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BASKETBALL: «Wir lassen uns drei Jahre Zeit»

Morgen Sonntag kämpfen die Frauen des STV Luzern gegen Fribourg um den Einzug in den NLB-Halbfinal. Wichtiger als der kurzfristige Erfolg ist der Vereinsführung die mittelfristige Entwicklung.
Daniel Schriber
Präsident Hans Häfliger und Jelena Morgan (technische Leiterin) möchten mittelfristig den Frauenbasketball in Luzern wieder an die nationale Spitze führen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 19. April 2018))

Präsident Hans Häfliger und Jelena Morgan (technische Leiterin) möchten mittelfristig den Frauenbasketball in Luzern wieder an die nationale Spitze führen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 19. April 2018))

Daniel Schriber

sport@luzernerzeitung.ch

Manchmal kann es im Basketball schnell, sehr schnell gehen. Erst zehn Minuten waren im Viertelfinal-Hinspiel zwischen Elfic Fribourg und dem STV Luzern gespielt – doch die Luzernerinnen lagen bereits 12:29 zurück. Von diesem Fehlstart erholte sich das Team von Roger Getzmann nicht mehr, am Ende resultierte eine 53:62-Niederlage.

Um das Final-4-Turnier der NLB-Playoffs doch noch erreichen zu können, müssen die Luzernerinnen das Rückspiel gegen Fribourg deshalb mit mindestens zehn Punkten Unterschied gewinnen. «Nach vielen guten Leistungen in dieser Saison hätte unser Team die Qualifikation für den Halbfinal verdient», sagt Jelena Morgan, die technische Leiterin der Luzernerinnen.

Team stand vor dem Aus

Auch der langjährige Vereinspräsident Hans Häfliger würde sich über eine Final-4-Qualifikation freuen. Dies auch deshalb, weil Luzern extra auf eine Teilnahme am Deutschschweizer Cup-Final verzichtet, da dieser Termin just auf das nationale Finalturnier von kommender Woche fällt. Häfliger ärgert sich über die mangelnde Absprache der Basketballverbände. «Wir hätten eine echte Chance gehabt, den Deutschschweizer Cup zu gewinnen – doch wir möchten auch um den NLB-Titel spielen. Das sind wir unseren Spielerinnen schuldig.»

Für Häfliger selbst hat der sportliche Erfolg – zumindest in dieser Saison – nebensächliche Bedeutung. «Der Frauenbasketball in dieser Region durchlebte in den vergangenen Jahren viele Hochs und Tiefs.» Jelena Morgan spricht gar von einer «Achterbahnfahrt». In der Tat: Nach der gescheiterten Übernahme der ehemaligen Highflyers durch den LK Zug standen die Basketballerinnen im Sommer vor dem Aus. Dass es nicht so endete, ist primär Häfligers Verdienst. Der 68-jährige Krienser entschied sich dazu, das Team zu übernehmen und damit die Frauen-Abteilung des STV Luzern Basket zu reaktivieren. «Wir versuchen hier mittelfristig etwas auf die Beine zu stellen», sagt Häfliger.

«Wir lassen uns drei Jahre Zeit – dann schauen wir, wie sich die Sache entwickelt.» Mit «wir» meint der Präsident sich selbst, seine Sportchefin Jelena Morgan, den Cheftrainer Roger Getzmann – und natürlich die Spielerinnen. «Es ist toll zu sehen, mit welchem Einsatz sie bei der Sache sind.» Genau das sei für ihn auch nach über zehn Jahren als Vereinspräsident Motivation genug, sich jede Woche zwei Tage für den Verein einzusetzen. «Hier bewegt sich etwas.» Perfekt laufe aber noch längst nicht alles. «Wie viele andere Vereine haben auch wir Nachwuchsprobleme.» Und natürlich sind auch die Finanzen immer ein Thema.

Dem Sport etwas zurückgeben

Freude hat auch Jelena Morgan. Die 44-Jährige blickt selber auf eine langjährige NLA-Karriere zurück. Morgan spielte unter anderem in Sursee, Brunnen und Bellinzona. Obwohl sie selber schon länger keine Körbe mehr wirft, blieb sie dem Sport treu. «Ich bin immer noch angefressen», sagt Morgan und lacht. «Ich konnte während vieler Jahre vom Basketballsport profitieren. Für mich ist es nun selbstverständlich, dass ich dem Sport etwas zurückgebe und damit einen Teil dazu beitrage, dass auch die nächste Generation in den Genuss dieser faszinierenden Sportart kommt.»

Und wie stehen Morgan und Häfliger zum Thema NLA? «Im Moment kein Thema», sind sich die beiden einig. Um diesen Schritt ernsthaft in Betracht ziehen zu können, müsste der Verein nicht nur sportlich, sondern finanziell und organisatorisch einen grossen Schritt nach vorne machen. «Aber wer weiss, wie das in zwei Jahren aussieht.»

Hinweis

Frauen, NLB, Viertelfinal-Rückspiel. Sonntag: STV Luzern – Elfic Fribourg (14.30, Wartegg).

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