Ex-Profitorwart

Marcel Herzog beim Grümpelturnier seines Heimatklubs FC Bubendorf verabschiedet

In Bubendorf begann die Karriere von Marcel «Cello» Herzog als Torhüter und in Bubendorf endete sie nun offiziell. Eingebettet in das 60. Grümpelturnier des FC Bubendorf organisierte ihm sein ex-Verein und sein Fanklub ein Abschiedsturnier.

Edgar Hänggi
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FC Bubendorf Abschiedsturnier Marcel herzog
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Marco Streller im Zweikampf.
Die Sieger des Grümpelturnieres.
Impressionen vom Abschiedsturnier von Marcel Herzog.
Impressionen vom Abschiedsturnier von Marcel Herzog.
Impressionen vom Abschiedsturnier von Marcel Herzog.

FC Bubendorf Abschiedsturnier Marcel herzog

eh-Presse

«Es hat mich riesige gefreut als ich davon hörte, dass dieses Turnier hier in Bubendorf, direkt neben meinem Elternhaus, stattfinden wird. Ich war ja bis 1997 in Bubendorfs Junioren aktiv.» Immer wieder muss er hier eine Hand schütteln und da ein Autogramm geben. Man klopft ihm auf die Schultern oder will ein Foto. Die Leute kennen und schätzen ihn in Bubendorf. Mit Schaffhausen bestritt Herzog von 2004-2007 rund 100 Partien. Dann folgte der etwas überraschende Wechsel in die Bundesliga zu Duisburg, von dem er sagt, «es war eine ganz tolle Zeit, obwohl ich nicht viele Spiele bestreiten konnte.»

Nach einem Jahr beim FCB (ein Spiel) wechselte er zum FC St. Gallen. Er kam meist in Cuppartien zum Einsatz. Im letzten Herbst verletzte er sich an den Adduktoren und fiel länger aus. «St. Gallen holte daraufhin einen jungen Goalie. Wir haben uns dann an einen Tisch gesetzt und ausgelotet, was noch möglich ist. Meine private Situation liess mir jedoch keinen anderen Schluss zu, als anfangs Jahr meine Fussballkarriere zu beenden.»

Herzog hat eine schwierige Phase hinter sich. Vielen Menschen ziehen solche Ereignisse den Boden unter den Füssen weg. Die Familie und die Freunde waren in dieser Zeit sehr wichtig für ihn. Er verlor im letzten Sommer seinen jüngeren Bruder und bei seiner einjährigen Tochter stellte man Krebs fest. Herzog musste sich um die Familie und die Tochter kümmern, musste mit ihr zur Chemo-Therapie fahren. Heute kann er sagen, dass alles gut herauskam, aber man müsse jetzt eben warten und hoffen, dass nicht eines Tages nicht doch wieder etwas entdeckt werde. Herzog schaut vorwärts, ist daran, als Sportpsychologe ein neues Standbein aufzubauen. «Ich möchte weiter im Fussball etwas machen und denke, junge Fussballer auf ihrem Weg zu begleiten, vor allem in der persönlichen Entwicklung, kann etwas sehr reizvolles und Interessantes sein.»