BASKETBALL: Das tut gut: 3. Saisonsieg für Swiss Central!

Jetzt erst recht – so lautet die Devise von Swiss Central Basket nach zuletzt schwachen Auftritten. Und tatsächlich: Gegen Winterthur zeigte sich SCB von seiner besten Seite. Ralph Güttinger verwandelte gleich sechs Dreipunktewürfe. Noch ist der Kampf um die Playoffplätze nicht entschieden.

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Swiss Central Basketball (weisse Trikots) hat nach zuletzt schwachen Auftritten nun gegen Winterthur den dritten Saisonsieg feiern können. (Bild: Urs Güttinger)

Swiss Central Basketball (weisse Trikots) hat nach zuletzt schwachen Auftritten nun gegen Winterthur den dritten Saisonsieg feiern können. (Bild: Urs Güttinger)

Als der Zuger Ralph Güttinger 4 Minuten und 28 Sekunden zu seinem zehnten Dreipunktewurf ansetzte, schien sein Mitspieler Richard Carter (NLA-Topscorer) nicht den geringsten Zweifel zu hegen, dass der Ball neben dem Korb landen könnte. Statt wie sonst üblich auf den möglichen Rebound (Abpraller) zu warten, drehte wandte sich Carter ab und joggte lächelnd in die Verteidigungsposition zurück. Dazu hob er seine Hände in die Höhe und zeigte auf die drei. Eine Sekunde später landete der Ball auch schon im Korb, ohne auch nur den Ring zu streifen. «Swish», nennt sich diese reinste Form des Korberfolgs. Mit seinem sechsten Treffer aus der Dreipunktedistanz brachte der Flügel sein Team mit 84-68 in Führung – und sorgte damit für die endgültige Entscheidung im zweiten Aufsteigerduell der Saison.

Starke Teamleistung

Nicht nur Ralph Güttinger (20 Punkte, 6 von 10 Dreiern) zeigte sich gestern in hervorragender Spiellaune. Captain Michi Plüss zum Beispiel zeigte offensiv ebenfalls eine gute Leistung; richtig stark war aber sein Auftritt in der Defensive. Plüss holte gleich vier Steals (Ballgewinne), die fast alle zu leichten Korberfolgen führten. Auch die drei SCB-Profis Stephens, Carter und Djuric enttäuschten nicht und überzeugten mit guten bis sehr guten Leistungen.

Dass der Erfolg gegen Mitaufsteiger Winterthur nicht überbewertet werden darf, sollte bei Swiss Central allen klar sein. Trotzdem tut der Sieg zweifellos gut. Die SCB-Spieler haben gegen Winterthur wieder einmal bewiesen, dass in ihnen eben doch mehr steckt als bei den Auftritten gegen Basel und Lugano vom vergangenen Wochenende. Die Spieler von Danijel Eric haben am Samstag nicht nur bewiesen, dass sie werfen (und treffen!) können – sie verbuchten als mehr Assists (20:15) als der Gegner, holten mehr Ballgewinne (11:5), verursachten weniger Ballverluste (9:18) und waren auch in den meisten weiteren Kategorien besser als der Gegner. SCB führte gegen ein kämpferisches Winterthur deshalb auch über die gesamte Spieldauer. Und immer dann, wenn die Zürcher den Rückstand auf unter zehn Punkte verkürzten, gelang es Heimteam, sofort auf die drohende Aufholjagd zu reagieren und den ursprünglichen Vorsprung wiederherzustellen.

4 Punkte Rückstand auf Rang 8

«Das war wichtig heute», sagte Ralph Güttinger nach Spielschluss. Auch das eine exemplarische Aussage. Sie zeigt, dass die SCB-Spieler den Kampf und die Playoff-Plätze noch nicht aufgegeben haben. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf Platz 8 (Boncourt). Zehn Spiele sind noch zu spielen. Alles ist möglich.

NLA, 17. Runde, Samstag, Wartegg, Zuschauer: 300

Swiss Central – BC Winterthur 93:75 (52:38)

SCB: Carter 22, Tomic 2, Güttinger 20 (6 x 3!), Imgrüth, Lushaj 3, Morandi 2, Djuric 20, Mandic, Plüss 9, Stevanovic, Stephens 15, Wechsler. Coach: Eric / Popovic. – abwesend: Domingos, Volic. – Zum besten Spieler gewählt: Ralph Güttinger und Michael Plüss (SCB), Jerell Williams (Winterthur)

Daniel Schriber