Bajrami gewinnt «Heimspiel»

Xhavit Bajrami verteidigte gegen Takenori Onda zum siebten Mal den WM-Titel. Es war ein Auftritt, der spektakulär zu Ende ging.

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Xhavit Bajrami (rechts) gegen Takenori Onda. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Xhavit Bajrami (rechts) gegen Takenori Onda. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

«Ganz Luzern steht in der Swiss Life Arena hinter Andy Hugs (verstorben 2000) Schüler Xhavit Bajrami», kündigte das Schweizer Boulevard-Blatt in der Freitagsausgabe die siebte Titelverteidigung gegen den japanischen 105-kg-Brocken Takenori Onda an. Doch die K 1 Fight Night, in welcher der 36-jährige Bajrami als Kämpfer und Organisator auftrat, war nicht der Publikumsmagnet, den sich «The Gentleman» Bajrami erhofft hatte. Lediglich rund 700 Schaulustige verirrten sich in die Swiss Life Arena, die mindestens 1500 Fans Platz geboten hätte. «Das schöne Wetter kostete uns bestimmt ein paar hundert Zuschauer», mutmasste einer der Organisatoren und schob nach, er würde sich auch für ein Picknick im Freien entscheiden, statt in eine Halle zu sitzen.

Fusstritt an die Schläfe

Bajrami wirkte austrainierter als der 37-jährige Takinori Onda. Der mehrfache japanische Meister, mit einer Bilanz von 40 Kämpfen und 27 Siegen (19 davon vorzeitig), agierte verhalten und überliess dem mehrfachen Weltmeister das Kommando im Ring. In der 4. Runde beendete Bajrami den zuvor wenig spektakulären Kampf äusserst spektakulär. Mit einem Fusstritt an die Schläfe schickte er den Japaner zu Boden. Der Japaner blieb minutenlang liegen, dürfte auch morgen auf dem Heimflug noch etliche Nachwirkungen spüren.

René Leupi