Fussball
Der FC Oberwil meldet sich zurück in der höchsten regionalen Liga

Mit einem 4:1-Auswärtserfolg gegen den unmittelbaren Verfolger SC Binningen II sichert sich der FCO den 1. Platz in der Gruppe 3 der 3. Liga und kehrt damit nach langen Durstjahren wieder in die höchste regionale Klasse zurück.

Georges Küng
Drucken
Teilen
Spieler und Staff des FC Oberwil feiern auf dem Spiegelfeld in Binningen den Aufstieg in die 2. Liga regional.

Spieler und Staff des FC Oberwil feiern auf dem Spiegelfeld in Binningen den Aufstieg in die 2. Liga regional.

Roman Aeschbach

Der FC Oberwil hat turbelente Jahrzehnte hinter sich und drohte einst gar «zu verschwinden». Im Juni 2009 glückte, hauchdünn einen Zähler vor dem VfR Kleinhüningen, die Rückkehr in die 3. Liga. Und jetzt, im zweiten Amtsjahr von Franz Glaser als Trainer, meldet sich der FCO triumphal in der regionalen Zweitliga zurück.

Für Glaser (60) und seinen Assistenten Oezcan Sinan (der ex-Concordia-Akteur spielte einst in der zweiten türkischen Division als Profi) eine grosse Genugtuung, denn «die Mannschaft ist jung und entwicklungsfähig», so der Ettinger, welcher vor seinem Engagement im «Schnäggedorf» den Nachbarn FC Therwil in einem Zug von der 3. Liga in die interregionale 2. Liga geführt hatte.

Gutes Zeugnis dank Sieg in Binningen

Dass die mathematisch definitive Promotion just mit einem koketten Sieg beim Verfolger Binningen gelang, stellt Oberwil ein gutes Zeugnis aus. Denn der «zweite» Binninger Anzug besteht aus Fussballern, die allesamt schon früher in höheren Ligen gespielt haben. Die Startviertelstunde gehörte wohl den Gastgebern, die durch Silvano Früh, der seinen Torriecher aus Erstliga-Zeiten (beim FC Laufen) unterstrich, in Führung gingen.

Doch nur vier Minuten später glückte dem Gast, nach einer wunderbaren Kombination, durch Captain Adrian Schweizer der Ausgleich. Danach hatten die Gäste nur noch einen bangen Moment zu überstehen, als kurz vor der Pause Claudio Innocenti seinen 20-Meter-Schuss von der Latte abprallen sah.

Die starke zweite Halbzeit

Die zweiten 45 Minuten gehörten den Gästen, die im Mittelfeld ein spielerisches Übergewicht besassen, aufgrund des etwas jüngeren Kaders läuferisch ausdauernder waren und in Schweizer, Nicolas Costeggioli und Christof Eichenberger über Offensivakteure verfügten, die in der Offensive nicht nur Akzente zu setzen wussten, sondern die Tormöglichkeiten auch verwerteten.

Der Aufsteiger ist eine (fast) namenlose Mannschaft, denn für die meisten Spieler wird die 2. Liga regional Neuland sein. Aber «sie hat einen tollen Zusammenhalt und ein jeder geht für den anderen», so der Trainerstab Glaser/Sinan. Es sind primär Eigengewächse, welche nach 20 Jahren den FCO wieder salonfähig gemacht haben und an alte, sportlich bessere Zeiten anknüpfen wollen.

Und dass der Aufsteiger auch «oben» bestehen kann, hat Oberwil in dieser Saison 2013/14 schon bewiesen. Im Basler Cup erreichte man den Halbfinal, wo man knapp am späteren Gewinner FC Pratteln (0:1) scheiterte. Vorgängig hatte die Glaser-Elf jedoch Pajde und den FC Arlesheim eliminiert. Diese starken Zeichen wollen die Oberwiler auch in der kommenden Spielzeit bestätigen.

Aktuelle Nachrichten