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EVZ: Baustellen in der Zuger Abwehr

Nach Johann Morant wird voraussichtlich auch Thomas Thiry den EV Zug verlassen. Kommt dafür ein ausländischer Verteidiger?
Sven Aregger
Jubelt wohl bald nicht mehr für den EVZ: Thomas Thiry. Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Bern, 12. Januar 2019)

Jubelt wohl bald nicht mehr für den EVZ: Thomas Thiry. Bild: Marc Schumacher/Freshfocus (Bern, 12. Januar 2019)

Eine der Zuger Baustellen in der bisherigen Saison ist die Verteidigung. Das mag am Gesamtgefüge liegen, an Abstimmungsproblemen. Auch die Klubverantwortlichen sind bisweilen ratlos, zumal der EV Zug mit dem gleichen defensiven Personal wie in der Vorsaison spielt, damals stellten die Zentralschweizer die zweitbeste Abwehr der Liga. Die Zahlen in der laufenden Meisterschaft lesen sich weniger vorteilhaft: Mit durchschnittlich drei Gegentoren pro Partie sind die Zuger das drittschlechteste Team in der National League, und im Boxplay sind sie ebenfalls noch weit von der Stilsicherheit vergangener Jahre entfernt.

Gegenwärtig tun sich auch Baustellen im Hinblick auf die nächste Saison auf – und zwar personeller Natur. Der kompromisslose Abräumer Johann Morant (33) hat kürzlich bei den ZSC Lions einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Und auch Thomas Thiry, wie Morant ein Franzose mit Schweizer Lizenz, hat wohl keine Zukunft mehr in Zug. Sportchef Reto Kläy bestätigt: «Ich gehe davon aus, dass Thomas Thiry uns verlassen wird.» Angeblich hat der SC Bern sein Interesse am 22-Jährigen angemeldet, der in der Saison 2017/18 den Sprung vom Farmteam EVZ Academy in die erste Mannschaft geschafft hatte. Der SCB soll zudem Miro Zryd auf dem Transferzettel haben. Der 25-jährige Berner Oberländer hat wie Thiry und Morant einen auslaufenden Vertrag in Zug, und Sportchef Kläy konnte sich bisher nicht dazu durchringen, dem Verteidiger ein neues Angebot zu machen: «Ich will noch andere Optionen prüfen.» Zryd, der 2018 von den SCL Tigers zum EV Zug gestossen war, und Thiry spielten zuletzt bei Trainer Dan Tangnes nur noch marginale Rollen auf dem Eis.

Stürmer Simion soll in Zug bleiben

Kläy hat mit potenziellen Zuzügen bereits Gespräche geführt. Nach dem definitiven Abgang von Morant und den möglichen Transfers von Thiry und Zryd liegt sein Augenmerk auf physisch starken Verteidigern, die aber auch Akzente an der blauen Linie setzen können. Der Sportchef zieht sogar die Verpflichtung eines ausländischen Verteidigers in Betracht. Derzeit beschäftigt der EVZ fünf Importspieler in der Offensive. Allerdings ist es kaum vorstellbar, dass der blasse Kanadier David McIntyre über diese Saison hinaus weiterbeschäftigt wird. Zudem soll künftig der Academy-Verteidiger Dario Wüthrich (20) die Chance in der höchsten Spielklasse erhalten.

Während in der Abwehr vorderhand noch viele Fragen offen bleiben, sieht es im Sturm aufgeräumter aus. Mit Lino Martschini (vor der Saison) und Sven Senteler (vor wenigen Tagen) wurde bereits verlängert, in dieselbe Richtung geht es auch bei Dario Simion. Kläy hat schon früh in der Saison angedeutet, dass er mit dem 25-jährigen Tessiner Flügel zufrieden sei. Jetzt sagt er: «Wir sind auf einem guten Weg. Ich hoffe, dass Dario in Zug bleibt.»

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