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BASKETBALL: Swiss Central Basketball macht Schritt für Schritt nach oben

Am Sonntag startet Swiss Central in die dritte NLA-Saison. Dieses Jahr gibt es erstmals seit längerem wieder einen Absteiger – mit dieser Rolle will SCB jedoch nichts zu tun haben.
Daniel Schriber
Swiss Central Basket mit Trainer Danijel Eric (vorne): Auf geht’s in die neue Saison. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. September 2017))

Swiss Central Basket mit Trainer Danijel Eric (vorne): Auf geht’s in die neue Saison. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 23. September 2017))

Daniel Schriber

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Vor einem Jahr startete Swiss Central Basketball (SCB) furios in die Saison. Mit vier Heimsiegen in Folge verblüffte der Verein nicht nur die ganze Basketballschweiz – er legte dafür auch den Grundstein zur erstmaligen Playoff-Qualifikation. Obwohl SCB in der Viertelfinalserie gegen Fribourg chancenlos blieb, ist für Präsident Thomas Müller klar: «Die vergangene Saison war aus sportlicher Sicht sensationell – und wir dürfen von unserer Mannschaft nicht erwarten, dass sich diese tolle Leistung einfach so wiederholen lässt.»

Am kommenden Sonntag startet SCB gegen den Vizemeister und Cupsieger aus Genf ins neue Meisterschaftsjahr. Und natürlich sind die Rollen zwischen den beiden Teams auch dieses Jahr klar verteilt. Dennoch stellt sich die Frage: Hat Swiss Central das Potenzial, um auch dieses Jahr wieder für Überraschungen zu sorgen? Eine Auslegeordnung.

Wie wird gespielt?

Die NLA wurde auf diese Saison hin von elf auf zwölf Mannschaften aufgestockt. Nebst Aufsteiger Riviera Lakers mischt erstmals auch das Fusionsprojekt Pully-Lausanne in der höchsten Liga mit. Aus der Deutschschweiz sind nebst Swiss Central nur noch Winterthur und die Starwings Regio Basel in der NLA vertreten. Zum Modus: Zwischen Oktober und April finden drei Spielrunden statt. Nach den 27 Qualifikationsspielen qualifizieren sich die besten acht Teams für die Playoffs. Zudem gibt es dieses Jahr erstmals seit längerem wieder einen Absteiger.

Das Kader

Swiss Central setzt auch in der neuen Saison mehrheitlich auf Eigengewächse: Angeführt wird die Mannschaft vom langjährigen Captain Michel Plüss. Auch die beiden 21-jährigen Innenspieler Branko Tomic (2,00 m) und Luka Mandic (2,05 m) sind wieder dabei – und werden in der neuen Saison noch mehr Verantwortung übernehmen dürfen (und müssen). Gespannt sein darf man zudem auf Marco Lehmann (1,86 m). Der 23-jährige Klotener absolvierte letztes Jahr seine erste NLA-Saison – und avancierte zugleich zum besten Schweizer Punktesammler der Liga. Starke Leistungen in sämtlichen Testspielen geben Grund zur Annahme, dass sich Lehmann dieses Jahr gar noch weiter steigern könnte.

Die Neuen

Während SCB in der neuen Saison mit Ausnahme von Nikola Stevanovic (neu bei Winterthur) alle Schweizer Schlüsselspieler erhalten bleiben, kam es bei den ausländischen Spielern zu Veränderungen. Mit Austin Chatman (24/1,83 m) und Eric Thompson (24/2,03 m) setzt SCB auf zwei neue Amerikaner. Als Spielmacher wird besonders Chatman eine entscheidende Rolle übernehmen. In den Vorbereitungsspielen bewies der Texaner, dass er nicht nur über einen guten Wurf, sondern auch über einen starken Antritt sowie ein Auge für seine Mitspieler verfügt. Als dritten Ausländer verpflichtete SCB den Litauer Martynas Kairavicius. Im Gegensatz zu den beiden Amerikanern hat der 29-Jährige keinen Profistatus. Kairavicius, der in Zürich wohnt und arbeitet, spielte in den vergangenen Jahren bei GC in der NLB. Neu im Kader sind zudem die beiden Talente Alexis Birboutsakis (16) aus dem eigenen Nachwuchs sowie der von GC kommende U18-Nationalspieler Laurent Zoccoletti (17). Beide werden dieses Jahr erstmals NLA-Luft schnuppern.

Wer sind die Favoriten?

Einen eindeutigen Favoriten zu nennen, ist schwierig. Klar scheint hingegen, dass der Titel dieses Jahr wiederum ennet des Röstigrabens und südlich des Gotthards ausgespielt werden dürfte. Die fünf «grossen» Teams heissen Monthey, Genf, Lugano, Neuchâtel und Fribourg – aber auch in der zweiten Tabellenhälfte gibt es Teams, welche für Überraschungen sorgen könnten. «Die Liga ist insgesamt ausgeglichener geworden», sagt SCB-Cheftrainer Danijel Eric. Um die Playoffs zu erreichen, muss Swiss Central mindestens vier Teams hinter sich lassen. Zu den direkten SCB-Konkurrenten gehören voraussichtlich Winterthur, die Starwings Regio Basel, Boncourt, Massagno sowie der Aufsteiger aus Vevey (Riviera Lakers).

Wie viel Geld ist im Spiel?

Die Saison ist neu, doch die Probleme sind die alten. Das Geld ist und bleibt die grosse Sorge von Swiss Central. Von drei oder gar vier Profispielern, wie sie in den meisten anderen Teams Standard sind, können die Zentralschweizer mit ihrem Budget von rund 200000 Franken nur träumen. Mehr als kleine Spesenverträge liegen für die Schweizer Spitzenspieler und auch für den Litauer Kairavicius nicht drin. Der 29-Jährige wurde von Journalisten deshalb schon als «Feierabend-Profi» betitelt. Dass der wurfstarke Litauer zumindest spielerisch viel mehr als das ist, bewies er in der Vorbereitung gleich mehrfach.

Hinweis:Sonntag, 16.00, Maihof. NLA, 1. Spieltag: Swiss Central – Lions de Genève.

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