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BASKETBALL: Nach schwierigen Wochen Lichtblick für Swiss Central

Swiss Central scheint in der NLA angekommen zu sein. Beim Sieg gegen Boncourt überzeugt das Team auf ganzer Linie.
Daniel Schriber
Wurde gestern zum besten Spieler gewählt: Der Luzerner Josh Sparks. (Bild: Urs Güttinger)

Wurde gestern zum besten Spieler gewählt: Der Luzerner Josh Sparks. (Bild: Urs Güttinger)

Daniel Schriber

Im Spiel zwischen Boncourt und Swiss Central Basket (SCB) waren noch knapp zwei Minuten zu spielen, als auch dem letzten Zuschauer klar war, dass sich das Team von Cheftrainer Danijel Eric den zweiten Saisonerfolg nicht mehr nehmen lassen würde. 80:58 zeigte die Anzeigetafel zu diesem Zeitpunkt zu Gunsten der Zentralschweizer. Ein Zwischenresultat, welches in dieser Deutlichkeit wohl niemand erwartet hätte. Erwarten konnte. Ein Resultat aber auch, welches absolut gerechtfertigt war. Und das gleich aus mehreren Gründen.

Gegnerischer Trainer liest Leviten

Schon der Start glückte den Zentralschweizern. Als das Heimteam nach fünf gespielten Minuten 17:8 in Führung lag, blieb Boncourt-Coach Antoine Petitjean nichts anderes übrig, als ein Time-out zu nehmen und seiner Mannschaft ein erstes Mal die Leviten zu lesen. Doch mit Ausnahme des Amerikaners Jonathan Arledge (23 Punkte) und des bulligen Schweizer Nationalspielers Nicolas Dos Santons (10) blieben die Jurassier auch im weiteren Verlauf des Spiels überraschend harmlos.

Bessere Quote, mehr Ballgewinne

Möglich, dass Boncourt, das sich genau wie Swiss Central die Playoff-Qualifikation zum Ziel gesetzt hat, gestern einfach einen schlechten Abend erwischt hatte. Doch das allein reicht nicht als Erklärung für das deutliche Resultat. Dieses ist nämlich nicht primär auf die schwachen Auftritte von Boncourt, sondern vor allem auf die überzeugende Leistung des Heimteams zurückzuführen. «Endlich haben wir mal etwas besser getroffen», freute sich Co-Captain Ralph Güttinger (8 Punkte) nach dem Spiel. Die Team-Trefferquote von 49 Prozent (32 von 65 Würfen) war zwar nicht hervorragend, aber dennoch um einiges höher als in den vergangenen Spielen. Doch es waren nicht nur die Würfe, die am Samstagabend häufiger im Ziel landeten – «sondern viele kleine Details, die besser funktionierten als bisher». So brachten die SCB-Spieler den Gegner zum Beispiel mit einer überaus effizienten Zonenverteidigung (Raumdeckung) an den Rand der Verzweiflung. «Und wenns hinten läuft, klappt es vorne auch viel einfacher», weiss Güttinger.

Auch sonst schienen die SCB-Spieler – und zwar alle – fokussierter und auch souveräner als in vergangenen Spielen. Die Zahl der unnötigen Fehlpässe blieb einigermassen tief, die Zahl der Ballgewinne schnellte dank den flinken Händen der SCB-Wirbelwinde Richard Carter und Sebastiano Morandi in die Höhe. Gleich 13 solche «Steals» holte sich das Heimteam; und diese wiederum führten nicht selten zu einfachen Schnellangriffen.

Ralph Güttinger liegt richtig, wenn er sagt, dass der Einsatz schon vergangene Woche beim Spiel gegen Titelverteidiger Genf (78:98) gepasst hatte. Gestern aber gelang es Güttinger und seinen Kollegen, noch eine Schippe draufzulegen.

Dieser Erfolg motiviert

SCB zeigte gegen Boncourt die bisher beste Saisonleistung und liegt nur noch zwei Punkte hinter den Playoff-Plätzen 7 und 8. «Ein solches Spiel macht Mut und motiviert, weiter hart zu arbeiten», so Ralph Güttinger. Nach schwierigen Wochen scheint das Team mental und spielerisch in der NLA angekommen zu sein. Gerade noch rechtzeitig.

Daniel Schriber

Männer, NLA

10. Runde: Starwings Regio Basel - Lions de Geneve 62:92. Massagno - Lugano 64:79. Union Neuchâtel - Monthey 81:72. Fribourg - Winterthur 100:61. Swiss Central - Boncourt 84:63. – Rangliste: 1. Fribourg 10/16. 2. Lions de Geneve 10/16. 3. Neuchâtel 10/16. 4. Lugano 10/14. 5. Monthey 10/14. 6. Massagno 10/8. 7. Boncourt 10/6. 8. Starwings Regio Basel 10/6. 9. Swiss Central 10/4. 10. Winterthur 10/0.

Swiss Central - BC Boncourt 84:63 (37:37)

Wartegg. – 300 Zuschauer. Swiss Central: Carter (27), Tomic (4), Güttinger (8), Imgrüth, Lushaj, Morandi (2), Sparks (13), Plüss (7), Stevanovic (5), Stephens (18), Volic. – Bemerkung: Swiss Central ohne Mandic (Ausland), Domingos (verletzt).

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