Trampolin
Bereit für den gemeinsamen Höhenflug an der ersten Elite-WM

Sylvie Wirth und Simone Scherer gehen ab Mittwoch an ihrer ersten Elite-WM in Sofia an den Start. Die Athletinnen wollen nicht nur Erfahrung sammeln, sondern auch resultatmässig überzeugen. Wenn alles passt, liegen die Top Ten in den Möglichkeiten.

Jonas Burch
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Setzen an der Elite-WM in Sofia zum grossen Sprung an: Sylvie Wirth (links) und Simone Scherer (rechts). Foto: ZVG.

Setzen an der Elite-WM in Sofia zum grossen Sprung an: Sylvie Wirth (links) und Simone Scherer (rechts). Foto: ZVG.

Wie schnell sich Wirth und Scherer aneinander gewöhnt haben, lässt sich nicht nur sehen, sondern vor allem auch hören. Nichts ist mehr übrig vom Solothurner Dialekt der Oltnerin, stattdessen ist Scherers Baselbieter Einschlag nicht zu überhören.

Die beiden 19-Jährigen kennen sich seit gut zehn Jahren, seit rund vier Jahren bestreitet das Duo gemeinsam Wettkämpfe im Synchronspringen. «Unsere Freundschaft geht längst über den Sport hinaus. Jede gönnt der anderen den Erfolg», sagt Sylvie Wirth.

Die beiden ergänzen sich perfekt

So teilen sich die Turnerinnen des NKL in Liestal die Siege in diesem Jahr ganz schwesterlich auf. Simone Scherer kürte sich zur Schweizer Meisterin im Einzelspringen, Sylvie Wirth entschied im Gegenzug den Wettkampf am Eidgenössischen Turnfest in Biel für sich. «Wir sind als Athletinnen eigentlich sehr unterschiedlich. Sylvie hat eine beeindruckende Körperspannung», weiss Scherer, «und Simone ist unglaublich wettkampfstark», legt Wirth nach.

Ambitioniert nach Bulgarien

Auch wenn die Elite-WM in Osteuropa für die Trampolinspringerinnen Neuland ist, reisen sie dennoch mit einem Rucksack voll nationaler und internationaler Erfahrung nach Bulgarien. Was besonders Selbstvertrauen gibt: Mitte September sprangen Wirth/Scherer am Weltcup im spanischen Valladolid zur Bronze-Medaille und wiederholten damit den Erfolg vom Vorjahr. «Wenn alles passt, können wir gemeinsam einen Platz in den Top Ten erreichen», zeigt sich Scherer selbstbewusst. «Wir haben für diese WM unser Programm nochmals verfeinert und neue Schwierigkeiten eingebaut», sagt Wirth weiter.

Schwerer Stand im Einzelspringen

Deutlich tiefere Erwartungen hat das Duo im Einzelspringen. Neben den Spitzennationen wie China, Kanada, England oder Russland liebäugeln die beiden jeweils mit einem Platz in den Top 30. «Über Resultate machen wir uns ohnehin keine grossen Gedanken. In erster Linie freuen wir uns einfach gemeinsam auf den Wettkampf», stellt Wirth klar. Getreu dem Motto: Geteiltes Glück ist doppeltes Glück.