Leichtathletik
Schneider zeigt allen den Meister

Der Schweizer Berglaufmeister David Schneider hat auf dem 7,2 Kilometer langen Aufstieg mit 490 Meter Höhendifferenz von Reigoldswil hinauf auf die Wasserfallen den 11 Jahre alten Streckenrekord geradezu pulverisiert.

Ueli Fluri
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bz Basellandschaftliche Zeitung

Paukenschlag zur Eröffnung der regionalen Berglaufsaison: Die beiden Seriensieger der vergangenen Jahre, Stefan Holzer aus Wittinsburg und Gabriel Lombriser aus Büsserach, konnten nie in die Entscheidung um den Tagessieg des 19. Wasserfallen-Berglaufs eingreifen und mussten dem Champion aus der Ostschweiz Rückstände von über 3 Minuten zugstehen.

Wen wunderts – der seit kurzem in Wien wohnhafte Wiler David Schneider reiste mit der festen Absicht ins Oberbaselbiet, Karl Jöhls Bestzeit von 29:31 Minuten aus dem Jahr 2000 zu knacken. Der 30-jährige Software-Entwickler erlief sich in der Folge nicht nur einen überlegenen Start-Ziel-Sieg, sondern setzte mit der Fabelzeit von 28:08 eine Rekordmarke, die trotz seiner Reputation als Schweizer Meisters in diesem Ausmass nicht zu erwarten war. Dass die Messlatte bereits bei der alten Bestzeit hoch war, zeigt die Tatsache, dass in den bisherigen Auflagen die 30-Minuten-Grenze erst einmal unterboten wurde. «Ich wollte es einfach wieder mal wissen und lief deshalb ständig am Limit», analysierte Schneider im Ziel seinen unwiderstehlichen Rekordlauf, der mit einer Prämie von 300 Franken zusätzlich honoriert wurde.

Klare Kategoriensieger

Der Wasserfallen-Berglauf vermag zwar alljährlich einige der Branchenbesten zum Kampf um den Tagessieg an den Start zu locken, für die grosse Masse der rund 300 Teilnehmenden ging es aber an diesem prächtigen Samstagnachmittag um eine gute Klassierung in der jeweiligen Alterskategorie. Da konnte der Senioren-2-Sieger Stefan Menzer aus Uster mit der Zeit von 31:01 am besten überzeugen.

Die Maispracherin Bettina Steiger bestätigte als frischgebackene kantonale Geländelaufmeisterin ihren Titel und stürmte unangefochten als schnellste Frau den Berg hinauf. Die verkürzte Juniorenstrecke war indes fest in der Hand der drei Gebrüder Ramon, Lars und Jan Schnyder aus Zullwil, derweil Vater Felix Schnyder mit dem zweiten Platz bei den Senioren 4 die Familienbilanz hervorragend abrundete.