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BASKETBALL: Swiss Central Basekt verliert Spiel – und Chatman

Swiss Central Basketball bleibt im ersten Spiel gegen Genf chancenlos. Noch viel bitterer: US-Spielmacher Austin Chatman fällt voraussichtlich mehrere Wochen aus.
Austin Chatman (links) von Swiss Centrall Basketball im Spiel gegen die Lions de Genève in der Maihofhalle. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

Austin Chatman (links) von Swiss Centrall Basketball im Spiel gegen die Lions de Genève in der Maihofhalle. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

Am Ende gab es doch noch einen warmen Applaus für das Heimteam – genauer gesagt: Für die beiden jüngsten auf dem Spielfeld. U18-Nationalspieler Laurent Zoccoletti und SCB-Eigengewächs Alexis Birboutsakis (16) sorgten kurz vor Spielschluss mit ihren ersten NLA-Punkten für einen der wenigen Lichtblicke des gestrigen Nachmittags. Natürlich dienten die Korberfolge der beiden Talente höchstens zur Ergebniskosmetik – doch immer sind sie ein Zeichen dafür, dass bei SCB auch dieses Jahr wieder gute Nachwuchsspieler den Sprung in die höchste Liga schaffen könnten.

Ansonsten gibt es aus SCB-Sicht wenig Positives über den Saisonauftakt zu berichten. Das Heimteam blieb gegen den aktuellen Cupsieger aus Genf chancenlos. Nationalspieler Arnaud Cotture eröffnete das Spiel mit drei kräftigen «Slam-Dunks» und machte damit von Anfang an klar, wer in der Maihofhalle das Sagen haben würde. Richtig bitter wurde der Saisonauftakt für Swiss Central aber nach knapp 7 Minuten: SCB-Amerikaner Austin Chatman verletzte sich in einer Verteidigungsaktion so unglücklich am Finger, dass er das Feld verlassen musste und nicht mehr weiterspielen konnte. Damit nicht genug: Der anschliessende Untersuch im Luzerner Kantonsspital ergab einen Sehnenabriss an der linken Hand.


Ausfall fällt schwer ins Gewicht

Chatman dürfte damit für mehrere Wochen ausser Gefecht gesetzt sein. Für SCB-Cheftrainer Danijel Eric eine Hiobsbotschaft: «Der Ausfall schmerzt uns sehr», so der konsternierte Coach nach dem Spiel. «Ich weiss im Moment noch nicht, wie wir diesen Wegfall kompensieren sollen.» Mit dem verletzungsbedingten Ausfall verliert das Team nicht nur ihren Spielmacher und damit den Dreh- und Angelpunkt des eigenen Spiels – sondern auch einen von zwei Profispielern.

Während ein Spitzenteam wie Genf einen solchen Ausfall mehr oder weniger locker kompensieren könnte, stellt die Situation Swiss Central vor massive Probleme. Fakt ist: Fortan verfügt das Team nur noch über einen einzigen Profispieler (US-Center Eric Thompson); selbst in der NLB wäre Swiss Central damit eine Aussenseiterrolle gewiss. «Die fehlende Breite war schon immer ein Problem in unserem Kader», so Danijel Eric. «Sind alle Spieler gesund, können wir an einem guten Tag gegen alle Teams mithalten. Wenn sich aber nur einer unserer Schlüsselspieler verletzt, wird es sehr schwierig.» Und genau das ist gestern passiert – ausgerechnet zum Saisonstart. Diesen hätte sich wohl nicht nur Danijel Eric, sondern auch die zahlreich erschienenen Zuschauer anders vorgestellt.

Plüss: «Wir geben nicht auf»

Wie SCB mit dem Verlust von Austin Chatman umgehen wird, wird sich am nächsten Wochenende zeigen: Dann treffen die Zentralschweizer auswärts auf die Spitzenmannschaft von Lugano. Leicht dürfte auch dieses Spiel nicht werden – ganz im Gegenteil. SCB-Captain Michael Plüss mag den Kopf trotzdem nicht in den Sand stecken: «In den vergangenen zwei NLA-Saison haben wir schon so manches Tief erlebt.» Die schwierigen Situationen hätten das Team stärker gemacht. «Wir haben vielleicht am wenigsten Profis – aber aufgeben werden wir deswegen noch lange nicht!»

Swiss Central – Lions de Genève 61:86 (21:41)

SCB: Tomic 10, Plüss 14, Lehmann 13, Chatman 3, Thompson 10, Mandic, Morandi 3, Fankhauser, Birboutsakis, 2, Kairavicius 4, Zoccoletti 2. Coach: Eric / Valis. – Die besten Scorer bei Genf: Addison 21, Kovac 12, Mladjan 12, Cotture 10. – Bemerkung: Chatman (USA) fällt in der 7. Minute verletzt aus.

NLA, 1. Runde, Sonntag, Maihof: 650 Zuschauer

Daniel Schriber

Martynas Kairavicius (Mitte) von Swiss Central Basket steigt am höchsten. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

Martynas Kairavicius (Mitte) von Swiss Central Basket steigt am höchsten. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

Branko Tomic kämpft sich durch die Abwehr von Genf. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

Branko Tomic kämpft sich durch die Abwehr von Genf. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

SCB-Spieler Branko Tomic muss buchstäblich unten durch. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

SCB-Spieler Branko Tomic muss buchstäblich unten durch. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2017))

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