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BEACHVOLLEYBALL: Ehemalige Miss fiebert mit

Die beiden Aargauer Tim Köpfli und Irian Mika verpassen die Achtelfinal-Quali. Als Fan auf der Tribüne: Mutter Köpfli, gebürtige Luzernerin und Miss Schweiz von 1986.
Tim Köpfli (links) und Irian Mika klatschen sich nach einem Punkt ab... (Bild: Roger Grütter/ Neue LZ)

Tim Köpfli (links) und Irian Mika klatschen sich nach einem Punkt ab... (Bild: Roger Grütter/ Neue LZ)

Claudio Zanini

An der Unterstützung von Renate Köpfli hat es bestimmt nicht gelegen, dass Tim Köpfli (20) und Irian Mika (18) gegen Thailand das zweite Gruppenspiel dieser U-21-WM verlieren. Die Mutter von Tim geht mit, beklatscht die gewonnenen Punkte, springt auf, verwirft auch mal die Hände. Neben ihr auf der Tribüne des Center Courts im Luzerner Lido sitzt Mutter Margrith Walther, die Grossmutter von Tim, wohnhaft in Meggen. Zwei Plätze weiter steht Vater Köpfli. Und in der vorderen Reihe sind Tims Bruder Luke (21) und Schwester Nora (18).

Miss-Titel noch nicht so lukrativ

«Ich habe heute extra freigenommen», erzählt Renate Köpfli. «Wenn Tim und Irian in Luzern spielen, darf ich das nicht verpassen.» Sie ist in Meggen aufgewachsen, im Musegg-Schulhaus hat sie das städtische Lehrerseminar absolviert. 1986 war sie die erste Miss Schweiz aus der Zentralschweiz – mit ihrem ledigen Nachnamen Walther. «Man hatte damals schon verschiedene Aufträge als Miss, aber es war wahrscheinlich noch nicht so lukrativ wie heute», erklärt die Primarlehrerin, die mit ihrer Familie heute im aargauischen Hermetschwil-Staffeln wohnt. Sohn Tim schmunzelt, als er auf die Vergangenheit seiner Mutter angesprochen wird. «Das ist eigentlich nicht so bekannt, dass sie mal Miss Schweiz war.» Es sei zwar schon vorgekommen, dass ihn Kollegen darauf angesprochen hätten. Das passiere aber selten. Die ehemalige Schönheitskönigin sagt derweil, den Satz «Ich kenne Sie von irgendwo» sei ihr nicht gänzlich unbekannt.

Seit kurzem gemeinsam im Sand

Doch zurück zum sportlichen Teil. Nach der 2-Satz-Niederlage gegen die flinken Thailänder (19:21, 19:21) brauchen Köpfli und Mika dringend einen Sieg gegen Kanada, um doch noch in die Achtelfinals vorzustossen. Vor dem Spiel ist den beiden der Respekt vor dem Gegner anzumerken. «Die Kanadier haben gegen die Thailänder zwar auch verloren. Dennoch sind sie stark», sagt Mika.

Dass die beiden Aargauer überhaupt auf der Lidowiese im Einsatz sind, verdanken sie dem Sieg am «Swiss Trial»-Turnier, wo sie sich gegen sieben andere Teams durchsetzten und das WM-Ticket lösten. Köpfli und Mika gehen beide an die Sportkanti in Aarau, beide spielten in der Juniorenabteilung von Volley Schönenwerd, und beide sind 1,92 Meter gross. Seit dieser Saison spielen sie zusammen im Sand.

Eine Feier gibt es ohnehin

Gegen die Kanadier vergeben sie den ersten Satz mit 17:21, kommen im zweiten Durchgang aber zurück ins Spiel und gewinnen mit 21:12 – es geht ins Tiebreak. Dort verlieren sie jedoch den Faden und mit 6:15. Das Ziel, die Achtelfinals zu erreichen, verpassen sie. Tim Köpfli fuchst es besonders. Denn irgendwie – durch den familiären Bezug – fühlt er sich hier heimisch. «Ich bin zwar im Aargau aufgewachsen, aber war als Kind oft im Luzerner Lido. Es wäre schön gewesen, vor der Familie und den Kollegen dieses Spiel zu gewinnen.» Mutter Renate litt wieder mit. «Während des Tiebreaks waren die beiden mental nicht ganz bereit. Da habe ich bald gemerkt, dass es schwierig wird», resümiert sie. Die beiden Spieler waren sich aber einig: «An unserem ersten internationalen Turnier haben wir gezeigt, dass wir auf diesem Niveau gut mitspielen können.» Es ist wahrscheinlich ein schwacher Trost, aber Tim Köpfli wird heute ohnehin zum Feiern kommen. Auch wenn der Anlass «nur» sein 20. Geburtstag ist – und nicht ein Exploit an der U-21-WM.

Luzern. U-21-WM. Vorrunde. Männer. Gruppe A: Breer/Haussener (SUI/1) s. Heredia/Bustos (PER/17) 21:8, 21:12. Breer/Haussener s. Siren/Määttänen (FIN/16) 21:16, 21:17. – Rangliste (je 3 Spiele): 1. Breer/Haussener 5. 2. Siren/Määttänen 5. 3. Bouter/Van Steenis 5. 4. Heredia/Bustos 3. – Breer/Haussener in den Achtelfinals.

Gruppe H: Köpfli/Mika (SUI/8) u. Buntem/Thanthawat (THA/24) 19:21, 19:21. Köpfli/Mika u. Towe/MacNeil (CAN/9) 17:21, 21:12, 6:15. – Rangliste (je 3 Spiele): 1. Siwolap/Myskiw (RUS) 6. 2. Buntem/Thanthawat 5. 3. Towe/MacNeil 4. 4. Köpfli/Mika 3. – Köpfli/Mika ausgeschieden.

Frauen. Gruppe A: Stubbe/Daalklerop (NED/16) s. Gerson/Marolf (SUI/1) 21:11, 22:20. – Rangliste (je 3 Spiele): 1. Stubbe/Daalklerop 6. 2. Sinisalo/Ahtiainen (FIN/17) 4. 3. Nezir/Cetin (TUR/32) 4. 4. Gerson/Marolf 4. – Gerson/Marolf ausgeschieden.

Gruppe H: Valdez Lizarraga/Burnside (MEX/9) s. Rohrer/Bachmann (SUI/8) 22:20, 21:12. – Rangliste: 1. Matei/Vaida (ROU/24) 6. 2. Rudych/Zajontschkowskaja (RUS/25) 5. 3. Valdez Lizarraga/Burnside 4. 4. Rohrer/Bachmann 3. – Rohrer/Bachmann ausgeschieden.

Das Programm bis Pfingstmontag

Heute, 11.00: Pool-Spiele der Männer und Frauen. – 15.00: Show-Act. – 16.00: Achtelfinals Männer.

Morgen, 9.30: Achtelfinals Männer. – 13.30: Viertelfinals Frauen – 17.00: Viertelfinals Männer.

Montag, 9.00 und 10.00: Halbfinals Frauen. – 11.00 und 12.00: Halbfinals Männer.

14.00: Spiel um Platz 3 der Frauen. – 15.00: Spiel um Platz 3 der Männer.

16.20: Final der Frauen. – 17.20: Final der Männer. – 18.30: Siegerehrung.

Internet

Mehr zur WM (täglich freier Eintritt): www.beachvolley-lucerne.ch

...während sie von Renate Köpfli lautstark angefeuert werden. (Bild: Roger Grütter/ Neue LZ)

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