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BEACHVOLLEYBALL: Mit der Pelerine im Strandkorb

Bei Regen und Kälte verirren sich nur wenige hartgesottene Fans an die U-21-WM in Luzern. Doch die Beachvolleyballer sind hart im Nehmen. Und auch der OK-Präsident lässt sich nicht unterkriegen.
Theres Bühlmann
Der Coach von Sierra Leone, Sorie Kamara (Mitte), beobachtet seine Spieler im Vordergrund genau. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Der Coach von Sierra Leone, Sorie Kamara (Mitte), beobachtet seine Spieler im Vordergrund genau. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Theres Bühlmann

Regenschirme statt Sonnenhüte, Pelerinen statt T-Shirts – Petrus meint es zurzeit alles andere als gut mit den Beachvolleyballern und ihren Fans. Dazu tut Pankratius, der Eisheilige, am Donnerstag das Seinige: Regen, Wind und Kälte dominieren die U-21-Weltmeisterschaften im Luzerner Lido. Am besten bedient ist, wer sich barfuss bewegt oder in Badeschlappen (das gibt es tatsächlich). So spürt man zumindest die Nässe in den Schuhen weniger. Zuschauer verirren sich nur wenige aufs Lidogelände. Doch die Schweizer Teams, die alle im Center Court ihre Spiele absolvieren, können trotzdem auf Fans zählen.

Esther Rohrer (links) und Vera Bachmann verlieren ihr erstes Spiel gegen Rudykh / Zayonchkovskay aus Russland mit 0:2 (12-21, 22-24). (Bild: FIVB)
Esther Rohrer (19) aus Alpnach. (Bild: FIVB)
Vera Bachmann (20) aus Sempach Station. (Bild: FIVB)
Das zweite Schweizer Duo ist erfolgreicher: Selina Marolf (links) und Dunja Gerson gewinnen gegen Nezir / Cetin aus der Türkei 2:1 (21-18, 17-21, 15-13). (Bild: FIVB)
Selina Marolf (18) aus Oberdiessbach. (Bild: FIVB)
Dunja Gerson (20) aus Belp. (Bild: FIVB)
Tim Köpfli (rechts) und Irian Mika verloren gegen Sivolap / Myskiv aus Russland mit 0:2 (9-21, 17-21). (Bild: FIVB)
Tim Köpfli (19) aus Hermetschwil. (Bild: FIVB)
Voll konzentriert: Dunja Garson (20) aus Belp. (Bild: FIVB)
Irian Mika (18) aus Meisterschwanden (Bild: FIVB)
Das Schweizer Duo Breer/Haussener verlor gegen die Niederlande. Im Bild: Yves Haussener. (Bild: FIVB)
Florian Breer (vorne) freut sich über einen Punktgewinn. (Bild: FIVB)
Florian Breer (links) versucht den Ball zu blocken. (Bild: FIVB)
13 Bilder

Beachvolleyball-U21-WM - Tag 2

Die Farbtupfer im Lido

Es ist ja nicht so, dass man im Lido auf griesgrämige Menschen trifft. Die Veranstalter, Besucher und Fans nehmen es locker. Sie versuchen, das Beste aus dieser Situation zu machen. Für Farbtupfer sorgen die russischen Spielerinnen, die sich allesamt mit Schirmen in Regenbogenfarben schützen. Sorie Kamara, Coach der Equipe aus Sierra Leone, gibt etwas frierend, aber trotzdem gut gelaunt in einer blauen Regenpelerine seinem Team Anweisungen aus dem Strandkorb. Locker nimmt es auch OK-Präsident Marcel Bourquin. «Wir wussten ja um die Wetterlage und müssen uns auf die Situation einstellen», sagt er.

Beachvolleyballer sind hart im Nehmen, denn Spiel­abbrüche oder Verschiebungen gibt es nur bei Blitz, Donner oder Hagel. «Dann würden die Spiele nach hinten verschoben, solange es noch hell ist, oder am anderen Tag früher angesetzt», erklärt Bourquin. Das OK kommt den Zuschauern entgegen und gibt die gedeckte VIP-Tribüne im Center Court frei. «Überhaupt», so Bourquin, «ich glaube nicht, dass das Wetter der Begeisterung gross Abbruch tut.» Und er sagt das, was man in dieser Situation zu sagen pflegt: «Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Kleidung.» Und schiebt nach: «Am Sonntag und Montag regnet es nicht. Und überhaupt, der Montag wird ein Traumtag.»

Zuschauerzahl nach unten revidiert

Dann wäre auch der Biergarten bevölkert, der gestern menschenleer war. Man könnte das Kulinarische geniessen, Pizza, Pasta und Polenta, Süsses und Saures, einfach alles, was die internationale Speisekarten hergeben. Und sollte die 2500 Zuschauer fassende Haupttribüne besetzt sein, womit bei schönem Wetter durchaus zu rechnen ist, kommen auch die Übertragungen der Center-Court-Spiele auf der LED-Wand im Lidogelände zum Tragen. Diese Neuerung wurde eingeführt, weil im vergangenen Jahr bei der World-Tour veritable Staus vor dem Hauptfeld zu verzeichnen waren. Freuen dürfen sich die Zuschauer am Wochenende auch auf Show-Acts, die von russischen Tänzerinnen bestritten werden. Mit den budgetierten 50 000 Zuschauern wird es in diesem Jahr allerdings nichts: «Wir rechnen nun mit etwa 20 000», sagt Bourquin.

Zurück zum Sportlichen: Um 12.20 Uhr brandet Applaus im Center Court auf. Im Einsatz steht das einzige Innerschweizer-Duo Esther Rohrer (Alpnach) und Vera Bachmann (Sempach Station), das seine Erstrundenpartie gegen Russland bestreitet. Die Sitzplatztribüne ist mit rund 300 Zuschauern respektabel gefüllt. Mit «Hopp Schwiiz»-Rufen versuchen die Zuschauer, die Schweizerinnen lautstark nach vorne zu treiben. «Wir waren zu Beginn schon etwas nervös», resümiert Esther Rohrer hinterher. Mitte des zweiten Satzes findet das Duo besser ins Spiel, muss sich aber mit 0:2 geschlagen geben (siehe Box unten). Bachmann ärgert sich nach der Partie über die drei vergebenen Satzbälle. Trotzdem: «Es ist ein schönes Gefühl, vor eigenem Publikum zu spielen und angefeuert zu werden», erzählt Rohrer. Sie hätte diese Anfeuerungsrufe sehr wohl wahrgenommen, «und ich habe sogar einzelne Stimmen erkannt».

Die Musik im Center Court animiert zum Mittanzen, so kann sich der eine oder andere Besucher aufwärmen. Aber dies wird in den nächsten Tagen ja nicht mehr der Fall sein. Wie verspricht doch OK-Präsident Bourquin: «Sonntag und Montag regnet es nicht.»

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