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BEACHVOLLEYBALL: «In Luzern ist alles möglich»

Das Schweizer Top-Duo Nico Beeler/Marco Krattiger war nahe am frühen Ausscheiden, nun stehen die beiden an der World Tour in Luzern im Achtelfinal. Daneben sorgt der Sprung einer Ex-Weltmeisterin in den Vierwaldstättersee für Aufsehen.
Stephan Santschi
Weltmeisterin aus Brasilien: Juliana Felisberta da Silva (rechts) (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Mai 2018))

Weltmeisterin aus Brasilien: Juliana Felisberta da Silva (rechts) (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Mai 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

«Den Worst Case abgewendet? Ja, das kann man so sagen.» Marco Krattiger lächelt erleichtert, es ist früher Freitagnachmittag und der 23-jährige Thurgauer hat an der Seite seines 25-jährigen Teamkollegen Nico Beeler (Jona) gerade das deutsche Duo Walkenhorst/Winter in drei Sätzen bezwungen. Hätte die aktuelle Nummer eins der Schweiz verloren, wäre für sie bereits nach der Gruppenphase des World-Tour-Events im Luzerner Lido Schluss gewesen. So aber konnten sie sich auf den Sechzehntelfinal am Abend freuen.

Den ersten Satz verloren ­Beeler/Krattiger 16:21, den zweiten gewannen sie 21:15, ehe sie im Tiebreak das Glück auf dem Centre Court auf ihre Seite zwangen (15:9). «Im Moment ist es nicht einfach für uns, wir haben keinen guten Lauf», merkte Krattiger selbstkritisch an. «Ich versuche hier die Gletscherbrille anzuziehen. Das heisst: mich immer nur auf die nächste Aktion zu konzentrieren.» Die Ergebnisse und Leistungen liessen zuletzt arg zu wünschen übrig. Dabei würden sie auf und neben dem Sand sehr gut zusammenpassen. «Nico ist der analytische, kontrollierte Spieler, ich sorge für die Emotionen und Spielfreude», erzählt Krattiger und führt aus: «Als Menschen sind wir sehr verschieden. Während ich gerne mit 15 Leuten zu Abend esse, bleibt er schon mal lieber alleine im Zimmer. Wir sind eine witzige Kombination.»

Brasilianischer Topcrack schwärmt von der Schweiz

Eine andere bemerkenswerte Kombination gab es gestern auch auf einem der drei Aussenfelder zu sehen. Dort stand gar ein veritabler Star des Beachvolleyballs im Einsatz. Ihr Name: Juliana ­Felisberta da Silva, 34 Jahre alt, Brasilianerin. In ihrem Palmarès stehen unter anderen ein Weltmeistertitel (2011) und ein dritter Platz an den Olympischen Spielen (2012). Nach einer Pause ist sie zurück im Profigeschäft, weil sie in ihrer neuen Teamkollegin Andressa Cavalcanti Ramalho (21) ein grosses Talent sieht. «Ich will ihr helfen, auf das höchste Niveau zu kommen», erklärte Da Silva.

In Luzern standen die beiden auf der World Tour erstmals im Haupttableau, nach der 1:2-Niederlage gegen die Amerikanerinnen Flint/Day schieden sie gestern im Sechzehntelfinal aber aus. Trotz schlechten Spiels schwärmte Da Silva über die Schweiz. «Sie ist nach Brasilien mein zweitliebstes Land.» In dieser Woche sprang sie mit Ramalho sogar in den kalten Vierwaldstättersee, weil sie sich über die erfolgreiche Qualifikation freute.

Weiter im Turnier steht derweil das topgesetzte Schweizer Duo Beeler/Krattiger, im Sechzehntelfinal gestern Abend schlugen sie die Norweger Berntsen/Mol mit 2:0 (21:13, 21:17). «Wir nehmen nun Schritt für Schritt, kämpfen für mehr Selbstvertrauen», sagte Krattiger und fügte an. «In Luzern, in diesem ausgeglichenen Feld, ist alles möglich.» Mit Hilfe der Gletscherbrille.

World Tour in Luzern

World Tour (Drei-Sterne-Turnier). Männer. Gruppe A. Um Platz 3: Beeler/Krattiger (SUI) s. Walkenhorst/Winter (GER) 16:21, 21:15, 15:19. – Gruppe C. Um Platz 3: Zandbergen/Kissling (SUI) s. Finsters/Solovejs (LAT) 21:19, 21:15. – Gruppe G. Final: Heidrich/Gerson (SUI) s. Semenow/Leschukow (RUS) 21:19, 23:21. – Sechzehntelfinals: Beeler/Krattiger s. Mol/Berntsen (NOR) 21:13, 21:17. Rosenthal/Budinger (USA) s. Zandbergen/Kissling 21:19, 21:19.

Frauen. Gruppe E. Final: Plesiutschnig/Schützenhöfer (AUT) s. Eiholzer/Steinemann (SUI) 22:20, 20:22, 15:13. – Sechzehntelfinals: Del Solar/Clancy (AUS) s. Caluori/Gerson (SUI) 21:19, 21:11. Woronina/Botscharowa (RUS) s. Eiholzer/Steinemann 21:19, 18:21, 15:10.

Modus: Die Gruppensieger (Final-Sieger) qualifizieren sich für die Achtelfinals. Die Gruppenzweiten (Final-Verlierer) und Gruppendritten (Sieger Spiel um Platz 3) qualifizieren sich für die 1/16-Finals.

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