FC Basel

Ein neuer verletzter und viele begehrte Spieler beim FC Basel

Am Sonntag beschliesst der FC Basel mit dem Spiel gegen den FC Thun die Hinrunde der Saison 2015/2016. Gegen seinen Ex-Verein muss Fischer immer noch auf diverse verletzte und einen gesperrten Spieler verzichten.

Céline Feller
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Er ist der nächste Verletzte: Zdravko Kuzmanovic muss wegen einer Entzündung gegen den FC Thun passen.

Er ist der nächste Verletzte: Zdravko Kuzmanovic muss wegen einer Entzündung gegen den FC Thun passen.

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Das Unwort der Hinrunde beim FC Basel ist schnell gefunden. Und nein, es ist nicht das von Urs Fischer oft verwendete «irgendwo», sondern «Verletzungen». Keine Woche geht vorbei, ohne dass der Schweizer Meister einen neuen verletzungsbedingten Ausfall beklagen muss.

So auch im Vorfeld des Spiels gegen den FC Thun am Sonntag (ab 16 Uhr im Liveticker). Dieses Mal hat es Zdravko Kuzmanovic erwischt. Schon wieder. Nachdem er von Ende August bis Anfang September aufgrund eines Muskelfaserrisses passen musste und seither seine Form suchte, ist er jetzt wegen einer Entzündung zum Zuschauen verdammt.

Geholt hat er sich diese Entzündung bei den Trainingseinheiten auf Kunstrasen in dieser Woche. Diese sollten die Spieler des FCB auf die ungewohnte Unterlage in Thun vorbereiten.

Doch auch wenn neben Kuzmanovic auch Mohamed Elneny nicht mittun kann - er jedoch wegen einer Sperre nach seiner vierten gelben Karte - ist der Ausfall des Serben nicht so gravierend, wie er auf den ersten Blick scheint. Denn erstens hielt sich der Einfluss des Sommer-Neuzugangs bislang gelinde gesagt in Grenzen. Und zweitens eröffnet die Rückkehr von Walter Samuel ins Team und zu voller Fitness neue Möglichkeiten.

Denn so kann Michael Lang, der zuletzt ob der vielen Ausfälle in der Abwehrzentrale (sowohl Daniel Hoegh als auch Manuel Akanji sind weiterhin verletzt) aushelfen musste, wieder auf seiner angestammten Position aussen rechts spielen und Taulant Xhaka für die beiden abwesenden Sechser Kuzmanovic und Elneny ins Zentrum rücken.

Die wichtigsten FCB-Termine

Nach dem Spiel des FC Basel gegen den FC Sion am 13. Dezember geht es für Spieler, Trainer und Co. erst einmal in die Ferien.

Am 4. Januar 2016 wird der Trainingsbetrieb dann wieder aufgenommen. Eineinhalb Wochen später, am 13. Januar, fliegt der FCB für zehn Tage und damit bis am 23. Januar ins Trainingslager nach Marbella. Die Testspiele während dieser Zeit sind noch nicht fix ausgemacht.

Die Rückrunde der Super League startet am Wochenende vom 5./6. Februar.

Ob Fischer tatsächlich so aufstellen wird, wollte er natürlich nicht verraten. «Da bleibe ich meiner Linie treu.» Und auch über die abwesenden Spieler wolle er nicht gross reden. «Es bringt nichts, sich zu viele Gedanken über verletzte oder gesperrte Spieler zu machen. Mein Fokus liegt auf denen, die mir zur Verfügung stehen.» Zu denen gehört auch Breel Embolo, der gegen Luzern zuletzt geschont wurde, weil er nur bei 98 und nicht bei 100 Prozent war.

Zweieinhalb wichtige Spiele

Das Spiel gegen den FC Thun ist nicht nur das letzte Spiel in der Hinrunde der Saison 2015/2016, sondern auch das Spiel gegen Fischers Ex-Club. «Das Spiel ist ein Spiel, wie jedes Meisterschafts-Spiel sonst. Sonst ist es sicherlich etwas Spezielles. Ich habe dort zweieinhalb tolle Jahre erlebt.»

Auch wenn von seiner Handschrift nichts mehr übrig sei, erwartet er einen starken Gegner. «Das ist eine Mannschaft, die stark im Spiel gegen den Ball ist und, wenn man sie spielen lässt, einen guten Fussball spielt. Sie geben von der ersten bis zur letzten Sekunde alles.» Durch den Trainerwechsel von Ciriaco Sforza hin zu Jeff Saibene habe sich das System der Thuner geändert. Fischer erwartet seinen Ex-Verein in einem 4-4-2. «Dieses System hat Jeff schon in St. Gallen spielen lassen.»

Nach dem Spiel gegen den FC Thun stehen für den FCB noch zwei weitere Spiele an. Ein dank der frühzeitigen Sicherung des Gruppensieges in der Europa League eher unwichtiges gegen Lech Posen und ein sehr wichtiges Spiel gegen den FC Sion im Cup-Viertelfinal. Fischer kann sich vorstellen, im Hinblick auf den Cup-Knaller gegen Sion, «in Polen den einen oder anderen Spieler regenerieren zu lassen.» Auch deshalb hat er in dieser Woche den dritten der drei Ajeti-Brüder, Adonis, mit den Profis mittrainieren lassen. Wie sein Bruder Arlind ist auch Adonis Innenverteidiger und gegen Posen durchaus eine Option.

Doch weg von den Gedankenspielen und zurück zu den Tatsachen: Zusammengefasst stehen für den FCB noch zweieinhalb wichtige Spiele an, dann ist Winterpause.

In dieser Zeit wolle Fischer versuchen, sich zu erholen. Ganz weg vom Fussball komme er aber nicht. «Das ist ein Job, der einen 24 Stunden am Tag und über 365 Tage im Jahr beschäftigt.» Sein Handy einfach mal auszuschalten, sei kein Thema. «Ich kann doch nicht einfach vier Tage mein Handy ausschalten, wenn ich weiss, dass der Sportdirektor mich muss erreichen können.»

Und das dürfte durchaus nötig sein. Auch wenn Fischer wie gewohnt in Transfer-Fragen auf Sportdirektor Georg Heitz verweist, sagt Fischer ohne viel sagen zu wollen doch sehr viel: «Es gibt mehr als einen Spieler, der sehr begehrt ist.»