Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BEACHVOLLEYBALL: Zwei unberechenbare Talente

Die beiden Basler Yves Haussener und Florian Breer machen fehlende Körpergrösse mit einem unkonventionellen Spielstil wett. Sie sind das letzte verbleibende Schweizer Team an der U-21-WM.
Interview Sven Aregger
Treffen heute im Achtelfinal auf Thailand: die beiden Basler Florian Breer (links) und Yves Haussener. (Bild Manuela Jans-Koch)

Treffen heute im Achtelfinal auf Thailand: die beiden Basler Florian Breer (links) und Yves Haussener. (Bild Manuela Jans-Koch)

Thailand gegen Australien 2-0 (21-18, 21-14). Marudet Buntem und sein Teammitglied Thanachod Thanthawat aus Thailand. (Bild: FIVB)
Maximilian Guehrer, Australia (Bild: FIVB)
Jonathan Hunt aus Australien verpasst den Ball. (Bild: FIVB)
Das Spiel Argentinien gegen Frankreich 1-2 (14-21, 24-22, 12-15) Arnaud Loiseau und Teammate Arnaud Gauthier-Rat aus Frankreich feiern ihren Sieg. (Bild: FIVB)
Santiago Aulisi von Argentinien kann der Angriff der Franzosen blocken. (Bild: FIVB)
Frankreichs Arnaud Loiseau verteidigt gegen Argentinien. (Bild: FIVB)
Das Spiel Brasilien gegen Vanuatu endete 0 - 2 (21-14, 21-15). Costa Victoria Lopes Pereira (links) von Brasilien und Loti Joe Vanuatu. (Bild: FIVB)
Sherysyn Toko von Vanuatu. (Bild: FIVB)
Das Spiel Belarus gegen Kanada endete 0 - 2 (16 -21, 16-21). Viktoryia Siekretava (links) von Belarus and Nicole McNamara von Kanada. (Bild: FIVB)
Das Spiel Litauen gegen Paraguay endete 1-1 (21-11, 16-21, 11-12). Im Bild. Erika Sofia Mongelos Bobadilla von Paraguay. (Bild: FIVB)
Das Spiel vom Samstag. Lettland gegen Italien endete mit einem 2-0 (21-16, 21-15). Tina Graudina (links) und Paula Neciporuka von Lettland. (Bild: FIVB)
Tina Graudina (links) Lettland und Michela Lantignotti von Italien. (Bild: FIVB)
Tina Graudina (links) von Lettland und Michela Lantignotti von Italien in Aktion. (Bild: FIVB)
Das Spiel Japan gegen Polen endete 2-0 (21-16, 21-15). Reika Murakami (links) und Hana Deguchi von Japan. (Bild: FIVB)
Martyna Kloda (links) und Agata Trybula von Polen im Sand. (Bild: FIVB)
Agata Trybula (links) von Polen and Reika Murakami von Japan. (Bild: FIVB)
Das Spiel der Frauen. Russland gegen die türkei 2-0 (21-19, 21-13). Betul Esra Metin (links) und Merve Nezir von der Türkei. (Bild: FIVB)
Daria Rudykh (links) und Elizaveta Zayonchkovskaya von Russland. (Bild: FIVB)
Betul Esra Metin von der Türkei. (Bild: FIVB)
19 Bilder

Beachvolleyball-U21-WM - Tag 4

Interview Sven Aregger

Gegen das thailändische Duo Buntem/Thanthawat bestreiten Florian Breer und Yves Haussener heute um 12.30 den Achtelfinal der U-21-WM im Luzerner Lido. Die beiden 17-jährigen Sportgymnasiasten aus Basel stellen zwar das zweitjüngste Duo des Turniers, sind im Beachvolleyball aber längst keine Unbekannten mehr. 2014 gewannen sie an der U-17-WM in Mexiko überraschend Gold – nicht zuletzt dank ihrer unberechenbaren Spielweise. Auch in Zukunft wollen die beiden Talente auf den Sandplätzen der Welt für Furore sorgen.

Yves Haussener und Florian Breer, vor zwei Jahren sind Sie am Traumstrand von Acapulco U-17-Weltmeister geworden. Jetzt spielen Sie im verregneten Luzern. Unterschiedlicher könnten die Bedingungen wohl kaum sein.

Florian Breer: Wir haben schon an der Sonne, im Regen, bei Kälte und Wind gespielt. Im Beachvolleyball gibt es alles, und gerade als Schweizer sind wir uns daran gewöhnt. Für uns ist das Wetter in Luzern also nichts Aussergewöhnliches.

Wie ist es, bei Regen und Kälte zu spielen?

Yves Haussener: Wenn es nass ist, wird der Ball oft schwerer. Man versucht, hohe Zuspiele zu vermeiden, weil der Ball rutschiger ist. Ansonsten ist der Unterschied nicht so gross. Während des Spiels nehmen wir Kälte oder Regen sowieso kaum wahr, weil wir voller Adrenalin sind.

Offenbar sind Sie mit den Bedingungen gut zurecht gekommen. Sie haben sich direkt für die Achtelfinals qualifiziert. Liebäugeln Sie bereits mit dem Final?

Haussener: Nein, wir schauen von Spiel zu Spiel. Eines unserer Ziele – die Top Ten – haben wir bereits erreicht. Jetzt können wir lockerer aufspielen. Erst einmal wollen wir den Achtelfinal gewinnen, weiter denken wir nicht. Hier in Luzern sind so viele gute Teams, dass wir noch nicht vom Final zu träumen wagen.

Wie schätzen Sie das sportliche Niveau der U-21-WM ein?

Breer: Sehr hoch. Die Spieler dieser Jahrgänge sind weltweit ziemlich stark. Einzelne Teams nehmen schon an der World Tour teil. Aber auch das Niveau in der Breite ist enorm.

Haussener: Im Gegensatz zu einer U-17- oder einer U-19-WM gibt es hier kaum ein Team, das wir sozusagen im Vorbeigehen bezwingen können. Wir müssen für einen Sieg praktisch immer unsere beste Leistung abrufen.

Sie sind nicht nur das zweitjüngste Team in Luzern, sondern beide mit rund 1,80 Meter auch eines der kleinsten. Also brauchen Sie andere Waffen als die Körpergrösse. Wie gleichen Sie das Handicap aus?

Breer: Wichtig sind eine gute Sprungkraft sowie technische und taktische Qualitäten. Weiter braucht es Übersicht und eine variantenreiche Spielweise.

Ihr Stil gilt als unkonventionell. Was heisst das konkret?

Haussener: Je nach Taktik spielen wir schneller als andere Teams. Wir wollen mehr mit überlegten, unerwarteten Abschlüssen und Übersicht punkten als mit reiner Härte. Ausserdem sind wir eher emotionale Typen. Wenn es gut läuft, versuchen wir, den Schwung zu nutzen und die Zuschauer mitzureissen.

Breer: Wir mögen es, wenn das Publikum auf unserer Seite ist. Das pusht uns.

Wie haben Sie in Luzern bisher die Stimmung wahrgenommen?

Breer: Schade, dass der Center Court wegen des schlechten Wetters bislang nicht so gefüllt war. Nichtsdestotrotz ist die Atmosphäre sehr gut. Auch viele Bekannte aus Basel unterstützen uns auf der Tribüne. Und wir sind zuversichtlich, dass noch mehr Zuschauer kommen werden, wenn das Wetter besser wird.

An Ihrem spielfreien Samstag haben Sie die Gelegenheit genutzt, mögliche Gegner im Achtelfinal zu beobachten. Worauf legen Sie das Augenmerk?

Haussener: Auf die Eigenschaften der einzelnen Spieler.

Zum Beispiel?

Haussener: Wie sich der Spieler in der Verteidigung verhält. Ob er ein Läufer ist und auf einen Abschluss spekuliert oder ob er stehen bleibt und erst reagiert, wenn der Ball gespielt ist. Ausserdem interessiert uns, welche Lösungen die Teams im Angriff finden. Es gibt wenige Teams, die ihren Stil von Spiel zu Spiel komplett verändern.

Sie beide sind auch neben dem Feld befreundet. Ist das hilfreich für das gegenseitige Verständnis im Spiel?

Breer: Auf jeden Fall macht es das einfacher und angenehmer. Wir sind ein Team und helfen einander. Zudem ist es ein Vorteil, wenn man schon länger zusammenspielt, weil die Automatismen dann besser greifen.

Sie haben sich für die Zukunft viel vorgenommen, dazu gehören Starts an der World Tour. Wird das Duo Breer/Haussener dereinst regelmässig auf den Siegerpodesten der Welt stehen?

Haussener: Wir hoffen es. Zunächst freuen wir uns auf die U-20-EM im Juni in der Türkei und die U-19-WM im Juli in Griechenland. Auch auf der Beachtour in den Schweizer Städten wollen wir weiter vorne dabei sein. Es wäre ein Traum, eine Zeit lang vom Beachvolleyball leben zu können. Aber dafür müssten wir zu den besten Teams der Welt gehören – und bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.