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Gelbrot, vier Tore und drei WM-Fahrer: So erging es den 17 Internationalen des FC Basel in der Länderspielpause

17 FCB-Spieler waren in den vergangenen Tagen mit ihren Nationalteams unterwegs. Eine Übersicht, wie es ihnen in der Länderspielpause ergangen ist.

Jakob Weber Jetzt kommentieren
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Dan Ndoye bejubelt einen seiner beiden Treffer für die Schweizer U21 gegen Wales.

Dan Ndoye bejubelt einen seiner beiden Treffer für die Schweizer U21 gegen Wales.

Heinz Lindner ist schneller als erhofft wieder zurück nach Basel gereist. Zwar stand der Goalie in der wichtigen Playoff-Partie gegen Wales zwischen den Pfosten, doch durch die 1:2-Niederlage verpasste Österreich das Finale um die WM-Teilnahme und Lindner auch noch wegen einer Erkältung das folgende Freundschaftsspiel (2:2 gegen Schottland).

Nasser Djiga verpasste mit Burkina Faso die WM bereits in der Gruppenphase. In den Testspielen (0:5 gegen den Kosovo und 0:3 gegen Belgien) wurde der Innenverteidiger jeweils in der Schlussphase für wenige Minuten eingewechselt.

Strahinja Pavlovic gehört bei WM-Teilnehmer Serbien dagegen zum Stammpersonal. So spielte er auch in den Testspielen gegen Ungarn (1:0) und Dänemark (0:3) von Beginn an, wurde aber beide Male im Verlauf der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Viel bemerkenswerter war aber der Treffer zum 3:0 der Dänen, der kurz vor Pavlovics Auswechslung durch den gerade erst zur Nationalmannschaft zurückgekehrten Christian Eriksen erzielt wurde.

Pavlovic spielte allerdings nicht nur gegen den dänischen Superstar, der nach seinem Zusammenbruch an der Europameisterschaft mit eingesetztem Defibrillator aufläuft, sondern auch gegen einen Teamkollegen aus Basel. Adam Szalai stand für Ungarn gegen Serbien bei der 0:1-Niederlage 70 Minuten auf dem Feld. Und auch beim anschliessenden 1:0-Sieg der Magyaren gegen Nordirland wurde der Mittelstürmer in der 73. Minute ausgewechselt.

Ungarn wird nicht an der WM spielen. Dafür aber Kanada. Zum ersten Mal seit 1986 schafften die Nordamerikaner die Qualifikation für die WM, und das als Gruppensieger vor den USA und Mexiko. Liam Millar stand in den beiden Spielen (0:1 auf Costa Rica und 4:0 gegen Jamaika) nicht auf dem Platz, ist aber trotzdem stolz auf die Erfolgsstory seines Teams, das ganz Kanada hinter sich gebracht hat. Gut möglich, dass Millar beim abschliessenden Gruppenspiel gegen Panama am Donnerstag zum Einsatz kommt.

Liam Millar und Kanada feierten nach dem 4:0 gegen Jamaika ausgelassen.

Liam Millar und Kanada feierten nach dem 4:0 gegen Jamaika ausgelassen.

Nathan Denette / AP

Auch Fabian Frei kann sich berechtigte Hoffnungen machen, ab dem 21. November in Katar zum Einsatz zu kommen. Unter Murat Yakin gehört Frei zur erweiterten Stammelf der Schweizer Nati. Gegen England spielte er beim 1:2 im Wembley 90 Minuten durch und auch gegen den Kosovo wurde Frei nach 63. Minuten eingewechselt, als Yakin hoffte, so das Spiel noch zu drehen.

Fabian Frei (hier im Duell mit Harry Kane) traf gegen England die Latte.

Fabian Frei (hier im Duell mit Harry Kane) traf gegen England die Latte.

Alastair Grant / AP

Noch sind nicht alle WM-Teilnehmer fix. Doch durch die Einteilung in die Lostöpfe für die Auslosung am Freitag den 1. April in Doha ist bereits klar, dass es in Katar zu einer FCB-Gruppe mit der Schweiz (Topf 2), Serbien (Topf 3) und Kanada (Topf 4) kommen könnte.

Infobox

Die Lostöpfe

Lostopf 1: Katar (Gastgeber), Belgien, Brasilien, Frankreich, Argentinien, England, Spanien, Portugal

Lostopf 2: Dänemark, Niederlande, Deutschland, Schweiz, Kroatien, Uruguay

Lostopf 3: Iran, Südkorea, Serbien, Japan, Polen, Senegal, Marokko

Lostopf 4: Ecuador, Kanada, Saudi-Arabien, Ghana, Tunesien, Kamerun

*Noch fehlen zwei Teilnehmer aus Nord- und Mittelamerika und drei Playoff-Sieger, die im Juni feststehen werden.

Neben den A-Teams hat der FC Basel in diesen Tagen auch zahlreiche Spieler zu Juniorennationalteams gesandt.

Obwohl Wouter Burger in der 58. Minute mit Gelbrot vom Platz flog, schaffte es die Schweizer U21 mit Dan Ndoye und ab der 90. Minute auch mit Darian Males nicht, gegen die Niederlande zu treffen. Und zu allem Übel kassierte sie in Überzahl auch noch zwei Gegentore. Durch die 0:2-Niederlage drohen Ndoye und Co in der EM-Quali jetzt die Playoffs. Da hilft es auch nicht, dass Ndoye im Spiel zuvor gegen Wales beim 5:1 zwei Tore und ein Assist lieferte und Males 35 Minuten Spielzeit bekam. Burger kam gegen Bulgarien (3:1 für die Niederlande) nicht zum Einsatz.

Zu einem weiteren FCB-Duell kam es in der U20. Sebastiano Espositos Italiener spielten gegen Deutschland mit Felix Gebhardt im Tor 1:1. Beide Basler spielten durch. Gebhardt auch bei der anschliessenden 1:3-Niederlage gegen England. Esposito wurde beim 5:0 gegen Norwegen erst zur Pause eingewechselt. Erst dann fielen die fünf Tore, doch der Basler Mittelstürmer konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen.

Das gelang Noah Katterbach, der beim 1:0-Sieg der Deutschen U21 in Israel das einzige Tor des Abends schoss und damit sein Team in Richtung EM-Qualifikation. Beim 4:0-Sieg gegen Lettland zuvor war Katterbach bereits mit einem Assist positiv aufgefallen.

Für Portugals U21 spielte Tomas Tavares. Nachdem er gegen Island beim 1:0 noch 90 Minuten auf der Bank sass, stand der Aussenverteidiger gegen Griechenland in der Startelf und wurde in der 79. Minute beim Stand von 3:0 ausgewechselt. Endstand: 4:0.

Landsmann Joelson Fernandes verlor in der U19 erst 0:2 gegen England, um dann beim 4:1 gegen Irland nach seiner Einwechslung in der 61. Minute noch ein Tor beizusteuern.

Bei der Schweizer U18 stand Tim Spycher in zwei von drei Testspielen 90 Minuten im Tor (2:2 gegen Polen und 1:5 gegen Italien). Auch Liam Chipperfield stand in zwei von drei Testspielen in der Startformation, blieb aber ohne Skorerpunkt.

Albian Hajdari kam für die Schweizer U20 weder beim 5:0 gegen Rumänien noch beim 4:3 gegen den FC Wil zum Einsatz.

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