BERN-MURI - KRIENS 24:23: Kriens verliert Cupspiel in Bern hauchdünn

Der HC Kriens hat sein Cup-Achtelfinalspiel beim BSV Bern Muri mit 24:23 Toren verloren. Die Chance zum Ausgleich mittels Penalty vergab Boris Stankovic 30 Sekunden vor Spielschluss.

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Hielt die Krienser lange im Spiel: Goalie Roman Schelbert. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Hielt die Krienser lange im Spiel: Goalie Roman Schelbert. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Nach einem 12:11-Vorsprung beim Seitenwechsel und einer zwischenzeitlichen Dreitoreführung hatte der HC Kriens in der Schlussphase mit einigen schwer verständlichen Entscheiden zu kämpfen.

Die Cup-Achtelfinals-Partie zwischen dem BSV Bern Muri und dem HC Kriens wurde zur eher kühlen Angelegenheit. In der Halle ohne viel Atmosphäre passten sich beide Teams diesem Rahmen weitgehend an.

Zwar deckte der HC Kriens über weite Strecken sehr gut und hatte in Keeper Roman Schelbert einen sicheren Wert. Das Problem auf Krienser Seite aber war die Offensive, wo die Fehlerquote noch etwas hoch und der Spielfluss noch nicht da war. Deswegen konnte sich der HC Kriens auch nicht endgültig absetzen, als er einmal mit drei Toren 19:16 in Front lag.

So war es bezeichnend, dass der HC Kriens die durchaus mögliche Sensation gegen den Tabellendritten in der Schlussphase noch aus der Hand gab. Zwei verschossene Siebenmeter in den letzten 10 Minuten und einige zumindest diskutable Regelauslegungen für die progressive Bestrafung durch die beiden Ersatzschiedsrichter (die eigentlich vorgesehen Refs waren krank) waren dann des Guten zu viel. Der BSV Bern Muri spielte seine ganze Routine aus und machte den Sack zu, ging mit 24:23 in Führung und hielt den Viertelfinaleinzug in der Folge fest.

Ärgern wird sich der HC Kriens aber nicht allzu lange. Denn trotz knapper Niederlage nahm das Team die Erkenntnis mit auf den Heimweg, nach zwei Klatschen gegen den BSV Bern im dritten Spiel in der Halle des Gegners hauchdünn an einer Sensation vorbeigeschrammt zu sein.

Fazit: Eine Entwicklung des Teams ist durchaus festzustellen. Wenn die Mannschaft an diese Deckungsleistung anknüpft und offensiv wieder zum normalen Rhythmus findet, darf diesem HCK in den kommenden Wochen durchaus zugetraut werden, dass er im Rennen um die zwei noch offenen Finalrundenplätze mehr als nur eine Aussenseiterrolle spielt. Immerhin kann sich das Team jetzt nach dem Cup-Out voll und ganz auf dieses Ziel fokussieren.

Benedikt Anderes / HC Kriens

BSV Bern-Muri – HC Kriens 24:23 (11:12)Wankdorfhalle, 200 Zuschauer. SR Schlatter/Zahlen.

Spielverlauf: 2:1, 3:2, 6:5, 7:7 (20.) 8:9, 9:11, 10:12, 11:12; 13:13, 15:15, 16:19, 19:20, 22:22, 23:23, 24:23.

BSV Bern Muri: Ebinger/Heiniger; Cvetkovic, Hansen (7/5), Leiser (5), Milosevic (3), Odermatt (2), Räz, Schwander (3), Staudenmann (1), Steiger (3),  von Allmen, Vonlanthen.

HC Kriens: Schelbert/Portmann (2 Penalties); Bislimi (1), Mitrovic, Nyffenegger (1), Schlegel (2), Schmid (6), Stankovic (5/2), Tschannen, Willisch (1), Yalciner (3), Zimmermann (3), Müller, von Deschwanden.

Bemerkungen: Strafen: Bern 2, Kriens 6 x 2 Minuten. Stankovic verschiesst zwei Siebenmeter.