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BEACHVOLLEYBALL: Grosse Ambitionen beim Heimspiel

Das Zuger Team Nicole Eiholzer und Nina Betschart startet beim hochklassigen Turnier auf der Luzerner Lidowiese im Hauptfeld. Und will einen weiteren Schritt in Richtung internationale Klasse machen.
Roland Bucher
Sind drauf und dran, die Beachvolleyball-Welt zu erobern: Nicole Eiholzer (rechts) und Nina Betschart aus Steinhausen. (Bild Pius Amrein)

Sind drauf und dran, die Beachvolleyball-Welt zu erobern: Nicole Eiholzer (rechts) und Nina Betschart aus Steinhausen. (Bild Pius Amrein)

Roland Bucher

Ja, etwas «reissen» will Nicole Eiholzer am Turnier, für Stimmung sorgen, den Fans Spektakel bieten, gemeinsam die Fortschritte bestätigen: «Es ist für Nina und mich dank der Wild Card der erste Auftritt in einem Hauptfeld. Das wollen wir einerseits geniessen, andrerseits packen wir die Aufgabe aber durchaus mit Ambitionen an.» Wissen muss man: Die beiden 19-jährigen Beachvolleyballerinnen aus Steinhausen, die im Zweier-Teamverbund bereits die achte Saison zusammen bestreiten, zählen zu den grössten Schweizer Hoffnungen in dieser aufstrebenden Sportart, welche die hohe athletische Anforderung so perfekt mit gewagten Showelementen spickt. Das sympathische Duo hat sich im nationalen Ranking hinter drei an Altersjahren und Erfahrung wesentlich reiferen Tandems als Nummer vier etabliert: «Und dieser Reputation wollen wir in Luzern gerecht werden.»

Zwei, die sich perfekt ergänzen

Nicole Eiholzer und Nina Betschart, das sind zwei ehrgeizige junge Sportlerinnen, welche sich durchaus zutrauen, die Beachvolleyball-Welt zu erobern: «Wir ergänzen uns optimal. Nina ist der ruhende Pol auf dem Feld, sie hat ein perfektes Auge für die Gegnerinnen, kann das Spiel lesen. Meine Aufgabe ist rustikaler und beinhaltet nicht zuletzt das Beherrschen der Zone am Netz.» Sie beide, die inzwischen dem Juniorenalter entwachsen sind und in der Elitekategorie sich abtastend den Besten annähern wollen, haben im Wintertraining entsprechende Anpassungen vorgenommen: Das Spielsystem wurde vom Trainerstab an die höheren Ansprüche angepasst, Laufwege wurden verändert, um mit noch mehr Wucht den entscheidenden Smash ansetzen zu können. 20 Stunden pro Woche betrage der Trainingsaufwand, erzählt Nina Betschart, aber das mache man gerne, schmunzelt Nicole Eiholzer: «Wir verstehen uns nach einer fast achtjährigen Volleyball-‹Ehe› fast blind». Streitereien während des Spiel gebe es – im Gegensatz zu anderen Formationen – nie: «Wir haben es perfekt miteinander, Nina ist eine grossartige Partnerin.»

Die solchermassen Gelobte gibt die Blumen gerne zurück: «Was Nicole anpackt, das tut sie konzentriert, konsequent. Sie ist fleissig, ehrgeizig, willensstark, gut organisiert – und eine wirklich aufgestellte, lustige Frau. Es macht auf und neben dem Sportplatz viel Spass, mit ihr zusammen zu sein.»

Erholsame Tage in Prag

Es ist ein umtriebiges Duo, welches in diesen Tagen so viele Herausforderungen unter einen Hut zu bringen hat. Nicole büffelt für die Matura und hofft, dass «meine Klassenkollegen und -kolleginnen ein bisschen Zeit finden, uns beim Turnier frenetisch anzufeuern». Nina ihrerseits spürt – in amouröser Beziehung – den Frühling. Seit anderthalb Jahren nämlich ist sie die Partnerin des früheren EVZ- und heutigen Lugano-Stars Damien Brunner, und der weilt dieser Tage aktiv an den Eishockey-Weltmeisterschaften in Prag. Nina Betschart liess es sich natürlich nicht nehmen, zwei Partien ihres Herzblattes vor Ort anzuschauen. «Beide Partien gegen Schweden und Kanada waren spektakulär», berichtet die sportliche Globetrotterin, um indes auch einen Riegel zu schieben: «Mehr möchte ich nicht zu Damien und mir erzählen, es soll ja schliesslich eine Beachvolleyball-­Geschichte werden ...»

Olympische Spiele als Fernziel

Wenn Nicole Eiholzer demnächst an der Kantonsschule Alpenquai in Luzern ihre Matura ebenfalls unter Dach und Fach gebracht hat, dann wird sich das Steinhauser Duo profimässig dem Beachvolleyball widmen: «Wenn du ganz nach oben willst», weiss Nina Betschart, «dann musst du vieles, dann musst du alles investieren.» Und wie wollen die beiden nach oben! Unisono gestehen sie: «Wer Spitzensport betreibt, für den sind Olympische Spiele das Mass aller Dinge. Wir träumen diesen Traum und sind bereit, diesem Ziel viel unterzuordnen.»

Würde der Traum platzen, dann breche indes keine Welt zusammen: «Wir Beachvolleyballerinnen haben das schöne Vorrecht, jedes Jahr eine Europameisterschaft und eine Weltmeisterschaft bestreiten und viele ferne Länder kennen lernen zu dürfen. Das und die Tatsache, dass jedes Turnier, welches wir bestreiten, ein lässiger Event ist», betont Nina Betschart, «ist schon ein schöner Lohn für den Aufwand, den wir auf uns nehmen.» Also, auf als Fan ins Lido! «Ich bin sicher», lädt Nicole Eiholzer zum grossen Beachvolleyball-Fest ein, «dass jeder Zuschauer auf die Rechnung kommt.» Am liebsten natürlich mit einer weiteren Ehrenmeldung für das illustre Zuger Gespann.

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