkte er zu Beginn etwas abgelenkt – mit der Folge, dass Teamkollege Rosberg die ersten vier Rennen gewann und auf dieser Basis selbst zum ersten Mal Weltmeister wurde. Hamilton brannte auf Revanche, doch Rosberg trat zurück. Etwas, dass der Brite dem Deutschen bis heute übelzunehmen scheint.

Da Hamiltons neuer Teamkollege Valtteri Bottas bislang nicht als ernstzunehmender Herausforderer in Erscheinung trat, hofft Hamilton in diesem Jahr auf Konkurrenz aus den anderen Teams. Am liebsten wäre ihm ein Dreikampf mit Ferrari und Red Bull. Schliesslich will er sich mit den Besten duellieren. Eine Show bieten. Nicht nur abseits der Piste.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.