Automobilsport
Ruedi Schmidlin und das grosse Fragezeichen

Der erfahrene Motorsportler Ruedi Schmidlin aus Aesch steht vor einer schwierigen Saison. Ob der routinierte 56-jährige Pilot am ersten Saisonlauf überhaupt teilnehmen wird,ist ungewiss.

Jürg Schumacher
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Pilot Ruedi Schmidlin und Erich Götte suchen ein konkurrenzfähiges neues Fahrzeug. Rami Hänggi/ZVG

Pilot Ruedi Schmidlin und Erich Götte suchen ein konkurrenzfähiges neues Fahrzeug. Rami Hänggi/ZVG

zvg

Eines ist sicher: Am 15. März beginnen die Schweizer Rallye-Meisterschaften 2013 im französischen St. Etienne. Ob der routinierte 56-jährige Pilot Ruedi Schmidlin am ersten Saisonlauf teilnehmen wird, steht auf einem anderen Blatt. Der Motorsportler sowie sein langjähriger Kumpel und Beifahrer, der Garagist Erich Götte, sind noch auf der Suche nach einem konkurrenzfähigen neuen Fahrzeug.

Fahrzeug in die Jahre gekommen

Das altgediente Rallye-Auto des Baselbieter-Duos, ein Mitsubishi Lancer EVO 8 MR, ist bereits fünfjährig und reicht nicht mehr aus, um vorne mitzufahren. Zudem bereiten Ruedi Schmidlin und Erich Götte bekanntgegebene Neuerungen Kopfzerbrechen. «Es wird nächstes Jahr neue Klassen geben, das steht fest», erläutert Schmidlin. Leider seien die Weichen für die neuen Rennklassen aber noch nicht definitiv gestellt. Das erschwere die Planung enorm und wirke sich auch auf die Wahl des Fahrzeugs aus.

Seit 32 Jahren Rallye-Pilot

Seit 1980 fährt Automechaniker Ruedi Schmidlin bei den Rallye-Schweizermeisterschaften mit, seit 1985 mit Beifahrer Erich Götte. Das eingespielte Team, das schon einige schöne Erfolge gefeiert hat, will so rasch wie möglich in die Saison 2013 einsteigen.

Die letzte Saison verlief optimal, ja wie geschmiert. Schmidlin/Götte wurden Rallye-Schweizermeister in der Gruppe N. In sieben Rennen standen sie auf dem Podest. Ausser einem einzigen Ausfall wegen eines technischen Defekts im Jura und eines einzigen Fahrfehlers von Steuerkünstler Schmidlin verlief die Saison nach Plan.

Das höchste der Gefühle

«Für mich ist Ralley das höchste aller Gefühle», erläutert Ruedi Schmidlin. «Es macht einfach Spass, auf verschiedenem Untergrund -Schnee, Erde, Asphalt, Sand - präzise und möglichst schnell ein Auto zu lenken.»

Wichtig seien auch die Harmonie im Team mit Mechaniker und Beifahrer. Nicht zu unterschätzen sei der Zeitaufwand: «Alle Strecken werden vorher immer abgefahren, die Kurven vom Beifahrer genau berechnet und charakterisiert, damit er im Rennen genaue Anweisungen geben kann. Dafür muss man schon sehr viel Zeit investieren.»