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Ball bleibt immer im Mittelpunkt

Andrea Schnellmann gewinnt bei einem FCL-Wettbewerb einen Startplatz für den Stadtlauf. Ausgerechnet sie, die Stadionspeakerin, bei der sich sonst doch alles um den Ball dreht.
Startbereit für Familienlauf durch die Luzerner Altstadtgassen: Georg und Andrea Schnellmann mit den Kindern Laurin und Noëmi.Bild Roger Grütter

Startbereit für Familienlauf durch die Luzerner Altstadtgassen: Georg und Andrea Schnellmann mit den Kindern Laurin und Noëmi.Bild Roger Grütter

Roland Bucher

Andrea Schnellmann sitzt seit vielen Jahren hoch oben im Stadion des FC Luzern. An jener Stelle nämlich, von der bei Heimspielen eine angenehme, klangvolle und kompetente Stimme wissen lässt: «Liebe Fussballfreunde, es freut mich, mitteilen zu dürfen: Heute sind in der Swissporarena 10 750 Zuschauer anwesend. Der FC Luzern bedankt sich für ihre Treue.»

Die sprachgewandte Luzernerin aus Kastanienbaum hat, so mutmasst sie, in ihrer bisherigen Amtszeit 7 Präsidenten, 17 Trainer und rund 200 Spieler kennen gelernt. Hans Meier, ihr Vater, zählt beim FC Luzern als Funktionär zu den Urgesteinen. Er bekleidet seit einiger Zeit das ehrenvolle Amt des Präsidenten des Gesamtvereins. «Der FC Luzern», sagt Andrea Schnellmann ohne Umschweife, «das ist ein Teil meines Lebens.» Den Stein respektive den Ball ins Rollen brachte vor bald 19 Jahren Speaker-Kompagnon Lukas Gresch, seines Zeichens der Staatsschreiber des Kantons Luzern: «Lukas hat mir den Job schmackhaft gemacht. Ich war sofort begeistert von dieser speziellen Aufgabe beim FC Luzern», sagt sie rückblickend.

Der Schock war zuerst grösser als die Freude

Wie es sich für einen treuen FCL-Anhänger geziemt, kritzelte sie sich – ohne Ambitionen, wie sie streng behauptet – bei der FCL-Verlosung für drei Startplätze am Luzerner Stadtlauf in den Wettbewerbsbogen ein. «Ich habe nie und nimmer daran geglaubt, dass ich als Gewinnerin gezogen werde», schmunzelt Andrea Schnellmann. «Als ich meinen Namen im Facebook unter den Gewinnern entdeckte, war der Schock zuerst wesentlich grösser als die Freude und die Überraschung. Die Andrea in Laufschuhen, habe ich spontan gedacht, das ist doch schlichtweg unmöglich.»

Wer, ein bisschen karikiert zusammengefasst, den «Schaden» hat, braucht natürlich für den Spott nicht zu sorgen. Ihr Kollege Daniel Frank, Marketing- und PR-Fachmann beim FC Luzern, habe natürlich schon schnell einmal geflachst: «Jetzt werden wir sehen, was du besser kannst: reden oder springen.» Doch die ersten Bedenken waren schnell verflogen: «Wenn ich etwas anpacke, dann mache ich das richtig», erwidert die zweimal 20 Jahre junge Frau («so haben mir die FCL-Spieler zu meinem 40. Geburtstag gratuliert»). Also habe sie die Aufgabe angepackt. Noëmi (11) und Laurin (7), ihre beiden Kinder, zum Abenteuer Stadtlauf zu bewegen, sei ein leichtes Unterfangen gewesen, rekapituliert Andrea Schnellmann die vergangenen hektischen Tage. Georg, ihren Ehemann, zum Mitmachen zu bewegen, sei indes eine grössere Überredungsübung gewesen.

Geschafft: Am Samstag starten Schnellmanns in der Familienkategorie, ohne das absolute Streben nach einer Spitzenzeit, aber «mit unerhört viel Spass im Rucksack». Die Zeit für eine professionelle Vorbereitung sei zu kurz gewesen, «deshalb nehmen wir es halt ganz gemütlich». Das ist auch gut so. Denn wie es sich für eine zu einem grossen Teil dem Sport verschriebene Familie gebührt, ist der Stadtlauf nur ein kleines, «aber nach ersten Bedenken sehr wichtiges» Mosaiksteinchen im Wochenendprogramm des agilen Quartetts aus Kastanienbaum.

«Den Stadtlauf werden wir so richtig geniessen»

Fahrplan gefällig? Freitagabend: Andrea lässt als Stadionspeakerin die Herzen der FCL-Fans bei jedem Treffer gegen den FC Basel höherschlagen. Samstagmorgen: «Tschutti»-Turnier mit Noëmi. Samstagnachmittag: lockerer Familienlauf durch die Luzerner Altstadtgassen. Sonntagmorgen: Fussball-Event mit Laurin. «Der Ball», rückt Andrea Schnellmann allfällige Forderungen nach einer Laufkarriere ins richtige Licht, «der wird bei uns immer im Mittelpunkt bleiben. Aber den Stadtlauf, den werden wir am kommenden Samstag so richtig miteinander geniessen.»

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