Bis Ende Januar sind alle regionalen Ski-Wettkämpfe abgesagt

Swiss-Ski will demnächst informieren, wie trotz eingeschränktem Trainingsbetrieb spannende Aktivitäten realisiert werden können.

Urs Hanhart
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In diesem Jahr findet kein Flutlichtspektakel in Andermatt statt.

In diesem Jahr findet kein Flutlichtspektakel in Andermatt statt.

Archiv Urner Skiverband / Urner Zeitung

Während auf Stufe Weltcup die Rennen mehr oder weniger plangemäss durchgeführt werden, wenn auch praktisch ohne Zuschauer, sieht es auf regionaler Ebene zappenduster aus. Lange war unklar, ob im Amateurbereich überhaupt Wettkämpfe abgehalten werden können. «Wir haben den Veranstaltern ans Herz gelegt, dran zu bleiben an ihren Vorhaben und zu schauen, ob bei neuen Entscheiden allenfalls Anpassungen nötig sind.» Das hatte Carmen Stucki, Generalsekretärin des Zentralschweizer Schneesport-Verbandes (ZSSV), Anfang November gesagt. Mittlerweile ist aber klar, dass es vorläufig keine Wettkämpfe geben wird, weil der Bundesrat die Massnahmen am 4. Dezember verschärft hat.

Vor wenigen Tagen warfen die Organisatoren des Andermatter Nachtslaloms, mit dem jeweils am Stefanstag der ZSSV-Raiffeisen-Grand-Prix lanciert wird, das Handtuch. «Der Entscheid ist uns nicht einfach gefallen. Doch der Aufwand zur Einhaltung der Schutzmassnahmen, aber auch die Übernahme der Verantwortung sind für das OK nicht möglich», betonte OK-Chef Bruno Arnold. Dem Rotstift zum Opfer gefallen ist auch der traditionelle Weihnachtslanglauf in Unterschächen, obwohl die Veranstalter bis zuletzt alles versucht hatten, den Anlass zu retten. «Die Verordnungen des Bundesamts für Gesundheit und des Kantons Uri lassen einen Wettkampf im vorgesehenen Rahmen nicht zu», begründete OK-Präsident Kilian Arnold die Absage.

Challenge soll Begeisterung hochhalten

In einer Mitteilung informierte Swiss-Ski kürzlich über den weiteren Verlauf der Wintersaison 2020/2021. Aktuell sind alle Wettkämpfe im U16-Bereich gemäss Vorgaben des BAG untersagt und die anderen stark eingeschränkt. Auch der Trainingsbetrieb ist nur unter Einhaltung der vorgegebenen Schutzmassnahmen, die kantonal unterschiedlich sein können, möglich. «Trotz Corona wird der Winter jedoch stattfinden und die Begeisterung für den Schneesport steigen. Um diese Begeisterung unter den besonderen Umständen hochzuhalten, unterstützen wir euch sehr gerne mit der neuen Challenge 21», schreibt Swiss-Ski an die Klubs.

Noch vor Weihnachten will der nationale Verband konkreter informieren. Es soll Anleitungen geben, wie trotz eingeschränktem Trainingsbetrieb spannende Aktivitäten umgesetzt werden können. «Trainingsinhalte mit diversen Challenges sollen die Kinder und Jugendlichen motivieren, ihre Fertigkeiten auf Skis oder Snowboard dem Können gerecht auf vielseitige und spielerische Art zu verbessern oder sich auch zu messen», heisst es. Die Umsetzung der Challenge 21 soll in drei verschiedenen Anspruchsgruppen erfolgen und sich an der Swiss-Ski-Förderstruktur orientieren.