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BEFÖRDERUNG: Magnin eifert Ziehvater Favre nach

Wie Lucien Favre soll Ludovic Magnin als Trainer des FC Zürich eine Ära prägen. Favre verhalf Magnin vor 20 Jahren zum Durchbruch im Profifussball.
Ludovic Magnin. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Zürich, 21. Februar 2018))

Ludovic Magnin. (Bild: Ennio Leanza/Keystone (Zürich, 21. Februar 2018))

Der FC Zürich wechselte am Mittwoch etwas überraschend den Trainer. Der bisherige U21-Verantwortliche Ludovic Magnin übernahm von Uli Forte eine Mannschaft, die in der Tabelle auf Platz drei hinter Basel und den Young Boys steht. Trotz der guten Rangierung machte die Führungsriege um Präsident Ancillo Canepa und Sportchef Thomas Bickel eine «spielerische Stagnation» aus und bemängelte, dass das Team berechenbar geworden sei.

Der 38-jährige Magnin soll nun mit attraktivem, varia­blem Fussball und jungen Spielern mit dem FC Zürich wieder an er- folgreiche Zeiten anknüpfen. An Zeiten wie jene zwischen 2004 und 2008, als Lucien Favre aufstrebende Talente wie Blerim Dzemaili, Gökhan Inler, Daniel Gygax oder Steve von Bergen zu Nationalspielern formte und Zürich zweimal Schweizer Meister wurde.

Magnin bezeichnet Favre als seinen «Fussball-Vater». Als er 18 Jahre alt war, wechselte der talentierte Linksfuss zu seinem Mentor nach Yverdon und schaffte unter ihm den Durchbruch im Profifussball. Nach drei Jahren trennten sich die Wege der beiden Romands wieder. Doch der enge Kontakt riss bis heute nie ab. Magnin telefonierte bereits kurz nach seiner Ernennung zum Cheftrainer mit Favre.

Was dem Spieler Favre verwehrt blieb, schaffte sein Ziehsohn Magnin. Er legte eine von Erfolgen gekrönte Auslandkarriere hin. Sowohl mit Werder Bremen 2004 als auch mit Stuttgart 2007 wurde der gebürtige Lausanner deutscher Meister. Zudem bestritt der Rotschopf insgesamt 62 Länderspiele für die Schweiz. Magnin war einer, der über seine Dynamik und seine Mentalität die Ziele erreichte.

2010 kehrte Magnin als Spieler in die Schweiz zurück. Doch beim FC Zürich lief es ihm nicht mehr wie gewünscht. Der frischgebackene U17-Weltmeister Ricardo Rodriguez lief ihm als Aussenverteidiger den Rang ab. 2012 beendete Magnin seine Spielerkarriere, blieb dem Verein aber als Trainer in der Jugendabteilung erhalten.

Der studierte Primarlehrer und Vater von vier Kindern lebt mit seiner Familie in Azmoos im Werdenbergischen. In seiner Zeit als Ausbilder im Zürcher Nachwuchs hat sich Magnin einen Ruf als moderner und flexibler Trainer erarbeitet. «Er ist einer, der sehr viele innovative Ideen hat», sagt Präsident Canepa. Mit diesen soll er die Spielweise des FC Zürich unberechenbar machen.

Die Emotionen, für die Ma­gnin als Spieler bekannt war, werden auch als Trainer Teil seiner Persönlichkeit sein. «Ich werde impulsiv sein», sagt Magnin. «Ich verstelle mich nicht. Ich liebe den Fussball, die Mannschaft soll das auch spüren.» Für den neuen Trainer gilt es gleich ernst. In den ersten beiden Spielen trifft er auf die Grasshoppers. Zuerst in der Meisterschaft, dann im Cup.

Ives Bruggmann

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