Handball
Der nächste Kriens-Gegner: Bern spielt hart in der Abwehr, leistet sich aber auch Undiszipliniertheiten

Der HC Kriens-Luzern trifft am Sonntag im zweiten NLA-Spiel des neuen Jahres auswärts auf den BSV Bern (16 Uhr, live auf handballtv.ch). Assistenztrainer Thomas Zimmermann sagt, was zu beachten ist.

Stephan Santschi
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Die Krienser mit Adrian Blättler streben den fünften Sieg in Serie an.

Die Krienser mit Adrian Blättler streben den fünften Sieg in Serie an.

Bild: Manuela Jans-Koch (kriens, 4. Februar 2021)

Der Auftakt am Mittwoch zu Hause gegen Wacker Thun verlief nach Wunsch, der 31:24-Sieg war ungefährdet. «Wir haben sehr viel trainiert, für die Spieler war es hart. Sie haben sich sehr auf den ersten Einsatz gefreut», hält Assistenztrainer Thomas Zimmermann fest. Er selber musste sich gedulden, erst am Sonntag wird er auf die Bank der Zentralschweizer zurückkehren. «Mein Sohn spielte Handball mit jemandem, der das Coronavirus hatte, deshalb mussten wir als Familie trotz negativem Test für eineinhalb Wochen in Quarantäne», erzählt Zimmermann, der kürzlich wie Chefcoach Goran Perkovac den Vertrag um zwei Jahre verlängert hat.

Und so nutzte er die Zeit, um die eigene Mannschaft und den kommenden Gegner zu Hause am Bildschirm zu beobachten. Die Berner, bei denen er als linker Flügel zwei Jahre gespielt hatte (2006 bis 2008), verloren am Mittwoch auswärts gegen Winterthur mit 31:33 und belegen Platz sechs. «Die Mannschaft ist sehr unberechenbar», sagt Zimmermann. «Körperlich sind die Berner robust, die Deckung spielt richtig hart. Vorne schlagen sie sich mit Undiszipliniertheiten aber oft selber.»

Weingartner aus Ruswil debütiert im Nationalteam

Mit Tobias Baumgartner, Claudio Vögtli und Samuel Weingartner stehen drei Ex-Krienser im Kader des BSV. Vor allem Weingartner, der 24-jährige Ruswiler, machte zuletzt von sich reden, Ende Dezember debütierte er als Abwehrspieler im Schweizer Nationalteam und stand für die WM auf der Pikettliste. Wie Bern als Ganzes liess er die Konstanz bisher aber vermissen. Im Gegensatz zum zweitklassierten Kriens-Luzern, das den fünften Sieg in Serie anstrebt. (ss)