Challenge League
Van Eck trifft auf Forte: Die Begegnung zweier ehemaliger Kriens-Verteidiger

Der SC Kriens hat seinen zweitletzten Auftritt in der Challenge League: Am Samstag (20.15) auswärts in Yverdon. Trainer René van Eck trifft dabei auf einen alten Bekannten.

Turi Bucher
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«Ich kann die Einstellung meiner Spieler nicht kritisieren»: René van Eck.

«Ich kann die Einstellung meiner Spieler nicht kritisieren»: René van Eck.

Martin Meienberger/Freshfocus

Die Spiele der letzten beiden Challenge-League-Runden finden jeweils allesamt zur selben Zeit statt: Heute um 20.15 und am nächsten Samstag um 20.15. Der SC Kriens spielt vor seinem «Goodbye» aus der Liga in Yverdon und dann noch im heimischen Kleinfeld gegen den FC Winterthur.

Trotz einer 0:1-Niederlage und einem insgesamt blutleeren Auftritt am letzten Dienstag im Heimspiel gegen Vaduz war Kriens-Trainer René van Eck mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. «Spielerisch hat mir der Auftritt gefallen», bilanzierte van Eck.

Viele Male schaffte es der SC Kriens zwar nicht gefährlich vors Tor der Liechtensteiner, aber van Eck kritisierte vor allem den einen Fehler zu viel am eigenen Strafraum, der zum einzigen Tor der Partie führte. «Ein Innenverteidiger liess sich rauslocken, die anderen machten die Räume nicht dicht.» So konnte Vaduz den Siegtreffer erzielen.

«So hätte ich früher nicht verteidigen können»

Van Eck ist bei weitem nicht der Einzige, der mit der komplizierten, unverständlichen und generell nicht nachvollziehbaren Handsregel hadert; eine Regel, welche dringend und schon seit einiger Zeit einer Revision bedarf. Van Eck: «Die Abwehrspieler agieren am und im Strafraum teilweise nur noch mit den Armen hinter dem Rücken, damit ja kein Handspiel geahndet werden kann. So hätte ich zu meiner Zeit nicht verteidigen können und so kann man auch heute nicht verteidigen.»

Vor der Abfahrt am Samstagnachmittag zu Tabellennachbar Yverdon (41 Punkte) appelliert der SCK-Coach nochmals an das Kämpferherz und an das Ehrgefühl seiner Krienser (13 Punkte). «Ich kann die Einstellung meiner Spieler nicht kritisieren. Die Moral, die Einstellung, der Einsatz – das passt. Wer unserem Spiel zusieht und nicht informiert ist, dass wir bereits abgestiegen sind, würde kaum vermuten, dass hier der Absteiger spielt.»

Einst gemeinsam mit Uli Forte in der Kriens-Abwehr

In Yverdon trifft Kriens auf den Aufsteiger, der nach einem verunglückten Start und dem baldigen Wechsel von Aufsteigertrainer Jean-Michel Aebi zu Uli Forte eine gute Saison bestritten hat. Es zeigte sich auch hier, dass die einem Verein zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel den Unterschied im Spielerkader (Kone, Beleck, Sauthier, Gétaz, Zock) ausmachen (können).

Übrigens: Uli Forte und René van Eck spielten 2001 unter Trainer Fritz Schmid gemeinsam als Verteidiger beim SC Kriens. Zuvor hatte der Anfang Juni nach Holland zurückkehrende SCK-Coach eine halbe Saison für den FC Winterthur engagiert. Aber Winterthur ist dann erst nächste Woche SCK-Gegner. Der letzte in einer sportlich schmerzhaften Challenge-League-Saison.

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