BILANZ: Der Schweizer Sportförderung fehlt es an Geld

Goldene Zeiten für den Schweizer Wintersport? Der Direktor des Bundesamtes für Sport warnt vor falschen Vorstellungen – trotz den Erfolgen in Sotschi.

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Die Eishockey-Frauen gewinnen in Sotschi die Bronzemedaille. Auch dieser Erfolg täuscht darüber hinweg, dass die Schweiz im Vergleich zu unseren Nachbarn zu wenig für die Sportler-Förderung tut. (Bild: Keystone / Laurent Gillieron)

Die Eishockey-Frauen gewinnen in Sotschi die Bronzemedaille. Auch dieser Erfolg täuscht darüber hinweg, dass die Schweiz im Vergleich zu unseren Nachbarn zu wenig für die Sportler-Förderung tut. (Bild: Keystone / Laurent Gillieron)

Matthias Remund (50) ist seit April 2005 Direktor des Bundesamts für Sport (Baspo). Im Interview mit unserer Zeitung erklärt er, was es noch braucht, um den Schweizer Sport weiter voran zu bringen. «Die Verbände brauchen unbedingt mehr Mittel, ansonsten das aktuelle Leistungsniveau nicht gehalten werden kann.» Die Rede ist von von zehn Millionen Franken zusätzlich, lieber aber gar das Doppelte.

Wichtig seien vor allem die Aushängeschilder wie etwa Doppel-Olympiasieger Dario Cologna. Remund: «Dario ist nicht erst seit dieser Saison erfolgreich. Swiss-Ski stellt eine grosse Zunahme der Beteiligungen an den Langlaufanlässen fest. Gleiches gab es auch im Fussball festzustellen, wo das Interesse auch bei den Mädchen seit der Euro 08 stark angezogen hat. Wenn Kinder und Jugendliche mit einer Sportart beginnen und sich in der Gruppe wohl fühlen, bleiben sie für längere Zeit dabei und üben den Sport – auch als Einzelsportler – intensiver und öfter aus. Dazu brauchen sie funktionierende Vereine, gut geführte Trainings, kinder- oder jugendgerechte Wettkampfformen – in einem Wort die Sportförderung, wie sie unser Amt und Swiss Olympic fördern und die Sportverbände und -vereine umsetzen.