Super League

Trotz Zwei-Tore-Führung verliert der FC Basel eine verrückte Partie in Thun mit 2:4

Sechs Tore, zwei Elfmeter, einen nicht gegebenen Treffer und ganz viel Kampf. Eine denkwürdige Partie zwischen Thun und Basel endet mit 4:2 für die Berner Oberländer und markiert das Ende einer sechsjährigen Serie der Ungeschlagenheit der Basler gegen Thun.

Julian Förnbacher
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Basels Albian Ajeti (links) und Afimico Pululu sind enttäuscht und können die Niederlage gegen den FC Thun nicht fassen.
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Die Thuner hingegen können sich über den Sieg freuen.
Marco Streller (links) muss Assistenztrainer Carlos Bernegger zurückhalten. Dieser geht Linienrichter Sertac Kurnazca nach dem Spiel an.
Basels Eray Cömert (links) und Taulant Xhaka haben Redebedarf.
Thuns Spieler und Staff feiern den entscheidenden Treffer zum 4:2-Sieg gegen den FC Basel.
Sportchef Marco Streller (hinten) im Gespräch mit Taulant Xhaka nach der bitteren Pleite in Thun.
Impressionen vom Super-League-Spiel FC Thun - FC Basel (10.11.2018)
Thuns Matteo Tosetti (rechts) bringt Thun nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 in Front in diesem verrückten Spiel. Basels Blas Riveros kommt zu spät.
Dejan Sorgic lässt Jonas Omlin per Penalty keine Chance und trifft zum 2:2-Ausgleich.
Thuns Stefan Glarner (links) im Duell mit Basel-Stürmer Ricky van Wolfswinkel.
Hier trifft Albian Ajeti (links) über Thuns Miguel Rodrigues und Torhüter Guillaume Faivre hinweg zum 2:0.
Marvin Spielmann verschiesst seinen Elfmeter gegen Jonas Omlin.
Thuns Nicolas Sutter (am Ball) trifft zum 1:2-Anschlusstor. Beobachtet von Basler Spielern und Teamkollege Basil Stillhart.
Thuns Nicola Sutter (nicht im Bild) trifft ins Netzt von Basel-Torhüter Jonas Omlin zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstor.
Ein Kampf um den Ball: Thuns Matteo Tosetti (rechts) versucht gegen Taulant Xhaka anzukommen.
Thuns Dennis Hediger (r.) im Duell mit Basels Ricky van Wolfswinkel.
Schuss ins Glück: Hier trifft Ricky van Wolfswinkel vorbei an Thuns Nicolas Sutter (links) und Dennis Hediger ins Thuner Tor.
Ungewohntes Bild: Der gesperrte FCB-Trainer (rechts) muss neben Sportchef Marco Streller auf der Tribüne Platz nehmen.

Basels Albian Ajeti (links) und Afimico Pululu sind enttäuscht und können die Niederlage gegen den FC Thun nicht fassen.

PETER SCHNEIDER

Der Spielverlauf: Von 0:2 auf 4:2

Bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte läuft in der Stockhorn-Arena alles für den Gast aus Basel. In Abwesenheit des gesperrten Cheftrainers Marcel Koller legt der FCB einen starken Beginn auf den Thuner Kunstrasen, feuert in der Startphase ein Chancenfeuerwerk ab und führt bereits nach 19 Minuten. Einen unsauber geklärten Eckball verwertet Ricky van Wolfswinkel trocken ins linke, untere Eck.

Fünf Minuten später wird es erstmals kurios. Nachdem van Wolfswinkel Stillhart im Strafraum umlegt, entscheidet Schiedsrichter Stephan Klossner folgerichtig auf Elfmeter für Thun. Spielmann läuft an - und scheitert am stark reagierenden Jonas Omlin! Im Gegenstoss erhöht der FC Basel auf 2:0. Albian Ajeti überlupft Thun-Hüter Faivre sehenswert.

Doch dann kommt die Nachspielzeit des ersten Durchgangs. Stillhart drückt einen Tosetti-Freistoss über die Linie und eröffnet den Thuner Torreigen.

Das durch Stillhart eröffnete Feuer tragen die Berner Oberländer mit in den zweiten Durchgang. Die Thuner dominieren das Spielgeschehen und drehen die Partie absolut verdient. Mit dem zweiten Elfmeter des Abends trifft Sorgic in der 54. Minute zum 2:2. Zwei Traumtore von Tosetti und Sorgic sorgen für den 4:2-Endstand.

Der Beste: Dejan Sorgic

Den Thuner Goalgetter kriegt die FCB-Abwehr nie in den Griff. Sein Penalty-Ausgleich in der 54. ist ein Schlüsselmoment auf dem Weg zum Thuner Sieg, sein herrliches 4:2 die Kür eines bärenstarken Auftritts.

Das gab sonst noch zu reden: Basler Tor zu unrecht aberkannt

Der Schweizer Fussball braucht die Torlinientechnologie. Beispiel gefällig? Die Szene in der 48. Minute, als ein Thuner den Ball klar hinter der Linie wegspediert, was dem Schiedsrichtergespann jedoch entgeht. Die Basler werden so um das 3:1 gebracht und kassieren nur Minuten später den Ausgleich. So bitter kann der Fussball manchmal eben sein.

Hier lesen Sie die Partie im Liveticker nach: