Kunstturnen

Gelungene Dernière für das «Gsellige»

Der BTV Basel setzt einen würdigen Schlusspunkt unter seine jahrzehntelangen Turngalas. 750 Besucherinnen und Besucher lockte das letzte «Gsellige» des Bürgerturnvereins Basel an – ein Rekord.

Pius Rüegger
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Die Kunstturnerinnen des BTV bis 16 Jahre zeigen Akrobatisches
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Die Kunstturnerinnen des BTV bis 16 Jahre zeigen Akrobatisches am Vertikaltuch und auf den Klassischen Turngeraeten.
Die Gruppe der Jüngsten verabschiedet sich vom "Gsellige".
Die Kunstturnerinnen des BTV bis 16 Jahre zeigen Akrobatisches am Vertikaltuch und auf den klassischen Turngeräten. Martin Töngi

Die Kunstturnerinnen des BTV bis 16 Jahre zeigen Akrobatisches

Obwohl am Samstag eine Ära zu Ende ging, weil die Halle 1 einem Neubau der Messe Basel weichen muss, wurde keineswegs Trübsal geblasen. «Es fällt schwer, von dieser Tradition Abschied nehmen zu müssen», sagt wohl OK-Präsident Marcel Pfeiffer. Dies spornte ihn und sein Team nochmals an, ein abwechslungsreiches, beinahe TV-reifes Bühnenprogramm auf hohem Niveau auf die Beine zu stellen. Nebst den vereinseigenen Jugendriegen, Kunstturnen Mädchen, Smyrage-Dancers mit zwei Auftritten, Kunstturnern Knaben, Fit for Fund und Fit for Life und den Gym-Fit-Frauen überzeugten die Jugendriege TV Kleinbasel, der TV Röschenz mit ebenfalls zwei Einlagen, der TV und die Turnerinnen Kleinbasel, der TV Kleinhüningen, der Jugend- und Sportverein Niederdorf sowie aus dem Aargau der DTV Muhen und die Seniorinnen-Gymnastik-Gruppe Aargau während dreier Stunden.

Ihren Anfang nahm diese Turngala vor dem Ersten Weltkrieg. «Gesellschaftlich lief zu dieser Zeit nicht viel und es kam das Bedürfnis auf, die Leute aufzulockern», umschreibt Pfeiffer die Entstehung. Diese Zielsetzung blieb im Namen «Gsellige» bis heute erhalten. Seit den 40er-Jahren präsentierte sich der Bürgerturnverein Basel zuerst jährlich und am Schluss im Zweijahresrhythmus. In den letzten acht Jahren traten auch auswärtige Vereine auf. «Um einen tollen Anlass zu bieten, war diese Öffnung notwendig», sagte OK-Präsident Pfeiffer.

Über eine Zukunft des «Gsellige» machten sich die BTV-Leute schon ihre Gedanken. «Eine Fortsetzung ist vorläufig kein Thema, denn in Basel findet sich kein geeigneter Saal oder Halle», bedauert Pfeiffer. Gleichzeitig verweist der langjährige OK-Präsident auf einen weiteren Punkt: «Die Finanzen liegen uns auf dem Magen. Finanziell sind wir an eine Schmerzgrenze gekommen.» Urs Fitz, Präsident des Turnverbandes Basel-Stadt, gab in seinem Schlusswort seiner Hoffnung Ausdruck, dass dies doch nicht das letzte «Gsellige» war.