Eishockey
Gelungene Heimpremiere für den EHC Basel in der Swiss League

Am Freitag denkbar knapp mit 2:3 in Visp verloren, gewann der EHC Basel in seinem ersten Heimspiel nach dem Aufstieg in die zweithöchste Liga des Landes gegen den HC Thurgau verdientermassen mit 3:1.

Edgar Hänggi
Drucken
Lucas Bachofner räumt einen Thurgau-Spieler ab.

Lucas Bachofner räumt einen Thurgau-Spieler ab.

Bild: Edgar Hänggi

«Es ist toll, dass wir das erste Heimspiel nach dem Aufstieg für uns entscheiden konnten. Es war ehrliche Arbeit und grosser Einsatz, Tugenden notabene, wie wir die Saison bestreiten wollen. Daher freut es mich riesig.» So ein sehr zufriedener Präsident Daniel Schnellmann.

Das Team von Christian Weber und Eric Himelfarb schien anfangs noch etwas nervös. Auf jeden Fall war der Halbfinalist der vergangenen Saison aktiver und auch gefährlicher. Ramon Knellwolf brachte die Ostschweizer in der fünften Minute in Führung. Die Basler fanden sich dann immer besser zurecht, wurden gefährlicher. In der 15. Minute verwertete Robin Schwab ein Zuspiel von Lucas Bachofner im Nachschuss zum Ausgleich.

«Es freut mich extrem, dass ich als Basler vor den eigenen Fans das erste Tor für den EHC in der Swiss League erzielen durfte.» Schwab, der in Riehen geboren wurde, hatte zuletzt in einigen Teams gespielt. Zuletzt in Olten. «Viele in unserem Kader haben schon auf diesem Niveau gespielt, daher bin ich recht zuversichtlich, dass wir als Aufsteiger schon etwas erreichen können. Wir sind auf Augenhöhe mit Visp und Thurgau, beides Spitzenteams der Swiss League.»

Im Mitteldrittel war Basel drückend überlegen, vergab aber beste Möglichkeiten. Beim Pausengetränk war so mancher Zuschauer der Ansicht, dass sich dies rächen könnte. Aber die Basler waren nicht gewillt, nach Visp erneut Punkte abzugeben. 67 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da brachte Nils Berger Basel in Führung. Er legte die Scheibe quer zu Sandro Brügger und dessen Zuspiel lenkte Berger an Bryan Rüegger vorbei.

Die Reaktion folgte und nun war Basels Defensive gefordert. Thurgaus Coach Markus Akerblom spielte dann 90 Sekunden vor Spielende die Karte Risiko, nahm den Goalie vom Eis. Und wie so oft im Eishockey – Berger bediente Brügger und der traf ins leere Tor zur Entscheidung. 1400 Zuschauer schauten sich das erste Heimspiel an. Nicht die Zahl, die der Präsident erwartet hatte.

«Es ist September, viele sind noch nicht im Hockey-Modus. Auch an anderen Orten sind die Zahlen nicht höher. Wir haben 800 Saisonkarten verkauft, was gut ist. Ich bin aber zuversichtlich, dass wenn es kälter wird, das Sport- und Freizeitangebot in der Natur abnimmt und natürlich die Mannschaft weiter so erfrischend und erfolgreich spielt, wir mehr Zuschauer und noch bessere Stimmung erleben werden.»

Das sehen auch die Sponsoren so. Einer ist Roland Muchenberger. «Primär ist wichtig, dass Basel gewonnen hat. Mir geht es mit meinem Engagement für den EHC nicht darum, den einen und anderen Auftrag mehr zu bekommen, sondern mein Herz als Fussballer schlägt auch für den EHC. Ich bin seit der 1.-Liga-Zeit dabei. Es ist toll, wenn du Leute zum Spiel einladen kannst. Selbstverständlich ist es jetzt in der Swiss League auch attraktiver», erklärt er und erhält von Tischnachbarn unterstützendes Kopfnicken.

Telegram

EHC Basel – HC Thurgau 3:1 (1:1, 0:0, 1:0)

St.-Jakob-Arena, Basel – 1411 Zuschauer – SR: Weber, Blasbalg. Tore: 5. Knellwolf (Pelletier, Forrer) 0:1. 15. Schwab (Bachofner) 1:1. 42. Berger (Brügger, Büsser) 2:1. 60. (59:13) Brügger (Berger, Zubler) 3:1.
Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Basel; 6 mal 2 Minuten gegen Thurgau
EHC Basel: Henauer (Haller); Büsser, Bachofner; Zubler, Nater; Pozzorini, Warmbrodt; Ryser, Füllemann. Schwab, Supinski, Stukel; Alihodzic, Brügger, Berger; Sablatnig, Rexha, Schwarzenbach; Schnellmann, Kiss, Dähler.
HC Thurgau: Rüegger (Zaetta); Rundqvist, Forrer; Kühni, Soracreppa; Janett, Parati; Schmutz. Elo, Pelletier, Stehli; Knellwolf, Hobi, Döpfner; Binias, Lehmann, Baumann; Loosli, Hollenstein, Salamin; Von Allmen.
Bemerkungen: Basel ohne Molina (verletzt), Wyniger (krank), Cavalleri (überzählig).