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Trainer Berner will das SCK-Herz sehen

Zuletzt enttäuschte der SC Kriens, deshalb hofft Trainer Bruno Berner heute im Kleinfeld (14.30 Uhr) gegen den Tabellenletzten Chiasso auf eine Reaktion. Von einem vorentscheidenden Spiel will er nichts wissen.
Raphael Gutzwiller
Bruno Berner: «Wir wollen wieder mit mehr Spielfreude auftreten.» (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Winterthur, 5. April 2019))

Bruno Berner: «Wir wollen wieder mit mehr Spielfreude auftreten.» (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus (Winterthur, 5. April 2019))

Die Ausgangslage für den SC Kriens im Abstiegskampf ist noch immer günstig. Die Chance, auch am Saisonende mindestens ein Team in der Challenge League hinter sich zu lassen, ist intakt. Dazu brauche es mindestens 40 Punkte, glaubt der SCK-Trainer Bruno Berner. Kriens hat derzeit deren 34. Und so sieht Berner das heutige Heimspiel gegen Chiasso nicht als vorentscheidend im Kampf gegen den Abstieg. Dies, obwohl Kriens bei einem Sieg fünf Spiele vor dem Saisonende acht Punkte Vorsprung auf Chiasso hätte. «Ich befasse mich nicht damit, was wäre, wenn wir dieses Spiel gewinnen. Das Rechnen überlassen wir anderen. Wir wissen, dass es in einer Zehnerliga schnell gehen und die Tabelle trügerisch sein kann. Entscheidend für uns ist: Chiasso ist der nächste Gegner, und wir wollen gegen sie besser auftreten als zuletzt.»

Zuletzt nämlich hatte der SCK nicht überzeugt. Die letzten vier Spiele konnten die Krienser nicht mehr gewinnen. Sehr enttäuschend war insbesondere der Auftritt in der Vorwoche zu Hause gegen Schaffhausen (1:2). Da liess man alles vermissen: Kampfgeist, Emotionen und Spielfreude. «Wir müssen wieder das SCK-Herz in die Hand nehmen», sagt Berner. «Wir wollen wieder mit mehr Spielfreude auftreten. Genau das hat uns Anfang Rückrunde stark gemacht.»

Drei Duelle, dreimal ohne Sieger

Zu Beginn der Rückrunde verlor der SCK in zehn Partien nur zweimal, er lancierte eine regelrechte Erfolgsserie. Rasch verabschiedete er sich vom Tabellenende, lag irgendwo im Mittelfeld. Doch wegen der jüngsten Ergebnisse steckt er wieder mitten im Abstiegskampf. «Vielleicht haben wir uns zu viel mit Taktik befasst, dadurch gingen Leichtigkeit und Unbekümmertheit ein bisschen verloren», sagt Berner. So habe man sich in dieser Woche im Training statt mit taktischen Mitteln eher mit Emotionen befasst. Spielformen standen im Mittelpunkt. Ziel: die Freude am Spiel zurückzubringen. «Ich habe die Spielfreude in den Trainings bereits wieder gesehen. Jetzt geht es vor allem darum, diese auch in die Partie bringen zu können.»

Gegen Chiasso ist ein enges Spiel zu erwarten, auch wenn die Tessiner zuletzt fünf Spiele nicht siegten und gegen Lausanne mit 0:5 untergingen. Chiasso und Kriens zeigten sich in allen drei Duellen in dieser Saison auf ­Augenhöhe. Dreimal gab es eine Punkteteilung (1:1, 3:3, 2:2), wobei Kriens zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit retten konnte. «Darum wollen wir diesmal natürlich zum ersten Mal gewinnen gegen Chiasso», so Berner. Auf dem Krienser Kunstrasen waren die Tessiner noch nie zu Gast, das erste SCK-Heimspiel gegen Chiasso fand noch im Luzerner Exil in der Swisspor-Arena statt. Chiasso sei eine robuste Mannschaft mit einem grossen Vorteil gegenüber dem SCK, sagt Berner. «Sie sind im Abstiegskampf erfahrener. Gleichzeitig sind sie sicher auch mehr unter Zugzwang als wir. Sie müssen dieses Spiel gewinnen.» Aber auch der SCK sollte gewinnen, will man die gesetzte 40-Punkte-Marke erreichen. Nach Chiasso, Rapperswil und Wil trifft er zum Saisonfinal auf die drei Aufstiegsaspiranten Aarau, Lausanne und Servette. Zunächst fokussieren sich die Krienser aber auf Chiasso – mit besonders viel Vorfreude.

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