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Philippe Senderos' Karriere in elf Bildern

Philippe Senderos ist spätestens seit seinem Tor an der WM 2006 gegen Südkorea ein Held des Schweizer Fussballs. Viele Jahre war der 34-jährige Genfer Bestandteil der grossen, glitzernden Fussball-Welt. Nun spielt er in Chiasso vor 500 Zuschauern und kämpft mit einem desperaten Team um den Klassenerhalt in der Challenge League.
10. Mai 2002, Kopenhagen. Die Schweiz wird mit Captain Philippe Senderos U17-Europameister. „Das war ein sehr spezieller Moment. Der erste Titel überhaupt für eine Schweizer Auswahl. Ich durfte schon ein Jahr zuvor mit der U17 an die EM. Doch da war vieles schief gelaufen. Nach drei Gruppenspielen waren wir draussen. In diesem Moment habe ich mir geschworen: Ein Jahr später komme ich mit meinem Jahrgang wieder und wir räumen alle aus dem Weg. Wir hatten 2002 eine wirklich spezielle Mannschaft. Keine Sorgen, keine Probleme, keine Angst. Einen solchen Groove habe ich nie mehr erlebt in einem Team.“ (Bild: Keystone)

10. Mai 2002, Kopenhagen. Die Schweiz wird mit Captain Philippe Senderos U17-Europameister. „Das war ein sehr spezieller Moment. Der erste Titel überhaupt für eine Schweizer Auswahl. Ich durfte schon ein Jahr zuvor mit der U17 an die EM. Doch da war vieles schief gelaufen. Nach drei Gruppenspielen waren wir draussen. In diesem Moment habe ich mir geschworen: Ein Jahr später komme ich mit meinem Jahrgang wieder und wir räumen alle aus dem Weg. Wir hatten 2002 eine wirklich spezielle Mannschaft. Keine Sorgen, keine Probleme, keine Angst. Einen solchen Groove habe ich nie mehr erlebt in einem Team.“ (Bild: Keystone)

26. März 2005, Paris. WM-Qualifikation Frankreich – Schweiz (0:0). „Einer meiner besten Momente meiner Karriere, weil es mein erster Länderspieleinsatz war. Es war immer eine grosse Ehre, für die Schweiz zu spielen. Meine Familie war im Stadion. Und weitere 80 000 Zuschauer. Aber die ersten Menschen, die ich gesehen habe, als ich aufs Feld kam, war meine Familie. Ein wirklich grosser Moment.“ (Bild: Keystone)

26. März 2005, Paris. WM-Qualifikation Frankreich – Schweiz (0:0). „Einer meiner besten Momente meiner Karriere, weil es mein erster Länderspieleinsatz war. Es war immer eine grosse Ehre, für die Schweiz zu spielen. Meine Familie war im Stadion. Und weitere 80 000 Zuschauer. Aber die ersten Menschen, die ich gesehen habe, als ich aufs Feld kam, war meine Familie. Ein wirklich grosser Moment.“ (Bild: Keystone)

18. Mai 2005, London. „2003 wechselte ich mit 18 von Servette zu Arsenal, weil mir Trainer Arsène Wenger sehr viel Vertrauen vermittelte. Ich war das erste Mal weg von zu Hause. Und ich brauchte etwas Zeit, um mich zurecht zu finden. Wenger hat immer viel mit mir gesprochen. Sechseinhalb Jahre war ich bei diesem Klub und es war eine echt gute Zeit. Ich hätte auch zu Bayern oder Real gehen können. Ich war zweimal in München. Meine Mutter wollte, dass ich gehe. Sie sagte, dort kannst du die Matur fertig machen. Aber ich wollte immer nach England und Arsenal hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“ (Bild: Keystone)

18. Mai 2005, London. „2003 wechselte ich mit 18 von Servette zu Arsenal, weil mir Trainer Arsène Wenger sehr viel Vertrauen vermittelte. Ich war das erste Mal weg von zu Hause. Und ich brauchte etwas Zeit, um mich zurecht zu finden. Wenger hat immer viel mit mir gesprochen. Sechseinhalb Jahre war ich bei diesem Klub und es war eine echt gute Zeit. Ich hätte auch zu Bayern oder Real gehen können. Ich war zweimal in München. Meine Mutter wollte, dass ich gehe. Sie sagte, dort kannst du die Matur fertig machen. Aber ich wollte immer nach England und Arsenal hat mir ein gutes Gefühl gegeben.“ (Bild: Keystone)

12. November 2005, Bern. Barrage zur WM-Qualifikation gegen die Türkei (2:0). „Das war mein erstes Playoff überhaupt. Aber in diesem Moment habe ich nicht zu viel überlegt. Ich ging aufs Feld und machte meine Arbeit. Die Energie im Stadion war grossartig. Aber vor dem Spiel wurde sehr viel Druck aufgebaut, weil die Schweiz seit 1994 nie mehr an einer WM war. Aber die Energie im Stadion war grossartig. Auch in der Garderobe habe ich viel Druck gespürt. Aber mir gelang es, vielleicht auch, weil ich noch sehr jung war, all das auszublenden. Ach ja, da habe ich auch eines meiner seltenen Tore erzielt.“ (Bild: Keystone)

12. November 2005, Bern. Barrage zur WM-Qualifikation gegen die Türkei (2:0). „Das war mein erstes Playoff überhaupt. Aber in diesem Moment habe ich nicht zu viel überlegt. Ich ging aufs Feld und machte meine Arbeit. Die Energie im Stadion war grossartig. Aber vor dem Spiel wurde sehr viel Druck aufgebaut, weil die Schweiz seit 1994 nie mehr an einer WM war. Aber die Energie im Stadion war grossartig. Auch in der Garderobe habe ich viel Druck gespürt. Aber mir gelang es, vielleicht auch, weil ich noch sehr jung war, all das auszublenden. Ach ja, da habe ich auch eines meiner seltenen Tore erzielt.“ (Bild: Keystone)

23. Juni 2006, Hannover. WM-Gruppenspiel gegen Südkorea (2:0). „Viele Menschen kennen vor allem dieses Bild von mir. Respektive: Vielen Menschen hat sich dieses Bild nach meinem Tor zum 1:0 eingebrannt. Sie sprechen mich noch heute darauf an. Es war ein sehr starker Moment. Ein Moment, in dem ich bereit war, meinen Körper für mein Land zu opfern. Ich war voller Adrenalin, habe keine Schmerzen gespürt. Doch als ich nach der Pause wieder aufs Feld kam, spürte ich starke Schmerzen in der Schulter. Ich musste unmittelbar nach Wiederanpfiff wieder raus.“ (Bild: Keystone)

23. Juni 2006, Hannover. WM-Gruppenspiel gegen Südkorea (2:0). „Viele Menschen kennen vor allem dieses Bild von mir. Respektive: Vielen Menschen hat sich dieses Bild nach meinem Tor zum 1:0 eingebrannt. Sie sprechen mich noch heute darauf an. Es war ein sehr starker Moment. Ein Moment, in dem ich bereit war, meinen Körper für mein Land zu opfern. Ich war voller Adrenalin, habe keine Schmerzen gespürt. Doch als ich nach der Pause wieder aufs Feld kam, spürte ich starke Schmerzen in der Schulter. Ich musste unmittelbar nach Wiederanpfiff wieder raus.“ (Bild: Keystone)

6. November 2008, Mailand. Senderos jubelt mit Ronaldinho und Torhüter Dida. „Hier habe ich gelernt, richtig hart zu arbeiten. Bei bei der AC Milan bedeutete Fussball harte Arbeit. Das war ein wichtiger Schritt für mich. Ich habe gelernt, dass sich der Alltag des Fussballers nicht darauf beschränkt, eine Stunde oder eine halbe vor Trainingsbeginn zu erscheinen, zu trainieren und nach dem Training wieder nach Hause zu gehen. Bei der AC Milan lernte ich, meinen Beruf viel bewusster auszuüben. Mich besser vorzubereiten, mich besser zu regenerieren, aber auch athletisch Fortschritte zu machen.“ (Bild: Keystone)

6. November 2008, Mailand. Senderos jubelt mit Ronaldinho und Torhüter Dida. „Hier habe ich gelernt, richtig hart zu arbeiten. Bei bei der AC Milan bedeutete Fussball harte Arbeit. Das war ein wichtiger Schritt für mich. Ich habe gelernt, dass sich der Alltag des Fussballers nicht darauf beschränkt, eine Stunde oder eine halbe vor Trainingsbeginn zu erscheinen, zu trainieren und nach dem Training wieder nach Hause zu gehen. Bei der AC Milan lernte ich, meinen Beruf viel bewusster auszuüben. Mich besser vorzubereiten, mich besser zu regenerieren, aber auch athletisch Fortschritte zu machen.“ (Bild: Keystone)

30. Dezember 2008, Dubai. Trainingslager der AC Milan mit Pato, Kaka, Beckham (v.l.). „Bei Milan waren etliche Spieler über 30. Und es gab viele Weltstars in diesem Team. Aber glauben sie mir: Die haben härter gearbeitet, als ich es zuvor je gesehen habe. Es war top mit diesen grossen Spielern. Taktisch, technisch konnte ich sehr viel von ihnen lernen. Mit welcher Einstellung sie ihren Beruf ausüben, wie sie sich mit Fussball auseinandersetzen, das war beeindrucken und sehr lehrreich für mich.“ (Bild: Keystone)

30. Dezember 2008, Dubai. Trainingslager der AC Milan mit Pato, Kaka, Beckham (v.l.). „Bei Milan waren etliche Spieler über 30. Und es gab viele Weltstars in diesem Team. Aber glauben sie mir: Die haben härter gearbeitet, als ich es zuvor je gesehen habe. Es war top mit diesen grossen Spielern. Taktisch, technisch konnte ich sehr viel von ihnen lernen. Mit welcher Einstellung sie ihren Beruf ausüben, wie sie sich mit Fussball auseinandersetzen, das war beeindrucken und sehr lehrreich für mich.“ (Bild: Keystone)

16. Juni 2010, Durban. WM-Auftaktspiel gegen Spanien (1:0). „Oh, wie habe ich mich gefreut, gegen das Land meines Vaters zu spielen. Und wie habe ich mich auf meine zweite WM gefreut. Aber leider war ich nicht ganz fit, obwohl ich alles versucht habe. Doch Trainer Ottmar Hitzfeld und die Mitspieler sprachen mir Mut zu, was mich vielleicht dazu verleitete, die negativen Signale, die mein Körper aussendet, zu ignorieren. Ich dachte, ich kann helfen, auch wenn ich nicht 100 Prozent fit sind. Aber man kann den Körper nicht austricksen. Schon in der 1. Halbzeit musste ich verletzt raus.“ (Bild: Keystone)

16. Juni 2010, Durban. WM-Auftaktspiel gegen Spanien (1:0). „Oh, wie habe ich mich gefreut, gegen das Land meines Vaters zu spielen. Und wie habe ich mich auf meine zweite WM gefreut. Aber leider war ich nicht ganz fit, obwohl ich alles versucht habe. Doch Trainer Ottmar Hitzfeld und die Mitspieler sprachen mir Mut zu, was mich vielleicht dazu verleitete, die negativen Signale, die mein Körper aussendet, zu ignorieren. Ich dachte, ich kann helfen, auch wenn ich nicht 100 Prozent fit sind. Aber man kann den Körper nicht austricksen. Schon in der 1. Halbzeit musste ich verletzt raus.“ (Bild: Keystone)

16. März 2014, San Sebastian. Meisterschaftsspiel der Primera Division mit Valencia. „Die Saison habe ich bei Fulham begonnen. Aber es lief überhaupt nicht gut. Bereits zur Winterpause wurde der Trainer zweimal gewechselt. Und weil ich unbedingt an die WM wollte, schaute ich mich nach einem neuen Arbeitgeber um. Valencia zeigte Interesse. Aber es war bereits der letzte Tag der Transferperiode. Ich war mit dem Team von Fulham im Hotel, habe dort den Vertrag mit Valencia unterschrieben. Doch die Zeit drängte. Ich wusste nicht, ob es mit allen Formalitäten vor Transferschluss noch klappen würde. Ich war bereits beim Abendessen mit Fulham. Und da wird im Fernsehen die Schlagzeile eingeblendet: Philippe Senderos wechselt zu Valencia. Ich sagte Tschüss, packte meine Sachen. Für mich war Valencia top. Ich wollte schon immer mal dort spielen. Mein erstes Spiel mit Servette war im Mestalla von Valencia. Ich war 16 oder 17, sass zwar nur auf der Bank. Aber die Atmosphäre in diesem Stadion hat mich elektrisiert. Von diesem Zeitpunkt an hoffte ich, irgendwann mal dort zu spielen. Und als das Angebot dann Jahre später kam, sagte ich mir: Dieses Risiko gehe ich ein. Ich wechsle für sechs Monate nach Valencia. Viele haben das nicht verstanden. Sie sagten: Bleib doch in London bei deiner Frau. Sie war schwanger zu dieser Zeit. Aber für mich war klar: Ich muss dorthin.“ (Bild: Keystone)

16. März 2014, San Sebastian. Meisterschaftsspiel der Primera Division mit Valencia. „Die Saison habe ich bei Fulham begonnen. Aber es lief überhaupt nicht gut. Bereits zur Winterpause wurde der Trainer zweimal gewechselt. Und weil ich unbedingt an die WM wollte, schaute ich mich nach einem neuen Arbeitgeber um. Valencia zeigte Interesse. Aber es war bereits der letzte Tag der Transferperiode. Ich war mit dem Team von Fulham im Hotel, habe dort den Vertrag mit Valencia unterschrieben. Doch die Zeit drängte. Ich wusste nicht, ob es mit allen Formalitäten vor Transferschluss noch klappen würde. Ich war bereits beim Abendessen mit Fulham. Und da wird im Fernsehen die Schlagzeile eingeblendet: Philippe Senderos wechselt zu Valencia. Ich sagte Tschüss, packte meine Sachen. Für mich war Valencia top. Ich wollte schon immer mal dort spielen. Mein erstes Spiel mit Servette war im Mestalla von Valencia. Ich war 16 oder 17, sass zwar nur auf der Bank. Aber die Atmosphäre in diesem Stadion hat mich elektrisiert. Von diesem Zeitpunkt an hoffte ich, irgendwann mal dort zu spielen. Und als das Angebot dann Jahre später kam, sagte ich mir: Dieses Risiko gehe ich ein. Ich wechsle für sechs Monate nach Valencia. Viele haben das nicht verstanden. Sie sagten: Bleib doch in London bei deiner Frau. Sie war schwanger zu dieser Zeit. Aber für mich war klar: Ich muss dorthin.“ (Bild: Keystone)

20. Juni 2014, Salvador. WM-Gruppenspiel gegen Frankreich (2:5). „Ich könnte jetzt sagen: Meine dritte WM, das erlebt nicht jeder Fussballer - alles wunderbar. Aber das wäre nicht ehrlich. Ich war schlicht nicht bereit für diese WM. Es war ja auch lange nicht klar, ob ich überhaupt ein Aufgebot erhalte. Und dann, als ich in der 9. Minute gegen Frankreich eingewechselt wurde, wurden meine Defizite schonungslos aufgedeckt. Ich war richtig schlecht – sorry.“ (Bild: Keystone)

20. Juni 2014, Salvador. WM-Gruppenspiel gegen Frankreich (2:5). „Ich könnte jetzt sagen: Meine dritte WM, das erlebt nicht jeder Fussballer - alles wunderbar. Aber das wäre nicht ehrlich. Ich war schlicht nicht bereit für diese WM. Es war ja auch lange nicht klar, ob ich überhaupt ein Aufgebot erhalte. Und dann, als ich in der 9. Minute gegen Frankreich eingewechselt wurde, wurden meine Defizite schonungslos aufgedeckt. Ich war richtig schlecht – sorry.“ (Bild: Keystone)

14. Februar 2016, Zürich. Duell gegen Breel Embolo im Meisterschaftsspiel mit GC gegen Basel (0:4). „Mein erstes Spiel für GC. Viele konnten meinen Wechsel von Aston Villa nach Zürich nicht verstehen. Doch bei Aston Villa wurde ich schon zu Saisonbeginn aus dem Kader gestrichen. Das war sehr harter Moment und hat mich gezwungen, etwas an meiner Situation zu ändern. Ich musste weg. Dabei hat mir der neue Trainer in der Winterpause gesagt, ich würde wieder spielen. Er wollte unbedingt, dass ich bleibe. Aber ich musste etwas ändern. Ich brauchte eine Luftveränderung. Denn ich wollte alles unternehmen, um ein Aufgebot für die EM zu erhalten. Wieder einmal musste ich gehen, um zu spielen. Und ich fühlte mich sehr gut bei GC. Ich habe 16 von 18 Spielen gemacht. Wir haben uns für die Europa League qualifiziert, mit einer sehr jungen Mannschaft. Ziel erreicht. Aber leider hat es für mich nicht fürs EM-Kader gereicht. Trotzdem: Bei GC habe ich erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Ich fand wieder die Liebe zum Fussball und das Vertrauen in mein Spiel.“ (Bild: Keystone)

14. Februar 2016, Zürich. Duell gegen Breel Embolo im Meisterschaftsspiel mit GC gegen Basel (0:4). „Mein erstes Spiel für GC. Viele konnten meinen Wechsel von Aston Villa nach Zürich nicht verstehen. Doch bei Aston Villa wurde ich schon zu Saisonbeginn aus dem Kader gestrichen. Das war sehr harter Moment und hat mich gezwungen, etwas an meiner Situation zu ändern. Ich musste weg. Dabei hat mir der neue Trainer in der Winterpause gesagt, ich würde wieder spielen. Er wollte unbedingt, dass ich bleibe. Aber ich musste etwas ändern. Ich brauchte eine Luftveränderung. Denn ich wollte alles unternehmen, um ein Aufgebot für die EM zu erhalten. Wieder einmal musste ich gehen, um zu spielen. Und ich fühlte mich sehr gut bei GC. Ich habe 16 von 18 Spielen gemacht. Wir haben uns für die Europa League qualifiziert, mit einer sehr jungen Mannschaft. Ziel erreicht. Aber leider hat es für mich nicht fürs EM-Kader gereicht. Trotzdem: Bei GC habe ich erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Ich fand wieder die Liebe zum Fussball und das Vertrauen in mein Spiel.“ (Bild: Keystone)

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