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BEACHVOLLEYBALL: WM-Premiere bei den Grossen

Für die Zugerin Nina Betschart steht ein Höhepunkt in ihrer Karriere an: Die 21-Jährige erlebt heute (19.00) gegen Venezuela ihr erstes Spiel an einer Weltmeisterschaft auf Eliteebene.
Andreas Eisenring
Auf dem Sprung nach oben: Nina Betschart (Nummer 2) – hier am Turnier im kroatischen Porec. (Bild: Luka Stanzl/Freshfocus (Porec, 1. Juli 2017))

Auf dem Sprung nach oben: Nina Betschart (Nummer 2) – hier am Turnier im kroatischen Porec. (Bild: Luka Stanzl/Freshfocus (Porec, 1. Juli 2017))

Andreas Eisenring

sport@luzernerzeitung.ch

Mit Anouk Vergé-Dépré und Joana Heidrich stellt die Schweiz ein Duo an der WM in Wien, dem man zutraut, um die Halbfinalteilnahme mitmischen zu können. Es wäre vermessen, eine solche Erwartungshaltung auch auf Defensivspezialistin Nina Betschart und ihre Blockpartnerin Tanja Hüberli anzuwenden. Zwar darf sich die Steinhauserin bereits mehrfache Welt- und Europameisterin im Jugendbereich nennen. Allerdings hat sich so manch erfolgreiche Juniorin später auf der World-Tour der Elite nicht etablieren können. Wenn in den Jugendkategorien ein gezielter Cut oder Lob oder auch ein nicht allzu scharfer Smash noch genügte, um den Punkt zu machen, ist das für die nur 176 cm grosse Verteidigerin auf dem höchsten Turnier-Level jetzt nicht mehr ganz so einfach. Dennoch hat Betschart diesen grossen Entwicklungsschritt erstaunlich schnell, nämlich innerhalb nur eines Jahres gemacht. «Das haben wir der harten Trainingsarbeit zu verdanken», sagt Betschart, die während des Wintertrainings auch ein Psychologie-Fernstudium begonnen hat, mit dem Ziel, beruflich dereinst mit Kindern zu arbeiten.

Arbeit war der eine Schlüssel, die Bereitschaft, einige ihrer bisherigen Automatismen umzustellen, der andere: «Ich musste einige Änderungen in meinem Spiel, etwa im Angriff, vornehmen, was mich zuerst auch etwas verunsichert hat. Und auch an der Athletik hart arbeiten, um auf diesem Level mich durchsetzen zu können. Diese Phase hätte durchaus zwei, drei Jahre dauern können. Dass es nun so schnell geklappt hat, macht grossen Spass.»

Grosse Vorfreude, aber kein Druck

Vorläufiger Höhepunkt: Der 3. Rang am Fünf-Sterne-Turnier von Porec vor vier Wochen. Beim Heimturnier in Gstaad (17.) lief es dann nicht mehr ganz so gut, denn dieser erste Grosserfolg wollte zuerst einmal verdaut werden. «Wir hatten körperlich und emotional kaum Zeit, wieder ­etwas Ruhe zu finden. Dieser Podestplatz hat uns sicher noch etwas überfordert», stuft Betschart ein, «wir sind es uns noch nicht gewohnt, so lange in einem Turnier zu verbleiben.»

Betschart verspürt grosse Vorfreude: «Das Wort WM hört sich cool an. Es wird ganz anders sein als bei den Jugend-Weltmeisterschaften. Es werden uns sicher viele Schweizer unterstützen, auch meine Familie und Freunde. Darauf freue ich mich sehr, fühle aber deswegen keinen grossen Druck.» Kribbeln aber wird garantiert sein, vor allem dann, wenn die als Nummer 10 gesetzten Schweizerinnen auch einmal auf dem Center-Court spielen dürfen: Auf der Donauinsel wartet eine gewaltige Arena mit 10 000 Fans.

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